Hilfe, was fehlt mir nur?

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5 Antworten

Mir ist schon klar das du zum Therapeuten eine gute Beziehung hast vor allem zu seiner Tochter und es daher schwer sein kann überhaupt noch andere Meinungen von Außen an dich heran zu lassen und sie nicht nur als kurzfristige Beruhigung zuzulassen.

Gerade körperliche Ängste lassen sich schnell auf ein gut ertragbares Maß reduzieren, wenn man genau weiß was innerhalb der Angst mit dem Körper passiert.
Die biologischen Prozesse lassen sich wunderbar beschreiben und diese Prozesse lernt man in der Therapie gerade bei einer Angststörung in den ersten Sitzungen.

Das Hauptproblem bei den meisten Angststörungen sind große Unsicherheiten was den eigenen Körper betreffen, man vertraut ihm nicht mehr. Ich kann dir wirklich nur nochmals empfehlen mit deinem Therapeut den Angstkreislauf durchzugehen und auf jede einzelne körperliche Angst einzugehen und diese biologisch zu beschreiben, sodass du dann zukünftig weißt ok es drückt da rechts weil ich Angst habe, durch die Angst hat mein Körper das sympatische System aktiviert, durch den anhaltenden Stress wird immer mehr Sauerstoff und Blut in die Extremitäten transportiert, dadurch macht sich das Magendarm-System bemerkbar.
Da du deinen Fokus derart auf innere Prozesse gelenkt hast, nimmst du jegliche Änderung sofort wahr und katastrophierst. Du greifst an dir rum, googelst permanent was es schlimmes sein könnte und steigerst dich immer weiter rein.

Den eigentlichen Grund, dass es lediglich Stress aufgrund der Angst ist kommt für dich da es so festgefahren ist fast nicht mehr in Frage.
Dein Therapeut sollte wirklich die Grundelemente nochmals mit dir durchgehen, damit du deinem Körper wieder vertrauen kannst.

Denke immer daran, dass dich dein Körper schützen will, aber du diesen Schutzmechanismus falsch interpretierst. Du hast dieses Leiden jetzt schon so lange und dein Körper hat dich bis jetzt in jeder Angstsituation beschützt und lediglich mit unangenehmen aber absolut ungefährlichen Symptomen reagiert, Symptome welche dir Angst machen da du sie nicht kennst.

Vertraue wieder deinem Körper, lerne deinen Körper kennen, dann wäre dein Fokus nicht mehr so stark auf normale körperliche Vorgänge die du normalerweise nicht einmal wahr nimmst, damit wäre deine Angst nicht so hoch, dein Stresspegel kann sich normalisieren und eventuell tatsächlich vorhandene angstbedingte Schmerzen gehen zurück.

Ich weiß nicht ob ich dich durch meine Worte beruhigen kann, aber ich kann dir sagen dass du dir keine Sorgen zu machen brauchst. Ich selber erlebe so etwas öfter, doch bin kerngesund. Es gibt solche Tage. Und mach dir darüber Gedanken, denn das hilft auch nicht. Viele Menschen in meinem Leben haben mir klar gemacht, dass es nichts bringt sich sorgen zu machen, denn das hilft auch nicht weiter. Es ist alles mit dir OK,dass kann ich dir auf jeden fall versichern.

Liebe Grüße Maria 

Erstmal würde ich sagen rufe ihn an, du bezahlst ihn ja auch und des Weiteren denke ich es ist einfach das Problem des Internets. Das kenne ich von mir selbst man hat irgendwas und googelt erstmal und kommt dann teilweise zu komischen Diagnosen obwohl es meist harmlos ist.Ich steigere mich da zwar nicht so rein, aber versuche dich doch einfach mal irgendwie abzulenken und warte auf die Testergebnisse. Wird bestimmt alles gut und meist ist alles harmloser als man denkt ;)

Hallo chimaja,

ich verstehe, dass diese Gefühle beängstigend, beklemmend sein müssen, auch, wenn ich sie sicher nicht so nachempfinden kann, wie du sie empfindest.

Wir hier auf gf können nicht völlig ausschließen, dass du eine Krankheit hast. Diese Sicherheit kannst du hier (leider) nicht bekommen. Wenn tatsächlich anhaltende Beschwerden vorliegen, dann wäre ein Arztbesuch wohl angebracht. Darauf möchte ich schon hinweisen.

Nun zu meinen persönlichen Gedanken bzgl. Angst:

Was ich von mir kenne, wenn ich Angst habe, ist, dass ich - wie du das auch schilderst - körperlich etwas spüre: Herzklopfen, evtl. leichtes Zittern.

Da tut es mir immer wieder gut, mal ganz tief durchzuatmen. Auf den eigenen Atem zu hören.

Mir bewusst zu machen, wo ich bin - z. B. daheim, geborgen.

Mir bewusst zu machen, dass manche Gedanken genau das sind: "nur" Gedanken, Gedankenkreisen, das losgelöst ist von der "Wirklichkeit". Dann hat man vielleicht sogar den Mut, so manche Phantasie einmal Phantasie sein zu lassen.

Abstand von den eigenen Gedanken. Sie sind nicht die letzte Wahrheit.

Soweit meine Strategien.

Vielleicht kannst du von deinem Therapeuten - oder auch aus anderen Quellen - etwas über Entspannungs- und Beruhigungstechniken in Erfahrung bringen (ich sollte da mich da selbst auch noch mehr informieren ;).

Ich wünsche dir in jedem Fall alles Gute!

Liebe Grüße!

Das geht mir genauso so nun habe ich im Kloss im Hals aber das vergeht! Du bist gesund und stark! Glaub an dich!

Sonst kannst gerne mit mir schreiben unter: rute.waeger@gmail.com wenn du es möchtest

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