Hilfe! Schlafstörungen und Angst?

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Das ist ganz sicher nur Psychisch bedingt. Unsere Psyche kann durch Angst die verschiedensten Symptome hervorrufen. Deine Atemnot kommt daher, dass du dich innerlich vor Angst verkrampfst und deshalb auch deine Atemwege verkrampfst. Dadurch wird die Angst wieder stärker und du verkrampfst dich noch mehr. Es gibt eine Übung, die akut dagegen hilft: Lege die Hand (oder noch besser beide Hände) unter der Brust im Herz/Lungenbereich auf den Körper. Drücke leicht dagegen und atme gezielt in deine Hände. Spüre dabei die Bewegung der Lunge unter den Händen und die Wärme, die sich ausbreitet. Konzentriere dich ganz stark auf den Atem unter deinen Händen. Lass ihn dahin fließen. Das kannst du zu jeder Zeit und überall machen und es hilft echt gut im Akutfall.  Und ja, die gefühlte Atemnot kann auch durchgehend mal stärker, mal schwächer sein. Ich hatte nach dem Schulabgang eine heftige Winterdepression und mir ging es ganz genauso. Ich dachte, es müsste mich innerlich zerreißen, so stark hat die Angst mich zusammengekrampft. Ich würde dir empfehlen, nicht zum Psychologen zu gehen (die haben im Studium meist nur Schubladendenken gelernt) sondern zu einem Heilpraktiker für Psychotherapie. Die Haben viel mehr ganzheitliche, alternative Therapieverfahren auf Lager. 

Ich kann dich voll und ganz verstehen. Ich weiß, wie sich das anfühlt, möchte dir aber sagen, dass du damit nicht alleine bist. Mir ging es auch einmal so. Man glaubt, es wird nie mehr gut, aber das stimmt nicht. Irgendwann wird es auch dir wieder besser gehen, du kannst es nur im Moment nicht fühlen und glauben. Ich habe es sogar fast alleine geschafft (mit nur drei Terminen beim Heilpraktiker). Das heißt aber nicht, dass es bei jedem so schnell gehen wird. Es kann auch ein harter Kampf mit vielen Rückfällen sein. Aber wenn du nicht aufgibst, wirst du gewinnen. Ich wünsche dir ganz viel positive Kräfte. 

Dann habe ich noch was anderes für dich:

Es ist sehr wichtig, dass du gerade aufgrund deiner Angst auf keinen Fall angstauslösende Situationen meidest. Wenn man nämlich eine Situation, vor der man Angst hat, meidet, wird die Angst immer schlimmer werden. Das was du wahrscheinlich hast, ist Angst vor der Angst. Das schaukelt sich dann auf. Falls du an einem bestimmten Ort eine Panikattacke hattest, hast du Angst, dass es wieder passiert und deshalb passiert es wieder an diesem Ort. Dies musst du dir als erstes bewusst machen, dann ist schon ein großer Schritt getan. Wenn man weiß, woher die Angst kommt, ist sie nicht mehr ganz so unkontrollierbar. 

Gegen die Angst an sich gibt es eine sehr einfache Übung, die unkontrollierbare Panik innerhalb von Sekunden stoppt. Diese muss man aber eine Zeit lang üben, um sie zu beherrschen. Es geht darum, seinen eigenen Körper bewusst wahrzunehmen. Setz dich als erste Übung einfach mal auf einen Stuhl und fühle, mit den Füßen beginnend, Stück für Stück, bis zum Kopf, mit welchen Körperteilen du eine Unterlage berührst. (Füße: Boden, Po: Stuhl, Rücken: Lehne (Welche Punkte genau?) Wiederhole diese erste Übung so lange, bis du anfängst ein richtiges Gefühl für deinen Körper zu bekommen. Beginne mit Einheiten von ca. fünf Minuten. 

