Hilfe! Sind das Panikattacken?

5 Antworten

Es gibt verschiedene Formen von Angststörungen, eine Übersicht mit allen Diagnosekriterien findest du hier.

Panikattacken sind wie Wellen, welche ohne ersichtlichen Grund auftreten. Folgende Symptome können auftreten:

  • Atemnot, Engegefühl in Brust und Kehle bis hin zur Angst zu ersticken.
  • Hyperventilation (als Folge können zudem Kribbelgefühle in Gesicht und Händen sowie Muskelkrämpfe auftreten)
  • Herzrasen/hoher Puls/Herzstolpern
  • Schweissausbrüche/kalter Schweiss
  • Zittern
  • Schwindel und/oder Erbrechen
  • Angstgedanken („das ist ein Herzinfarkt“, „jetzt sterbe ich gleich“, „ich werde verrückt“, „ich ersticke“)
  • Depersonalisations- und/oder Derealisationsgefühle
  • Innere Spannungszustände/Innere Unruhe

Zudem wird jede Gefühlsregung fortlaufend Interpretiert und bei jeder Unregelmässigkeit „schrillen die Alarmglocken,“ dass ein erneuter Anfall bevorstehen könnte (Angst vor der Angst).

Panikattacken -so schlimm sie sich anfühlen- lassen sich in der Regel gut behandeln. Wichtig ist primär eine Verhaltenstherapie (Psychoherapie). Dort lernst du mit einer Panikattacke umzugehen, dich ihr zu Stellen und die Angst Schritt für Schritt zusammen mit dem Therapeuten zu überwinden. Eine solche Therapie ist enorm angstrengend, weil man immer wieder an seine Belastungsgrenze gebracht wird und es dauert Monate bis die Therapie wirkt. Dafür ist sie das einzige Mittel das Heilung und eine Zukunft ohne Medikamente verspricht.

Bei schweren Panikattacken werden auch Medikamente eingesetzt. Als Notfallmedikamente dienen Benzodiazepine um eine Attacke zu unterbrechen, doch diese dürfen aufgrund ihres Abhängigkeitspotenzials nicht länger und auch nicht regelmässig eingenommen werden. Als längerfristige Behandlung kommen vor allem Antidepressiva aus der Gruppe der SSRI/SNRI zum Zuge. Diese machen nicht abhängig, haben dafür andere Nachteile wie beispielswiese die starken Nebenwirkungen zu Beginn der Medikation.

Hallo,

Ich kann ganz genau nachempfinden wie du dich fühlst. Mir ging es vor knapp einem Jahr genauso wie dir. Ich bekam panikattacken mit allem drum und dran. ich hatte mega Angst etwas mit dem Herzen oder so zu haben. Nachdem der Arzt mir sagte das es Psychisch ist holte ich mir hilfe. Ich habe mehrere Psychologen angerufen und bekam recht schnell einen Termin ( es muss nicht immer ewig dauern bis man dort einen platz bekommt) dann war ich 10Wochen in einer Tagesklinik welche sich in einem Krankenhaus befinden. Ich wurde untersucht, mehrere EKG´s gemach tund ich bin Körperlich vollkommen gesund. Meine Panikattacken kamen von der Psyche. Ich kann dir raten dir Psychologische Hilfe zu suchen den das ist das beste was du in dieser Situation tun kannst.

Hier noch ein paar Tipps was du tun kannst wenn du eine Panikattacke hast:

  1. Tief ein und ausatmen. Nicht hektisch atmen sondern ruhig und bestimmt.
  2. Zähle in deinem Kopf von 100 rückwärts um dein Gehirn zu beschäftigen und abzulenken
  3. Weine. Das hilft immer den Druck abzubauen
  4. Sage zu dir selbst das dir nichts passieren wird. Rede mit deiner Angst ( das meine ich wortwörtlich) sprich mit ihr, sag ihr das du sie spürst und akseptierst das sie nun gerade bei dir ist.

Ich hoffe ich kann dir etwas weiterhelfen.

PS: Hör bitte auf zu Googeln, das macht es nur schlimmer ;)

Das was Du da beschreibst, hatte ich auch, Gott sei Dank nur drei vier Monate, aber der Leidensdruck war enorm. Bei mir war der Auslöser eine überstandene Lungenentzündung.

Ich hatte am eigenen Körper erlebt, wie schlimm es ist, keine Luft mehr zu kriegen und bekam zwei Jahre nach Abklingen genau die gleichen Symptome wieder: Luftnot, Herzrasen, Zittern, Angst, Schlaflosigkeit....aber diesmal war Stress die Ursache. Es hat ne ganze Weile und etliche Besuche der Notaufnahme gedauert, bis ich kapiert habe, dass ich mir ne andere, weniger auf Korrektness bedachte Lebenseinstellung zulegen müsste, um wieder zu gesunden.

Geholfen hat mir dabei unter anderem Akkupunktur und ne mittlerweile totale Leck mich, wenn’s mir nicht in den Kram passt Einstellung.

Das was Du da beschreibst ist deine Seele, die deinen Körper quält. Mir hätte damals keiner helfen können, wenn ich nicht selbst gemerkt hätte, was mich gesund werden lässt.

