Hilfe, was kann ich machen um nicht mehr zu Rauchen?

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5 Antworten

Wenn so ein Sucht-Schmacht kommt, ist es häufig in Wahrheit Durst nach Wasser. - Ich war mal schwer schokoladensüchtig - ja, lach nicht, das kann eine echte Sucht sein, die sich ähnlich auswirkt wie Sucht nach Morphium.

Hier meine eigene Erfahrung mit Schoko-Sucht:

http://www.gutefrage.net/frage/wie-vergeht-einem-der-appetit-auf-suesses-ich-fuehle-mich-suechtig#answer9007681

Probier mal aus, ob der Schmacht weggeht, wenn Du dann jedesmal Wasser trinkst. - Kinder haben oft gar nicht gelernt, ihren Durst als Durst zu erkennen. Wird ein kleines Kind durstig, fängt es an zu quengeln. So ganz kleine Kinder können ja noch nicht reden. Allgemein wird so einem quengelnden Kind ein Schnuller oder etwas zu essen in den Mund gesteckt. Ich selbst und viele meiner Freunde haben erst lernen müssen, den eigenen Durst als Durst wahrzunehmen. Trinken wir dann Wasser, geht es uns sofort besser.

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Hinzu kommt, dass Du Dich in der Zeit der Qualmerei daran gewöhnt hattest, bei Stress die Droge Nikotin zu konsumieren. Um zu erkennen, was nun bei Deinem neuerlichen Stress in Dir passiert, lies dies:

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Wir haben in uns so etwas wie einen Autopiloten, man kann auch sagen „Gewohnheitsviech“. Dieser Autopilot ist sehr wertvoll, denn ohne ihn müssten wir täglich alles neu lernen: essen, sitzen, laufen, Nase putzen - einfach alles. Sobald unser Unterbewusstsein eine erlernte Handlung für lebenserleichternd oder lebenserhaltend befunden hat, wird diese Handlung in den „Autopiloten“ integriert.

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Willst Du nun eine fest integrierte Handlung im Autopiloten ändern, und das Unterbewusstsein sieht keinen zwingenden Überlebensgrund dafür, wird es versuchen, Dich (= Wachbewusstsein) mit aller Kraft daran zu hindern. Denn das Unterbewusstsein ist sich sicher, dass Du MIT dieser Handlung überlebst (schließlich lebst Du ja), und es weiß nicht, ob Du auch mit der neuen Handlung überlebst. (Es will also Dein Leben schützen und weiß nicht, dass es in diesem Fall so Dein Leben erschwert.)

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Das Unterbewusstsein hat den Verstand eines etwa vierjährigen Kindes. Du als erwachsene Person, die erkannt hat, dass Deine alte Handlung Dein Leben erschwert und Dich vielleicht sogar krank macht und überhaupt willst Du jetzt damit aufhören, musst jetzt die Führung übernehmen.

Dazu brauchst Du Geduld und Durchhaltevermögen. - Das Unterbewusstsein ist natürlich nicht faul und versucht mit aller Raffinesse, Dich von Deiner Verhaltensänderung abzubringen (schließlich weiß es ja nicht, ob Du mit Deiner neuen Art zu handeln überlebst). Sei wachsam! Es wird sich vermutlich allerlei Tricks einfallen lassen, um Dich wieder zur alten Gewohnheit zu locken.

Boss über Dein Leben bist aber Du, nicht Dein Autopilot! Der ist nämlich Dein Diener.

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Unser Autopilot reagiert wie ein großer Dampfer auf dem Meer: Will der Kapitän (also Du) den Kurs ändern, muss er (anders als beim Fahren eines Autos) lange das Steuer in die neue Richtung lenken. Hält er das Steuer nur kurze Zeit (wie bei einem Auto) in die neue Richtung, ändert sich sein Kurs nicht.

nana64 23.01.2013, 13:28

Ich lach da bestimmt nicht,hat mein Mann auch!!!!!

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cyracus 23.01.2013, 17:18
@nana64

Prima, dass Du dies gelesen hast. - Nun wisst Ihr ja, wie Dein Mann diese Schokosucht besiegen kann.

