Unser Sohn ist spielsüchtig, wie können wir ihn stoppen?

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20 Antworten

Hallo FengCloud,

warum lasst ihr euren Sohn nicht die Aufnahmeprüfung an einem staatlichen Kosnservatorium/Akademie/Hochschule für Musik machen? Dort kostet der Unterricht nichts, es gibt Hochbegabtenförderung und man ist dort gewöhnt, mit Kindern und Jugendlichen, die hochbegabt sind - und das scheint euer Sohn ja zu sein - umzugehen. Das heißt, seine Übungszeiten und -aufgaben werden dort in geregelte Bahnen gelenkt, es wird ihm beigebracht, wie wichtig Ausgleichsgymnastik ist und er muss in der Schule gut sein, um in dem Programm bleiben zu dürfen. Ich kenne einen jungen Mann, der mit elf auch völlig unkontrolliert gespielt hat, weil niemand mit seinem Talent umzugehen wusste. Er hatte das Glück, von einem Professor des Mozarteums in Salzburg gehört zu werden und wurde in ein Hochbegabtenprogramm aufgenommen. Inzwischen ist er 23, räumt einen renommierten Preis nach dem anderen ab, spielt bereits große Konzerte in der halben Welt und hat "ganz nebenbei" ein Mathematikstudium abgeschlossen (Musiktheorie und Mathematik haben sehr viel miteinander zu tun). Er verdient gutes Geld, arbeitet an eigenen Kompositionen und interessiert sich auch sehr fürs Dirigieren. Er ist zwar ein besonderes Beispiel, aber glaubt mir, wirklich hochbegabte Kinder und Jugendliche gibt es nicht so viele und ihr solltet alles tun, um euren Sohn vernünftig zu unterstützen. Er ist weder süchtig, noch psychisch krank, sondern anscheinend der geborene Musiker. Das kann durchaus auch in Familien, die sonst mit Musik, besonders klassischer Musik, nichts am Hut haben oder gar gänzlich unbegabt sind, vorkommen.

Steht eurem Sohn bitte nicht im Weg, sondern fördert ihn auf vernünftige Weise. Am Anfang steht für mich ein Gespräch mit dem Klavierlehrer und eine Beratung an einer der genannten Schulen. Inzwischen sucht das Gespräch mit eurem Sohn und bittet ihn um Beschränkung der Übungszeit auf maximal fünf Stunden pro Tag. Erklärt ihm, dass er sonst die Muskeln, Sehnen und Bänder seiner Hände und Arme so sehr überlastet, dass er sehr ernsthaft krank werden könnte (die gefürchteten Sehnenscheidenentzündungen!), was dazu führen könnte, dass er sein geliebtes Klavierspielen einmal ganz aufgeben müsste. Dafür gibt es leider viele tragische Beispiele! Auch Ausgleichssport sollte er nicht statt, sondern fürs Klavierspielen machen. Pianisten mit Wirbelsäulenproblemen können große Schwierigkeiten bekommen. Natürlich sind Ballsportarten tabu, wegen der Verletzungsgefahr an Händen und Armen, aber vielleicht gefällt ihm ja ein Musikgymnastikkurs, Ballett oder sonst eine Tanzsportart. Das wäre der ideale Ausgleich.

Ich wünsche euch und vor allem eurem begabten Sohn alles Gute und hoffe, ihr kommt gut durch diese schwierige Zeit. Für weitere Fragen stehe ich gerne jederzeit zur Verfügung.

Viele liebe Grüße

Lilly  (Tanzistleben")

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Ich persönlich finde es toll, dass euer Sohn sich in seinem Talent so wiederfindet, aber er kratzt an der Grenze zum Extremen.
Macht es genau wie bei spielsüchtigen Kindern, feste Zeiten! Er isst, macht seine Hausaufgaben und darf dann eine Zeit lang Klavier spielen.

Außerdem würde ich mal das Gespräch suchen. Sag ihm, wie sehr euch sein Hobby finanziell unter Druck setzt. Er ist langsam alt genug das zu verstehen. Gib ihm einen Vergleich, wie lange ihr arbeiten müsst, um seine Leidenschaft zu finanzieren.

Vielleicht rede auch mal mit dem Klavierlehrer und erklär ihm die Situation. Sowohl die Sucht eures Sohnes, als auch das finanzielle sollte da zur Sprache kommen.