Heilen musst Du Dich wirklich selbst. Du kannst das auch.🍀

Angst in den Urlaub zu fahren wegen Panikattacken und Stress?

Hallo,

eine meiner letzten Fragen bezog sich darauf, dass ich sehr große Panik vor Herzinfarkten habe. Da diese tödlich sind und kaum zu bemerken (zumindest nicht immer). Da ein Flüchtling in ungefähr meinem Alter (um die 20) letztens an meiner Schule daran gestorben ist schließe ich auch nicht aus, dass man sagen kann "joa so jung passiert nichts". Ich habe jetzt riesen Angst, da ich jetzt auch das erste mal in meinem Leben weit weg fahre in den Urlaub.

Jederzeit könnte etwas passieren. Nach dem Urlaub gehe ich auch in Therapie, doch jetzt ist es halt erst der Urlaub... ich habe so große Angst davor. Ich habe einfach ein schlechtes Gefühl bei dem Urlaub, aber möchte mit (auch meiner Freundin wegen). Ich will dieses Land sehen, aber habe einfach Panik.

Herzinfarkte kommen in meiner Familie bisweilen nicht vor und eine Herzerkrankung habe ich auch nicht. Ich bin etwas dicker (gemischt) und war in letzter Zeit GAR NICHT sportlich aktiv. Ich habe so riesen Angst...

Hat jemand sonst eventuell noch Tipps für eine solch lange Autofahrt ?

...zur Frage

Bei Depersonalisation/Derealisation normal?

Hallo,

Ist es bei der Depersonalisation/Derealisation normal, dass man das Gefühl hat, dass man so etwas wie eine VR-Brille auf hat und in einem ,,Spiel'' ist und die Realität erst da ist, wenn man die Brille wieder absetzt?

Also es kommt mir so vor, als würde ich alles hier (nennen wir es mal) nur so ,,aufgesetzt'' sehen ,als ob das nicht die realität wäre und ich gleich wieder in die Realität zurückfallen würde.

Wenn ich in den Spiegel gucke, kommt es mir manchmal auch so vor, als würde ich zwar mich sehen, aber ich sehe in dem Spiegel auch irgendwie niemanden. Als würde ich in der falschen Welt mich sehen aber in Wirklichkeit steht keiner vor dem Spiegel.

Kennt jemand sowas?:)

Danke

...zur Frage

Suizid Gedanken wegen Angst vor Krankheit?

Ich bilde mir wahrscheinlich eine Krankheit ein die ich zu glauben habe aber der Arzt meint das dort nichts ist. Ich habe jeden Tag Panikattacken und weiß nicht mehr weiter. Manchmal denke ich so weit das es vielleicht besser ist wenn alles vorbei ist.

...zur Frage

Ich habe totale Angst davor zu einem Psychologen zu gehen! Ist das normal?

hallo ich habe einer guen freundin erzählt das ich suzidgedanken habe (nicht nur manchmal) und dann hat sie mir gesagt sie muss suizidale absichten melden und sie jetzt jemanden informieren muss. ich habe jetzt total angst das ich zu einem psychologen zu müssen. meine mutter weiß nichts davon das ist eine sache die nur meine freundin weiß (meine mutter erfährt es nur über meine leiche) ich habe auch höchstwarscheinlich depressionen aber das wurde noch nie ärztlich bewiesen weil ich deshalb noch nie bei einem arzt waar. ich habe jetzt (ich weis nicht wieso) total angst davor das mene freundin es einem psychologen erzählt (sehr wahrscheinlich) und ich zu einem psychologen muss. ich hasse es über meine probleme zu reden. ich laufe mit einem künstlichen lächeln durch die gegend damit niemand merkt wie schlecht es mir geht(und es geht mir echt schlecht) wieso habe ich so angst zu einem psychologen zu gehen?? bitte helft mir!!!!

danke im vorraus

...zur Frage

Mein Psychiater ist auch Psychotherapeut, aber spricht nicht mit mir?

Ich habe jetzt erst herausgefunden, dass mein Psychiater auch die Zusatzbezeichnung "Psychotherapeut" hat, also kann er auch mit seinen Patienten Gespräche führen. Bei mir macht er das aber nie, er verschreibt mir nur Medikamente. Eine Behandlung bzw. Sprechstunde bei ihm geht maximal 5 Minuten, dann bin ich schon wieder draußen. Muss ich ihn darauf hinweisen, dass ich auch Gespräche benötige und nicht nur eine medikamentöse Therapie?

...zur Frage

Angst vor Horrorfilmfiguren?

Hey Leute,
Ich habe vor einem halben Jahr ca. beschlossen keine Horrorfilme mehr zu gucken da ich höllische Angstzustände hatte. Aber ich habe diese immer noch. Immer wenn ich alleine und im Dunkel bin also auch Abends im Bett mach ich die Augen zu und stelle mir vor das diese Figuren neben mir liegen oder stehen. Ich habe Angst mich zu drehen. Augen auf zu machen oder gar 1 cm mein Bein unter der Decke vor zu schieben. Wenn ich Zuhause den dunklen Flur von meinen Zimmer zur Toilette gehe renne ich!
Ist das eine Krankhafte Angst? Soll ich zum Arzt/Psychologen?
Ich will einfach das das aufhört und ich endlich mal wieder ohne Angst einschlafen kann.

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?