HILFE Pollen Was für ein Mittel nehmen

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo Salut2000, ich habe eine ähnliche Frage bzgl. der Möglichkeiten bei einer Pollenallergie bereits neulich einmal beantwortet. Dabei habe ich nicht nur die Akutmedikation sondern auch die Alternativen genannt. Ich poste es hier der Einfachheit halber einfach nochmal hin. Vielleicht hilft es Dir, etwas mehr über die Möglichkeiten zu erfahren.

Wenn die Pollenzeit beginnt, fängt es bei vielen Menschen auch wieder mit den allergischen Reaktionen an, insbesondere Fließschnupfen (klarer wässriger Schnupfen), Augenjucken und -tränen, sowie Anschwellen der Schleimhäute ("alles dicht"). Im Extremfall kann sich noch ein allergisches Asthma hinzu gesellen und erschwert die Atmung.

Schritt 1 in der Behandlung sind die lokalen Medikamente. Bei Nasen- und Augenbefall gibt es frei verkäuflich in der Apotheke eine Menge Kombiabpackungen, die sowohl Augentropfen als auch Nasenspray enthalten. Gängige Medikamente sind hier Livocab (Wirkstoff Levocabastin, 11 Euro - 17 Euro) oder Cromoglicinsäure (zahlreiche Hersteller, Kombipackungen 5 - 10 Euro, aber auch Dosieraerosole, Inhalativa oder Tablettenform)....

Wenn das nicht ausreicht, kann man sich sogenannte Antihistaminika kaufen (ebenfalls frei verkäuflich). Diese sollen der schwellenden Gewebereaktion durch das Histamin entgegenwirken. Ältester und bekanntester Vertreter ist dabei das Fenistil (Tbl, Trpf, aber auch Salben) oder die preisgünstigen Klassiker wie Cetirizin oder Loratadin. Einmal am Tag genommen, ist die abendliche Einnahme zu bevorzugen, da diese Antihistaminika oftmals müde machen. Erhältlich ab 1 Euro aufwärts. Die verfeinerte Variante ist das Desloratadin (Aerius) oder Levocetirizin (Xusal), aber auch noch moderne Medikamente, wie z.B. Rupatadin oder Ebastin (Ebastel). Hier gibt es z.Tl. Verschreibungspflicht. Aber der Vorteil ist, dass sie nicht mehr so müde machen sollen.

Wenn diese Antihistaminika nicht ausreichen, kommt in der Regel Cortison zum Einsatz. Dabei kann man zwischen oraler Einnahme (Tabletten) oder Spritzen (i.m., z.B. Triamcinolon wie in Volon A) wählen.

Langfristig hilfreich kann eine Desensibilisierung (Spritzenform, teilweise auch orale Möglichkeiten) in Angriff genommen werden. Dabei werden dem Körper die allergieauslösenden Substanzen in deutlich verdünnter Form "angeboten" und diese Konzentration gesteigert, um dem Körper eigene Abwehrmechanismen anzutrainieren. Das geschieht vorzugsweise in der allergenfreien Zeit,... genauso wie auch ein Allergietest nur in der allergenfreien Zeit sinnvoll ist, um die auslösenden Substanzen zu analysieren. Während der Allergie ist der Körper so sensibilisiert, dass auch Reaktionen bei eigentlich nicht die Allergie auslösenden Allergenen entstehen können....

Last but not least gibt es auch Ansätze in der alternativen Medizin. Aus unmittelbaren Erfahrungen weiß ich, dass eine Akupunkturbehandlung im Sinne der TCM (traditionell chinesischen Medizin), vorzugsweise in Kombination mit chinesischen Arzneikräutern sehr hilfreich und erfolgversprechend sein kann. Hier spricht man von einer Drittelverteilung. Bei einem Drittel der Patienten kann die Alllergie behoben werden, bei einem Drittel sieht man eine deutliche Verbesserung und (leider) bei einem Drittel auch keine Veränderung. Diese Behandlung wird auch vorzugsweise in der allergiefreien Zeit durchgeführt. Auf jeden Fall sollte man sich hierzu nur an ausgezeichnete Ärzte wenden. Das bedarf einiger Recherchen. Nicht jede Nadelbehandlung hilft...

Du musst Dir also diese Möglichkeiten alle mal vor Augen halten und insbesondere die langfristigen Therapien, wie Desensiblisierung oder Akupunktur langfristig planen und einstielen.

Viel Erfolg und liebe Grüße, eosine !

DANKE!!! eosine! Ich selber habe mich seit 6 Jahren Desensibilisieren lasen. Und Cortison in Spritzenform ist glaube ich erst ab 18Jahren aber danke ich werde es einfach mal ausprobieren. Gruß Salut!!

1
@Salut2000

Hallo nochmal ! Erstmal finde ich es klasse, dass Du jedem Ratgeber ein Feedback gibst. Das ist nicht selbstverständlich und ich finde das immer toll !!! Dafür DH (wenn es ginge)... werde also Deine Frage (und die Ernsthaftigkeit) mit einem DH "belohnen" :) :)

Dass die Desensiblisierung bei Dir nicht funktionert hat, tut mr leid. Aber man kann die Erfolge dieser Behandlungen im allgemeinen "dritteln". Bei einem Drittel erreicht man eine hundertprozentige Wiederherstellung, bei einem Drittel tut sich nur eine Verbesserung auf und bei dem letzten Drittel fehlen die Erfolge gänzlich.

Ich kann dir aber die Akupunktur plus chinesische Arzneikräuter wirklich empfehlen. Eigentlich bin ich im großen und ganzen ein Verfechter der Schulmedizin und stand anfangs sehr skeptisch diesen Möglichkeiten gegenüber.

