Hilfe, unser Hund hatte einen Schaganfall!

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8 Antworten

Das tut mir sehr leid für dich- aber mein Hund hatte auch einen Schlaganfall und mußte eingeschläfert werden. Was du tun kannst wäre eventuell noch eine zweite Tierarztmeinung einholen und die Frage stellen ob es nicht auch ein eptilepptische Anfall sein könnte - aber ich fürchte dass dein Tierarzt recht hat. Ich wünsche dir alles Gute Ilsemarie.

Leider sind diese Symptome bei alten Hunden gar nicht selten. Es gibt mehrere mögliche Diagnosen. Am schönsten ist noch das geriatrische Vestibularsyndrom, eine Durchblutungsstörung ähnlich eines Schlaganfalles im Gleichgewichtsorgan. Alles andere sind wirklich schwerwiegende Schädigungen im Gehirn aus verschiedenen Gründen. Die Medikamente, die man einsetzen würde, sind in alle Fällen relativ ähnlich. Man findet am einfachsten durch die anfängliche Behandlung heraus, ob das Vestibularsyndrom oder was schlimmeres vorliegt, denn das Vestibularsyndrom würde nach wenigen (ca. 2-3) Tagen eine Verbesserung zeigen und dann kontinuierlich besser werden. Wenn das nicht der Fall ist, ist es wirklich das Beste für den Hund, ihn nicht mehr leiden zu lassen, so schwer es auch fällt. Er hat so nichts mehr vom Leben und fühlt sich schwindelig, ihm ist übel wie grade nach der Achterbahn und das verwirrt ihn noch zusätzlich. Die Übelkeit kann man zwar vorübergehend nehmen, aber Schwindel und evtl Kopfschmerzen nicht. Für die kommenden Tage kannst du ihm nur viel Ruhe geben, seinen Schlafplatz etwas abdunkeln und viel einfach nur ruhig bei ihm sein und ihn beruhigen. Ich wünsche euch sehr, dass es in den nächsten Tagen besser wird, dann sollte man auch in jedem Fall weitermachen mit der Behandlung. Wird es das aber nicht, muss man diese letzte Verantwortung für ihn übernehmen. Ich weiß, wie schwer das ist, hab es selbst getan. Ich drück euch die Daumen.

Unsere Hündin die wir bis 2008 hatten hatte am Vestibularsystem Durchblutungsstörungen. Sie hat sich nach dem ersten Schlaganfall sehr schnell erholt. Es blieb nur eine leichte Kopfschiefstellung und wir haben das mit einer Ohrenerkrankung verwechselt.

Erst nach längerer Zeit der Behandlung - wir hatten noch ein schönes Jahr zusammen - kamen weitere, gleich gelagerte und dann schwerere Schlaganfälle. Da keine Behandlung mehr möglich war und die Abstände kürzer wurden, die einen sehr schweren Schlaganfall ankündigten haben wir unser Mädel gehen lassen müssen.

Die Erklaerung von @corryvet ist sehr gut.

Wichtig ist es in dieser Zeit den Hund nicht alleine zu lassen!! Man sollte jede Chance nutzen mit dem Hund noch viel, viel Zeit zu verbringen um ihn zu unterstützen. Das unterstuetzt auch uns.

Bei schweren Schlaganfällen ist die Situation etwas anders weil diese Lähmungen und Gleichgewichtsstoerungen hinterlassen. Es ist unsere Pflicht unseren Hund zu begleiten und auch loszulassen wenn er nicht mehr leben kann und leben will. Es ist eine verdammt schwere Entscheidung aber sie ist unsere Pflicht um nicht aus eigennützigen Gründen Leid zuzulassen.

Nicht viel...ist halt wie bei alten Menschen auch. Irgendwann geht es nicht mehr. Du musst deinen Hund nun auch gehen lassen. Er quaelt sich wahrscheinlich sehr und fuer ihn waere es mit Sicherheit eine Erloesung. Es ist immer schwer ein Tier zu verlieren. irgendwelche kostenaufwaendige Therapien wuerde ich nicht mehr anstreben. Dein Hund ist 14 Jahre alt und dies ist schon ein sehr hohes Alter. Alles Gute u. sei tapfer.

das tut mir sehr leid. aber ich wuerde an deiner stelle noch einen anderen tierarzt fragen -wenn der auch su keiner guten prognose kommt -muesst ihr leider abschied nehmen.

es gehoert zur schmerzhaften aufgabe eines hundebesitzers auch dieses zu erkennen und den hund dann schmerzfrei erloesen zu lassen.

Ich habe leider erst heute Deine Frage gelesen. Wie geht es Deinem Hund jetzt, lebt er noch?

Wir mussten das mit unserem Hund auch miterleben. Wir haben eine Tierärztin, die nur im äußersten Fall einschläfert; - sie machte uns Mut und gab uns viele Tipps, mit denen wir unserem Hund und uns das Leben erleichtern konnten. Nach einem halben Jahr hatten sich die ganzen Symptome des Schlaganfalls zurückgebildet und er hat noch über 1 Jahr lang gelebt. Zur Zeit des Schlaganfalles war er 15!

Kiwii, es ist furchtbar schwer, wenn man sein Tier leiden sieht und man ihm nicht mehr helfen kann. Denk an die schöne Zeit die ihr zusammen verbracht habt und begleite ihn auf dem letzten Weg. Wenn Du das folgende Gedicht liest, wirst Du sicherlich einige Tränen vergießen, aber vielleicht gibt es Dir auch eine Richtung und Trost.

Der letzte Gang

Bin ich dereinst gebrechlich und schwach, und quälende Pein hält Dich und mich wach, was Du dann tun musst tue es allein, die letzte Schlacht wird verloren sein.

Dass Du sehr traurig bist, verstehe ich wohl, doch Deine Hand vor Kummer nicht zögern soll. An diesem Tag - mehr als jemals geschehen - muss Deine Freundschaft das schwerste bestehen!

Wir lebten In Jahren voller Glück, Du hast Furcht vor dem "Muss", doch es gibt kein zurück! Du möchtest doch nicht, dass ich leide dabei, drum gib, wenn die Zeit kommt, bitte mich frei!

Begleite mich dahin, wohin ich gehen muss, nur bleibe bei mir bis zum Schluß! Und halte mich fest und red' mir gut zu, bis meine Augen kommen zur Ruh'.

Mit der Zeit - ich bin sicher - wirst Du es wissen, es war Deine Liebe, die Du mir erwiesen, vertrautes Wedeln ein letztes Mal, Du hast mich befreit von Schmerzen und Qual!

Und gräm Dich nicht, wenn Du es dann bist, der Herr dieser schweren Entscheidung ist. Mein Freund für immer ich vergesse Dich nimmer. Wir waren beide so innig vereint, es soll nicht sein, dass Du nun um mich weinst.

den TA um Rat fragen bzw andere Tierärztliche Meinungen einholen

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