Als nächstes, versuchst du, deinen Körper an sich wahrzunehmen. Beginne wieder mit den Füßen und gehe durch bis zum Kopf. Versuche die einzelnen Körperbereiche ganz genau wahrzunehmen. (Die Form des Körperteils, ist es entspannt/verkrampft, warm/kalt, wie fühlt es sich an?) Fühle die Körperteile von innen. Eine Hilfestellung kann sein, dass du dass jeweilige Körperteil mit deinen Gedanken dazu bringst, zu prickeln. Befasse dich ruhig eine gefühlte Minute oder noch viel länger mit einem Körperteil. Es kann ruhig lange dauern, sollte es auch. Wenn dass gelingt, wird sich das Körperteil mit der Zeit tiefen-entspannt und sehr schwer anfühlen. Mache diese Übung am besten im Liegen und ca. 10 Minuten pro Übungseinheit. Später können  es auch 20 Minuten werden. Wenn du irgendwann in der Lage bist, deinen gesamten Körper unabhängig von irgendeine Unterlage von innen heraus  zu spüren, also auch die Bereiche, die nichts berühren, kannst du dich während der Übung in einen sehr tiefen-entspannten, fast hypnotischen Zustand versetzen. Lasse dich dazu mit jedem langsamen,tiefen Ausatmen nach unten in die Unterlage sinken, während du deinen gesamten Körper wahrnimmst. Lasse dich Stück für Stück immer tiefer sinken. Wenn du einmal so weit gekommen bist, kannst du beginnen, deine Angst zu lokalisieren. Du wirst feststellen, dass es sich hiebei um eine Verkrampfung der Muskeln handelt, die sich wahrscheinlich (es könnte bei jedem anders sein) in deiner Brust unterhalb des Herzens befindet. Wenn du das geschafft hast, wirst du feststellen, dass das riesige, undefinierbare Monster der Angst nur eine heftige Verkrampfung in deiner Brust ist, die dir den Atem nimmt, dein Herz rasen lässt... Mit anderen Worten: Du hast das undefinierbare Monster Angst definierbar und fassbar gemacht. Jetzt kannst du damit beginnen,  dich im tiefenentspannten Zustand mit genau dieser Verkrampfung zu befassen und sie zu entspannen. Du kannst dir im tiefenentspannten Zustand auch genau die kommende Situation in allen Einzelheiten vorstellen und die Entspannung mit deinen Gedanken in die Situation übertragen. Das erfordert aber sehr viel Übung. 

Wenn du jetzt in eine Situation gerätst, in der die Panik beginnt, dich die Kontrolle verlieren zu lassen, konzentriere dich mit aller Kraft auf deinen Körper, wie beschrieben. Wenn du es erst einmal geübt hast, geht das sehr gut in Kurzformat in jeder beliebigen Situation, auch im Stehen/Gehen. Wenn du eine Panikattacke bekommst, verlierst du sozusagen die Kontrolle über deine Gefühle und deinen Körper. Wenn du dich jetzt mit aller Kraft auf deinen Körper konzentrierst, führst du dich sozusagen wieder zurück und erlangst diese Kontrolle wieder. Du kannst dann diese Panik wieder als Verkrampfung in deiner Brust lokalisieren und machst sie so wieder greifbar. Die Panik verliert ihren Schrecken, wird zu normaler Angst und du kannst die Verkrampfung aktiv entspannen. 

Wenn der Druck in der Brust zu groß wird und Gedanken nicht genug helfen, hilft es übrigens auch, beide Hände unauffällig gegen die verkrampfte Stelle zu drücken oder sich gegen eine Tischkante zu lehnen. Das mindert den Druck. 

Ich hoffe, ich konnte dir damit schon mal helfen. 

Viel Erfolg beim Üben!

Ich glaube dass deine Angst die Symptome erst auslöst und da du selbst sagst dass du massive Angst hast vor diesen Physischen Symptomen verstärkt es diese dadurch. Bist du noch in Behandlung, bei einem anderen Arzt? Psychologe,Heilpraktiker etc.? Nimmst du Medikamente? Antidepressiva? Wenn ja welche Dosis? 

Ich glaube dass das meiste bei dir durch die Psyche ausgelöst wird, da du ja ärztlich durchgecheckt wurdest und gesund bist. Es ist deine Psyche die das alles hervorruft... Du musst wirklich weiter Psychologisch betreut werden, ohne Hilfe wird sich das nicht legen.

Ich hatte die letzten Wochen zutun mit vielen Dingen, deswegen schreibe ich erst jetzt :) Also ich habe am 25ten einen Termin bei einem Ambulanten Therapeuten, sozusagen Probetermine, der 1 von 5.... Die Klinik hat so gut wie gar nicht geholfen, ich wurde durch einigen Umständen sehr früh entlassen (keine schlimmen Umstände, es ging um die Therapie Art) und habe somit direkt danach keine wirkliche Stütze für die kommende Zeit. Antidepressiva/Medikament nehme ich nicht, das wäre auch das letzte, was ich tun würde. Ich war aber am überlegen, mir Neurexan (pflanzlich) zu holen, allein zur Beruhigung. 

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