Hilfe strafbefehl, staatsanwaltschaft, geldauflage?

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6 Antworten

Also irgendwie hab ich das Gefühl, das das nicht die ganze Geschichte ist !

Wenn Du als Privatperson verkaufst und UNVERSICHERTEN Versand anbietest, und der Käufer akzeptiert das, dann ist es doch das Problem des Käufers wenn der Artikel nicht ankommt.

Und wenn Du VERSICHERTEN Versand angeboten hast, und der Artikel kommt nicht an, ist es dein Problem und Du musst den Kaufpreis erstatten.

Wenn der Käufer eine Strafanzeige erstattet, kriegst Du irgendwann Post von der Polizei oder Staatsanwaltschaft mit der Aufforderung dich zur Sache zu äußern. Wenn Du das Versandrisiko zu tragen hattest, hättest Du spätestens da dem Käufer sein Geld erstatten müssen. Dann wäre aus dem vollendeten Betug nur noch ein Versuchter Betrug geworden, und das Verfahren (wenn Du nicht schon 10 ander derartiger Fälle am laufen hast) eingestellt worden. Offensichtlich hast Du da nicht reagiert, und nun ist das Kind in den Brunnen gefallen.

Du musst den Strafbefehl ja nicht akzeptieren. Wenn Du die Strafe nicht bezahlst, läuft das Verfahren weiter und die Staatsanwaltschaft entscheidet ob sie Anklage erhebt, oder die Sache einstellt.

ibra101011 24.02.2017, 19:06

Ist mein aller erster Fall. Genauso ist es, ich habe mir es ja nicht ausgedacht.

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Wenn du von der STA bereits eine Strafe von 300 € erhalten hast, brauchst du das nur zu zahlen und das Verfahren wird eingestellt.

Wenn du nachweisen kannst, dass du den Artikel tatsächlich versandt hast, brauchst du eigentlich gar nichts zu zahlen, sondern den Nachweis vorlegen, dann müssen die in eine andere Richtung ermitteln.

Sie können den Strafbefehl widersprechen. Dann prüft die Staatsanwaltschaft, ob sie ein Verfahren einleitet, was aber eher unwahrscheinlich sein dürfte. Im Strafverfahren gilt in dubio pro Reho, d.h. die Staatsanwaltschaft muß nachweisen, das sie den Artikel nicht versandt haben. Bei einen Einzelfall wird das kaum möglich sein.

Natürlich können und sollten Sie entlastendes Beweismaterial vorbringen, sofern sie dieses haben, z.B. eine Quitung für das Porto, Zeugen, ... .

Grunsätzlich muß es aber schon eine Anhörung gegeben haben, denn ohne würde die Staatsanwaltschaft keine Strafbefehl erlassen.

Wieso der Strafbefehl? War denn versicherter Versand ausgemacht und so vom Käufer bezahlt?

Und so komische Angebote würde ich lassen, am Ende unterstellt man dir noch Bestechung oder so.

ibra101011 24.02.2017, 19:08

Ich habe bei ebay angegeben,das es normal versendet wird bzw. unversichert.

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Was hast du denn bei der polizeilichen Anhörung ausgesagt? In dubio pro reo! Scheinbar gab es kein dubio; aber warum nicht?

bei einem solchen schreiben würde ich nichts mehr ohne einen Anwalt regeln.

dem Staatsanwalt ein kuhhandel anzubieten ist wie ein Schuldbekenntnis mit Bestechungsversuch.

ibra101011 24.02.2017, 18:58

das ist was dran.. :O

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