Hilfe, SVV! Wie kann ich mir und meinen Freunden helfen?

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Support

Liebe/r xXNekoXx,

Deine Situation klingt besorgniserregend. Aber auch wenn es hier um einen guten Rat geht, ist es schwierig Dir einen zu geben, ohne Deine tatsächliche Situation genauer zu kennen. Sprich bitte mit einem Menschen darüber, dem Du vertraust. Das kann ein guter Freund, ein Verwandter oder auch eine Vertrauensperson aus der Schule sein.

Du kannst Dich zudem jederzeit an die Telefonseelsorge wenden. Dort ist rund um die Uhr jemand erreichbar und Du hast die Möglichkeit, ein anonymes und vertrauliches Gespräch zu führen. Telefon: 0800/1110111 oder 0800/1110222 (gebührenfrei aus dem deutschen Fest- und Mobilfunknetz).

Herzliche Grüsse

Eva vom gutefrage.net-Support

6 Antworten

Mehrere Freunde und "gemeinsames" Selbstverletzen halte ich für eine schwierige Dynamik. Ich glaube, dass sich da Tendenzen einschleichen können, bei denen alle zu mehr SVV tendieren.

Grundsätzlich: Ihr könnt Euch gegenseitig nicht helfen, sondern nur mehr schaden. Jeder einzelne von Euch sollte einen Entschluss fassen: Will ich das? Will ich das weiter machen? Oder möchte ICH für MICH etwas dagegen tun? Und erst wenn jeder von Euch selbst davon überzeugt ist, eine Therapie zu machen, kann es besser werden. Bis dahin wird es nicht besser. Und für Dich sollte es weniger um die anderen gehen - Du hast alleine mit Dir genug zu tun und solltest nicht den Kampf der anderen auch noch austragen. So fühlen sich alle gegenseitig verantwortlich, was die Sache nicht besser macht.

Sei lieber ein Vorbild und geh' als erste in Therapie. Aber geh nicht als Vorbild für die anderen sondern geh, damit es DIR damit besser geht.

Erstmal ist das ein sehr ernstes Thema und ich finde es sehr traurig dass es immer mehr Menschen (vor allem Jugendlichen) so geht. Ich selbst kann das auvh relativ gzt nachbollziehen, da ich mehrere Freunde mit demselben Problem habe und mir Gefühle wie diese selbst nicht fremd sind. Das Problem fängt aber hier damit an, dass du sie von etwas überzeugen willst, woran du selbst nicht (mehr) glaubst. Das dürfte recht schwierig werden. :\ Eigentlich müsstest du wenn du ihr helfen willst erstmal dir selber helfen. Da wär eine Therapie natürlich anzuraten. Hm...ist eine schwierige Situation. Eine Möglichkeit wäre narürlich, ihr geht zusammen in eine Behandlung. So könnt ihr euch gegenseitig motivieren, Mut machen. Und euch zeigen was ihr einander bedeutet, immerhin geht ihr diesen Weg dann gemeinsam und das gubt einem doch Kraft, wenn man weiss, da ist jemand der einen versteht und zu dem man immer kommen kann. Tut mir leid wenn ich jetzt eigentlich nurndie Möglichkeit mit der Therapie nennen kann, aber ein Psychologe o.ä. ist bei so ernsten Problemen einfach immer noch die beste Adresse. (; Ansonsten kann ihr dir nur raten, zeig ihr, was sie dir bedeutet, versuch sie einfach zu ermuntern. Manchmal hilft es einem auch selbst für jemand anderen da zu sein.

Auf jeden Fall wünsche ich dir bzw. euch ganz viel Glück und auch Kraft auf diesem sehr steinigen Weg.

Hallo.

Danke für die schnelle und ausführliche Antwort. Du hast Recht, es ist total schwer von etwas zu reden, an das ich selbst nicht glaube, aber ausser mir hat sie niemanden der ihr helfen kann. Und wenn ich es nicht tue, dann wird es ihr womöglich immer schlechter gehen. Ich mach mir einfach solche Sorgen.

Das mit der Therapie ist schon okay, es stimmt ja auch. Ich wäre im Grunde sogar freiwillig hingegangen, aber es ergeben sich einfach zuviele Probleme im Hinblick auf sowas. Ich kann meinen Eltern nicht von meinem Problem erzählen. Wenn die Krankenkasse nicht den ganze preis übernimmt, was ich ja bezweifle, könnten wir uns das nichtmal leisten, da wir sowieso Geldprobleme haben. Ich hab ihr bereits bevor sie damit angefangen hat immer wieder gesagt, wie wichtig sie mir ist. ich hab ihr gesagt, wir gehen diese Weg gemeinsam! Und wenn eine von uns abstürtzt, wird die Andere dastehen und sie auffangen. Aber es hat nichts gebracht. Ich werde natürlich nicht aufgeben, und ich werde immer wieder versuchen ihr zu sagen wie wichtig sie mir ist, aber es ist total schwer. Ich hab das Gefühl, als könnte ich gar keine Menschen mehr um mich herum ertragen, seitdem ich das von ihr weiß. Ich denke die ganze Zeit darüber nach und werde nur immer und immer noch trauriger und verzweifelter.