Mein Lehrherr und erster Arbeitgeber war ein Landarzt, der eine enorme Leidenschaft für die TCM (traditionell chinesische Medizin) hatte. Diese erlernte er bei einer kleinen, sehr wissenschaftlich orientierten Ausbildungsstätte. Dazu Erfahrungen in Fernost. "Bla, bla, bla" :) ... Ich will jetzt nicht irgendwie ausschweifen. Fakt ist, nach Erstellen einer Diagnose im chinesischen Ursprung (Pulsdiagnostik, Zungendiagnostik, Anamnese usw.), behandelte er die Patienten auch streng "chinesisch". Mit den sogenannten Tees (chiniesische Arzneikräuter und -substanzen, wie ein Tee zubereitet, individuell zusammengestellt) "bahnte" er die Empfänglichkeit und dann kam die Nadelbehandlung. Die Erfolge waren durchaus signifikant und beeindruckend. Mein Mann hat es 1998 als starker Pollenallergiker "ausprobiert" und ist bis heute allergiefrei geblieben. Das kann man auch als Außenstehender nicht weg diskutieren.... Ebenso funktioniert es für Migräne u.ä. Allerdings muss man hier wirklich nach einem geeigneten Arzt suchen.... UND 100 % gibt es natürlich auch hier nicht. Auch hier bleibt es bei einer "Drittelverteilung", aber damit auch bei einer über 60%igen Chance, dass sich etwas tut.

LG eosine!

1
@eosine

Danke für den Tipp!! Aber erst mal werde ich wohl mit Nasenspray + Augentropfen versuchen möglichst schmerzfrei durch die Zeit zu kommen. Wenn sich die Lage noch verschlimmert bzw. neue Allergien dazu kommen werde ich diesen Tipp in Betracht ziehen. :) Vllt kann sich ja auch jmd. anderes damit helfen. LG Salut2000

0

Ich nehme immer Cetirizin oder so. Das ist allgemein für Allergien, aber besonders bei Pollen. Mir hilft es total, bin auch gegen Birke&Hasel allergisch.

VIELEN DANK!!! Ich werde es probieren! :) Gruß Salut

0

Meine Mutter hatte grazaks ( weis nicht ob das so geschrieben wird) genommen. Das sind so kleine Präparate die die Allergie nach und nach bekämpfen. Meine Mutter hatte früher auch starken Heuschnupfen und jetzt gar nichts mehr.

DANKE!!! Ich habe mir das angeguckt aber wenn ich mich nicht verlesen habe hilft das gegen Gräser-Pollen und ich habe Baum-Pollen. Trotzdem Danke schön! Gruß Salut

0

DANKE!!! Ich habe mir das angeguckt aber wenn ich mich nicht verlesen habe hilft das gegen Gräser-Pollen und ich habe Baum-Pollen. Trotzdem Danke schön! Gruß Salut

0

Empfehlung Anti-Schimmel-Mittel?

Hallo! Wir haben im Bad Schimmel an einer Wand und suchen gerade ein gutes Mittel gegen oberflächlichen Pilzbefall. Kennt jemand ein besonders gutes Mittel oder kann man da eigentlich jedes Mittel nehmen?

...zur Frage

Mittel gegen lästige gelbe Pollen auf dem Auto!

Ich bin letzte Woche zufällig auf ein gutes Mittel gegen diese gelben Pollen gefunden^^.. Man kennt das ja, man fährt zur Waschstraße und am nächsten Tag ist der Wagen wieder voll davon.

Ich habe letzte Woche irgenteinen Spezialreiniger (War nicht für Autos gedacht), ausversehen auf der Motorhaube verschüttet, nachdem ich den Wagen geputzt habe. Am nächstem Tag, war wieder alles voll mit dem gelben Staub. Ich bin dann in die Stadt gefahren und habe gesehen das an der kleinen Stelle wo ich das Zeug verschüttet habe, die Pollen garnicht am Lack gehaftet haben sondern vom Fahrtwind weggeflogen sind. Das habe ich dann am ganzen Auto ausprobiert und nach einer kleinen Runde ist wirklich nichts mehr von dem Staub zu sehen.

Jetzt zu meiner Frage. Kann man sowas Vermarkten und vielleicht sogar Patentieren lassen auch wenn ich das Zeug garnicht Produziert habe? Hat jemand Ideen?

...zur Frage

Honig essen bei einer Pollenallergie?

Hallo zusammen,

immer wieder höre ich, wie manche Allergiker durch das Verzehren von Honig ihre Allergiesymptome lindern konnten. Hat hier jemand ähnliche Erfahrungen? Bei mir sind es sehr starke Allergien, vor allem gegen Frühblüher.

Gibt es da bestimmte Honigarten die man zu sich nehmen sollte, oder ist das nicht relevant? Bei mir könnten es (meiner Meinung nach) Frühlingsblüten- oder Sommerblütenhonig sein.

Vor allem bin ich allergisch gegen: Hasel, Birke, Erle.

Danke und LG

...zur Frage

Bestes homöopathisches Mittel bei Konzentrationsproblemen trotz Epilepsie?

Hallo,

kennt jemand ein gutes Mittel zur Konzentrationsförderung, was man bei Epilepsie nehmen darf? Ich nehme Lamotrigin und Sertralin ein und weiß, dass man nicht jedes beliebige Medikament mit diesen beiden Tabletten nehmen darf.

...zur Frage

Warum können Bienen den Pollen von Hasel, Erle, Kiefer oder GetreidePflanzen nicht auf andere Pflanzen übertragen ?

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?