Zudem, sollte er regelmäßig Sport machen. Das ist 1. natürlich gesund und 2. lernt er Kinder in seinem Alter kennen!

Wenn alle Stricke reißen könnt ihr auch mal einen Psychologen aufsuchen. Das ist nicht so schlimm wie es sich anhört, ich bin selbst bei einem :)

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Ihr solltet vielleicht ausmachen dass er eine bestimmte Zeit am Tag Klavier spielen darf und den rest des Tages für die Schule lernt oder anschluss zu anderen Kindern suchen soll

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bei Hartz 4 gibt es ja eine Art Bildungspaket, ohne Euch gleich in diese Schiene hineinzudrücken.

Talent ist sicherlich gut, die Kosten für Klavierlehrer natürlich immens. Das kann man bei den ARGEN beantragen, also der bei der Stadt zuständigen Behörde.

Fällt das weg, evtl. mal über Zusatzwohngeld Teilwohngeld nachdenken & mal einen Antrag stellen.

Evtl gibt es eine Art Begabtenförderung der Talente, auch für Minderjährige über die Konrad Adenauer Stiftung etc.. Da könnte man vorspielen & Gelder erhalten

Man muß ihm klarmachen, daß es nicht nur Klavier gibt, sondern auch andere Pflichten wie andere Hausaufgaben anderer Fächer.

Eine Beschränkung nach der Schule auf max. 2-3 Stunden sollte möglich sein.

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Ich würde anstatt ihn zu stoppen, ihn fördern...

Ich spiele selbst gerne Klavier, zwar nicht so oft aber regelmäßig. Sucht ihm das passende raus, fördert ihn, vielleicht kommt er mal groß raus, wenn er wirklich so gut ist schickt ihn zu Wettbewerben etc. 

Viele Eltern drängen Kinder zum Klavier spielen, er hat so viel Spaß daran das ich das nur unterstützen würde...

Mein ernst gemeinter Rat...

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Mir scheint, dass euer Sohn seine Leidenschaft gefunden hat, ehrlich gesagt ist das beeindruckend wie früh er diese für sich entdeckt hat. Ich hatte früher kleine Probleme mit meinen Eltern (heute fast 17), da ich ebenfalls sehr viel mit meiner Leidenschaft verbracht habe. Heutzutage ist es lockerer, dennoch reden wir immer wieder darüber. Ich z.B. möchte mit dieser auch später mein Geld verdienen und habe mich riesig gefreut als meine Eltern zumindestens ein wenig meine Leidenschaft anerkannt, bzw eher akzeptiert haben. 

Seine Mahlzeiten sollte er natürlich nicht vernachlässigen, dies kann man vielleicht verbessern wenn ihr mal zusammen ein Gericht seiner Wahl kocht? Ist ein Versuch wert. Jedoch solltet ihr seine Liebe zum Klavier unterstützen, wenn jemand Klavier gut und mit Herz spielt, erstaunt mich das immer wieder. 

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Das Talent gehört gefördert. Ist soweit ja alles ok. Das einzige Problem sehe ich hier im finanziellen 150€ pro Woche sind natürlich arg viel. Macht eurem Sohn deutlich wie lange man für 600€ im Monat arbeiten muss. Gebt ihm ggf. ein monatliches Limit, dass er dann selbst durch eine Nebentätigkeit aufbessern muss.

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Rede Klartext mit Deinem Sohn und versuche, mit ihm gemeinsam eine Lösung zu finden. Dabei darfst Du auch die Finanzen ansprechen !

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Warum - wenn ihn Klavier spielen glücklich macht, dann lasst ihn doch. Versucht mit dem Musiklehrer zu sprechen und einen günstigeren Tarif heraus zu handeln - normalerweise bezahlt man 50,-- Euro im Monat - wenn er das Talent fördern will, soll er den Sohn auch unterstützen.

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Bei mir war  das auch so nur das ich e gitarre oder e bass gespielt habe .

Dann bin ich in der 7. klasse sitzen geblieben und dann habe ich gemerkt das es noch andere dinge gibt außer die Musik .

Ich will jetzt nicht sagen das er die schule komplett abbrechen soll .

Aber es ist sehr gut das es noch solche kider gibt die noch solche Musikinstrumente kennen buw mögen und sie spielen können .

