Hilfe! Unterschied zwischen Zimmermannshammer und Geologenhammer

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5 Antworten

Auf jeden Fall der Geologenhammer. Ich würde den von Estwing empfehlen, auch wenn der etwas teurer als andere ist. Mit dem arbeite ich seit gut 30 Jahren, keinerlei Beanstandungen. Du muss dich nur entscheiden, ob du einen Hammer mit Schneide (90° Winkel zur Stielrichtung) oder einen "Pickhammer" (mit Spitze) brauchst. Zum Säubern von Aufschlüssen, Spalten von Schieferplattem, Formatieren von Gesteinsproben ist der mit der Schneide viel brauchbarar. Daneben habe ich noch einen Fäustel, Strahlstock (kurz/auch Estwing) - beide werden oft benötigt sowie einen "Steigerhammer" (langer Holzstiel, geringes Kopfgewicht, Kopf durch Stahlschienen geschützt. Benutze ich selten. Ein Zimmermannshammer hat z.B. einen Spalt zum Nägelziehen - den braucht ein Geologe nicht, ist außerdem aus anderem Stahl! Wenn du mit solchem Hammer "in Fachkreisen" auftauchst, wirst du bestenfalls belächelt. Motto: mente et malleo!

christianb219 15.10.2012, 22:02

Der Stahl eines Estwing Hammers hat auch eine genormte Härte sodass du dadurch zwischen Quarz und Feldspat unterscheiden kannst.

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mineralixx 16.10.2012, 10:04
@christianb219

Quarz und Feldspat lassen sich leicht makroskopisch unterscheiden (andere Spaltbarkeit; andere Farbe, andere Ritzhärte nach Mohs usw.) - dazu benötigt man keinen Hammer!

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Ich kann auch die Hammer von Estwing empfehlen. ;-) Kommilitonen mit Hammern von anderen Firmen mussten feststellen, dass die spitze Seite ihres Hammers innerhalb kürzester Zeit stumpf war. Dazu kannst du dir auch direkt einen Holster besorgen, damit du den Hammer an den Gürtel hängen kannst. Das ist äußerst praktisch und auch nicht so teuer, denn im Gelände braucht man häufig Hammer, Lupe, Feldbuch und Stift gleichzeitig. :D

Ein guter Estwing Geologenhammer wird dein Leben lang halten, egal wie viele Gesteine du damit bearbeitest. Du wirst beide Seiten sicher mal brauchen, wenn auch die spitze Seite deutlich seltener. Billige Zimmermannshämmer aus dem Baumarkt sind dafür gar nicht geeignet und splittern gerne, falls sie die Begegnung mit harten Gesteinen überhaupt überleben. Ich glaube aus meinem Jahrgang hat kein nicht-Geologenhammer die ersten Exkursionen überstanden. ;-)

Nimm lieber einen richtigen Geologenhammer. Ein Zimmermannshammer ist nur eine "Notlösung".

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