Es war nicht leicht, und - wie ich schon geschrieben habe (siehe Link) - musste ich immer wieder mit den 72 Stunden anfangen, aber ich hab's geschafft. - Ganz wichtig auch der Test, ob bei einem Schmacht in Wahrheit Durst nach klarem Wasser ist. (Die Verschiebung des Durstgefühls haben auch Freunde von mir erkannt.) Am besten immer eine Halbliter-Flasche mit Wasser bei sich haben. Die wird allgemein in Restaurants freundlich mit Wasser wieder aufgefüllt (so meine Erfahrung).

Mehr als ein Jahr aß ich nach dem Entzug überhaupt keine Schokolade, weil ich Angst vor Rückfall hatte. Dann entdeckte ich die 99%ige Schokolade von Leysieffer

http://www.leysieffer-shop.de/Schokoladen/Jahrgangsschokolade/Jahrgangsschokolade-99---quot-Noir-intense-quot-.html

(in Hamburg gibt es in der Innenstadt einen Laden, in dem ich sie entdeckt hatte)

Wenn ich hiervon ein winziges Stück langsam im Mund zergehen lasse, habe ich sehr lange davon. Und das Gute: Monatelang kaufe ich überhaupt keine Schokolade, dann mal wieder eine dieser Tafeln, die mehrere Tage hält. Die letzte kaufte ich vor mindestens einem Jahr.

Klar, wenn Dein Mann den Entzug macht, dann nach dem Entzug erstmal lange Zeit Finger weg von jeglicher Schokolade und anderem Kram (wie Mars & Co.).

Ich wünsche ihm viel Erfolg - und Euch beiden eine gute Zeit.

LG cyracus Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ

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Ich habe über 30 Jahre geraucht,vor 7 Jahren damit aufgehört!!Auch ich habe viele Dinge die Stress machten und noch machen!!!Ich vermute mal du bist Weiblich?(Ich auch) ;) Da bleibt nur stark sein und dich ablenken!!Lies,wenn du kannst,Stricke,oder Bastel irgendwas!Trinke Tee!!Das hat mir geholfen!!

Viel erfolg!!!!

Kaugummi kauen und ihre Probleme bearbeiten.Ersatzlösungen durch irgendeine Sucht zu Verarbeiten ,sind die schlechteste Lösung !

das verlangen unterdrücken, sonst rückfall. mit sowas musst du viele jahre noch kämpfen, nicht alle wiedernichtraucher schaffen es 100% davon zu kommen. die sucht ruft immer...

BeginToDream 23.01.2013, 07:12

Muss ich klar verneinen. Das stimmt nicht. ich habe 15 Jahre geraucht. und von heute auf morgen damit aufgehört. Ich habe täglich etwa eine Schachtel geraucht. Der erste Monat war schlimm, weil ich da immer wieder das Verlangen nach einer Zigarette hatte. Aber nach diesen Monat wurde es stetig immer besser. Heute ist es fast 1 1/2 Jahre her, als ich aufhörte und ich hab gar kein Verlangen mehr. Mir stinken Zigaretten und selbst wenn ich neben jemanden stehe der raucht, macht es mir gar nichts aus. Ich will es einfach nicht mehr. Aber grundsätzlich ist es eine Einstellungssache bzw. eine Sache des Wollens.

Grüße und viel Erfolg an alle, die Nichtraucher werden wollen ;-)

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einfachgesagt 23.01.2013, 10:36
@BeginToDream

es ist nicht so, dass deine reaktion für alle anderen gilt, und der fragesteller beschreibt eindeutig sein verlangen, welches eindeutig vorhanden ist.

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nana64 23.01.2013, 13:33
@einfachgesagt

Tja,und so manch WIEDERNICHTRAUCHER haben nach mehr als 10-20 Jahren Abstinenz wieder angefangen!!!Ich bin 7 Jahre Rauchfrei,und es ist mir Unangenehm in Verrauchte Räume zu kommen!!Mir wird sogar sehr Übel davon!!Und doch......das eine oder andere mal flammt das Verlangen auf!!Wenn auch nur kurz!!Ich trinke dann meist Tee oder bastel an meinen Karten!!!

Sucht bleibt Sucht!Ist mit fast allem so!!!

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