Für die Jugend von heute gibt es ja nur noch (nicht für all) rap elektronische musik oder so was ist ja auch nicht schlimm aber auch irgendwie schade .

Euer Sohn wird merken das Klavier spielen nicht alles ist(spätestens wenn er sitzen bleibt) .

Aber trotzdem finde ich es schon das es noch kinder wie ihn gibt und wenn der Lehrer sagt dss er Talent hat dollte man das auch sehr viel Fördern vllt wird er ja auch mal bekannt damit

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holt euch eine zweite meinung von einem musiklehrer ein oder lasst ihn an einem konservatorium vorspielen. wenn er wirklich talent hat und diese mega-begeisterung, dann kann er ein sehr erfolgreicher musiker werden und damit sehr viel geld verdienen. die defizite im sozialen verhalten sollten sich spätestens zum ende der pubertät legen.

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Familienberatung? Söhne öffnen sich extrem schwer den Eltern gegenüber, wenn es um Mobbing / soziale Ausgrenzung in der Schule / Freundeskreis geht, er macht das ja nicht ohne Grund

wenn er tatsächlich ein Talent hat, dann sollte man ihn aber auch wiederum weiter gezielt fördern, wobei ich mich nicht auf einen Klavierlehrer der jedes mal Geld einkassiert verlassen würde, verstehst schon wieso

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So etwas würden sich so manche Eltern von ihren Kindern wünschen.

Allerdings würde ich den Klavierlehrer mal auf den Pott setzen, wenn euch sein Einsatz zu teuer wird. Das geht so nicht! Sagt ihm einfach, ihr könnt euch das nicht mehr leisten, mal sehen ob seine Begeisterung dann immer noch so groß ist.

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Wenn ihr ein Klavier habt dann schließt es weg und schmeißt ihn einfach raus und das macht ich jeden tag nach dem er gegessen und Hausaufgaben gemacht hat , er wird irgendwann schon Anfangen zu spielen , wenn er sich vor sie Haustür setzt lässt ihn sitzen irgendwann wird ihm langweilig und macht irgendwas 💚

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rofl der beruf später nennt sich musiker er soll noten lernen und dann koennt ihr ihm bücher holen wo er alleine spielen kann dann sparrt ihr euch die lehrerkosten.. glaub musiker verdienen auch nicht schlecht..

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amike 09.01.2016, 11:11

Musiker verdienen nicht wirklich gut ;)

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Tanzistleben 12.01.2016, 14:30
@Robert7194

So ein Unsinn! Berufsmusiker verdienen sehr ordentlich und sind dabei auf jeden Fall glücklicher, als Menschen, die in ungeliebten Berufen dahinvegetieren. Alle Orchester verfügen heute über Kollektivverträge, nach denen bezahlt wird. Sollte ein Musiker gut genug sein, um in einem sehr großen, bekannten Orchester spielen zu können, ist auch der Verdienst entsprechend. Wer solistisch spielt, verdient ohnedies sehr gut. Fleiß und Disziplin gehören natürlich dazu, um etwas zu erreichen, aber das gehört sowieso zur Grundausstattung jedes Musikers. 

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Lasst ihn doch wenn es ihm Spaß macht, aber du/ihr solltet euch mehr durchsetzten wegen Schule usw...

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Am besten eine Playstation hinstellen. Aber ist doch eigentlich gut das er sich so für etwas einsetzt was ihm spass macht.

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Und was ist das Problem? Ist doch unglaublich. Ich spiele auch seit 8 Jahren Klavier und in der Schule kommt man damit auch gut an :D

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---"liebt das Klavierspielen zu sehr" --- Erstmal würd ich mich als Elternteil schon freuen und auch stolz sein, wenn mein Sohn schon in in der 7. sein großes Talent/Leidenschaft entdeckt, anstatt ihn gleich als suchtkrank einzustufen. Wenn das Geld nicht ausreicht, um die Klavierstunden zu bezahlen, frag ich mich ernsthaft, warum man dann überhaupt erst mit dem Unterricht beginnt, aber das ist eure Sache. Versucht auf jeden Fall ihn zu unterstützen und auch zu verstehen. Er wird bestimmt mit der Zeit draufkommen, dass es auch noch anderes im Leben gibt als das Klavier. Und zum Lernen ermutigen, könnt nur ihr ihn.

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Meine Eltern wären froh gewesen wenn ich meine Zeit mit Klavier spielen verbracht hätte :D

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