Jedenfalls vielen Dank für die Antwort und die Hilfe, lg ♥

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@xXNekoXx

Hi. (:

Zu den Kosten einer Therapie kann ich leider nicht sehr viel sagen, aber fragen kann man ja mal theoretisch direkt bei einem Psychologen oder vielleicht sogar bei der Krankenkasse selber. Ich glaub aber mal von meiner Mum gehört zu haben, dass sowas übernommen wird / übernommen werden kann.

Das ist ja schonmal richtig, wenn du ihr das sowieso schon zeigst. Wenn sie diese Probleme noch nicht lange hat ist es für sie vielleicht noch recht schwer da Hilfe und Zuspruch anzunehmen?

LG :3

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Du willst deiner Freundin etwas zeigen, woran du selbst nicht glaubst. Das ist schon in sich paradox. Aber bei dir selber ist ja auch diese innere Zerrissenheit. Du fühlst die Leere und Sinnlosigkeit, aber mit deinem Kopf sagst du dir doch, dass das Leben wertvoll ist. Deshalb sorgst du dich ja auch um sie und willst ihr helfen.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass das Leben dadurch sinnvoll wird, wenn man anderen Menschen helfen kann. Überlegt doch mal, wer eure Hilfe brauchen kann.

Naja, das problem ist dass jeder, dem es in meinem Umfeld schlecht geht auf eine Art und Weise verletzt oder was auch immer geworden ist, bei der man nicht helfen kann. Im Grunde ist es gerade das was mich so unglaublich traurig macht: Ich kann nicht helfen. Ich kann nicht für sie da sein. Ich kann einfach nur dasitzen und zusehen wie sie sich selbst zerfrisst, und das halte ich nicht aus :/

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Ich glaube dir zwar, dass dir etwas an ihr liegt und du ihr helfen willst - aber letztendlich wäre das nur eine Verlagerung deines eigenen Problems, eine Art Ablenkung von dir selbst. Es ist allerdings wichtig, dass du dich erst auf dich selbst konzentrierst, und erst dann auf andere. Unter anderem deshalb, weil es meist nicht viel bringt, einer betroffenen Person Vorschriften zu machen, wenn man selbst betroffen ist. Denn du kannst ihr zwar sagen, dass sie es nicht tun soll, aber nicht, wie sie aufhören kann, da du auch noch keinen Ausweg gefunden hast. Dass es schlecht ist, weiß sie selbst. Und mehr kannst du ihr im Prinzip ja auch nicht sagen.

Entweder ihr tut euch zusammen, gebt einander gegenseitig Halt und Kraft und fasst ein Ziel für euch beide ins Auge, oder du kümmerst dich eben erst mal nur um deine Genesung.

Wenn ich du wäre. Wenn ich eine Freundin habe -hätte die sich nun auch ritzt. Du das kennst. Du weißt wie schei....seeeeee das ist..dann sage ich nur. Packen wirs an. Gemeinsam** sind wir stark. Spreche mit ihr darüber und scheue dich nicht. Du kennst das ja und so würde ich echt sagen. Ihr habt beide eine Krankheit. Das ritzen. Packt es gemeinsam an ..geht zusammen zu einem Therapeuten,,und das ist euer gemeinsames Ziel. Und nicht gleich wieder sagen. Ich habe auf diesen Planeten keinen Menschen für den es sich lohnt hier zu bleiben. Doch den hast du. Deine beste Freundin usw... Ich wünsch so sehr das ihr beide das packt...jepppppp ihr packt das.. Denkt daran es gibt immer schlimmeres auf diese Welt. Dir und deiner Freundin eine neue schöne Zukunft gewünscht..lg Sky..

Danke auch für deine Antwort.

Es ist so schwer daran zu glauben, dass noch Hoffnung für die Zukunft besteht, wenn man entweder gar nichts oder Verzweiflung spürt. Aber ich weiß ichmusst dafür kämpfen, also danke für deinen Rat.

Das mit dem Therapeuten ist, wie bereits gesagt, eine sehr schwierige Angelegenheit. Es gibt soviele Dinge die dem im Weg stehen, noch dazu will sie ja nichtmal mitmir darüber reden. Sie hat gesagt, ichsoll das Thema nichtmehr ansprechen :(

danke trotzdem, lg. ♥

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Es ist schön, dass Du erkannt hast, dass das Leben einen Wert hat und schön ist! Du willst es Deiner Freundin sogar beweisen, dass dies so ist, bittest uns darum um Rat. ABER wieso siehst Du dies bei Dir anders?

Genau diese Lebenseinstellung musst Du wieder neu erlernen. Und das kannst Du nur durch eine Psychotherapie.

Setze Dir als Ziel nicht, mit dem Ritzen aufzuhören, das überfordert Dich nur. Sondern setze Dir vielmehr das Ziel, weniger zur Ritzen, vielleicht irgendwann Skills anzuwenden. Man sollte so etwas langsam angehen, das würdest Du ebenso in einer Therapie lernen.

Habt ihr Euch euren Eltern anvertraut?

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