Hilfe mutter krebs kann nicht arbeiten und ich bald zeit arbeit , wird Mir geld abgezogen?

... komplette Frage anzeigen

4 Antworten

Wenn du mit deiner Schule fertig bist und dich bei der Agentur für Arbeit Ausbildung suchend meldest hat deine Mutter auch ab deinem 18 Lebensjahr Anspruch auf Kindergeld,auch wenn du arbeiten gehst !

Du müsstest dich auch nicht melden und sammelst deine Bewerbungen / Absagen und legst ( schicken in Kopie ) diese der Familienkasse der Agentur für Arbeit vor.

Dann wird es aber ggf.passieren das dann dein volles Kindergeld auf den Bedarf deiner Mutter angerechnet wird wenn du es zur eigenen Bedarfsdeckung nicht oder nur noch teilweise benötigen würdest.

Deine Mutter würde in diesem Fall dann sogar 30 € mehr zur Verfügung haben,wenn sie nicht schon Freibeträge auf Einkommen geltend macht,dass würden dann ihre 30 € Versicherungspauschale auf sonstiges Einkommen sein,diese stehen einem dann ab 18 zu.

Zunächst muss dein Bedarf ermittelt werden der dir  bei deiner Mutter in der Wohnung zusteht,dass würden dann ab 18 Jahren derzeit min. dein Regelsatz von 324 € sein + dein Kopfanteil der KDU - Kosten der Unterkunft und Heizung ( Warmmiete ),bei zwei Personen also dann jeweils 50 %.

Angenommen die KDU - beträgt 540 €,dein Kopfanteil läge dann bei 270 € + 324 € Regelsatz = min. 594 € Bedarf.

Würdest du jetzt 1200 € Brutto verdienen und 1000 € Netto bekommen hättest du auf dein Brutto zunächst 100 € Grundfreibetrag,von 100 € - 1000 € Brutto  20 % und von 1000 € - 1200 € Brutto noch mal 10 % Freibetrag,dass sind dann deine Freibeträge auf Erwerbseinkommen nach § 11 b SGB - ll.

Diese Freibeträge werden dann addiert,theoretisch von deinem Netto abgezogen und ergeben dann dein anrechenbares Einkommen,dass wird dann auf deinen oben genannten Bedarf angerechnet und dementsprechend gekürzt.

Kannst du deinen Bedarf aus diesem anrechenbaren Einkommen selber decken bist du aus der BG - ( Bedarfsgemeinschaft ) deiner Mutter raus und musst deinen Bedarf dann selber decken,also zumindest erst mal deine 50 % Warmmiete an deine Mutter zahlen und 50 % vom Abschlag für den Haushaltsstrom.

Dazu käme dann evtl.noch etwas für Telefon / Internet / Wäsche usw. und Kostgeld für deine Verpflegung,dass kannst du aber auch selber machen und der Rest deines Einkommens ist dann deine.

Bei 1200 € Brutto hättest du also 300 € an Freibetrag,abzüglich von 1000 € Netto blieben hier 700 € anrechenbares Einkommen übrig,du würdest dann also aus der BG - raus sein.

Du hättest dann also deine 1000 € Netto,davon müsstest du dann angenommen diese 270 € für deinen Kopfanteil der KDU - an deine Mutter zahlen und evtl. 80 € für die anderen genannten Dinge.

Würdest dann also angenommen noch 650 € haben und davon gibst du deiner Mutter dann noch Kostgeld für die Verpflegung oder machst das dann selber.

In deinen 100 € Grundfreibetrag sind auch diese 30 € Versicherungspauschale enthalten,dazu kämen dann noch 15,33 € pauschal für Werbungskosten,gesamt also 45,33 € es blieben dann noch 54,67 € übrig,wenn du nicht noch Beiträge für eigene Altersvorsorge usw.geltend machen könntest.

Mal angenommen das wäre nicht der Fall und du hättest noch diese 54,67 € pro Monat zur Verfügung,würdest aber für deine Monatskarte 154,67 € zahlen müssen,dann kannst du den übersteigenden Betrag von 100 € separat als Sonderbedarf geltend machen,dass könntest du machen wenn dein monatliches Bruttoeinkommen 400 € übersteigt.

Wenn du noch Kindergeld bekommen würdest ändert das ganze nichts,nur zieht man deiner Mutter dann angenommen 160 € von ihren Leistungen ab,dafür hat sie aber dann 190 € Kindergeld und ggf.30 € mehr.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Also heißt dass wenn ich 1000 als Beispiel pro Monat bekomm dann bekomm ich 100 Euro und 20% von denn restlichen 900?

Mein Tochter wurde 18 und hat eine Ausbildung angefangen in der sie im ersten Lehrjahr 761 € netto verdiente.

Die Leistungen für die Tochter wurden der Mutter komplett gestrichen sowie die Hälfte der Miete.

Die Mutter bekam bzw. bekommt noch das Kindergeld abzüglich ca. 30 €.

Meine Tochter bekam dann noch 46 € Wohngeld. ( Was dann bei 1000 € wohl dann bei Dir nicht in Frage kommt).

MfG

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von isomatte
15.05.2016, 05:42

Die Mutter bekommt das ganze Kindergeld,nur wird ihr davon evtl.theoretisch die 30 € Versicherungspauschale abgezogen,demnach wird ihr das Kindergeld dann nur mit derzeit 160 € und nicht 190 € auf ihren Bedarf angerechnet !

Sie hat dann 30 € mehr als vorher,die 30 € stehen ihr auf das Kindergeld aber nur solange zu,wie sie kein anderes Einkommen erzielt,dann hätte sie Freibeträge auf Erwerbseinkommen nach § 11 b SGB - ll und dann fallen diese 30 € weg,denn im Grundfreibetrag von 100 € auf Erwerbseinkommen sind diese 30 € dann schon enthalten.

1

Deine Mutter erhält auch für dich Geld. Ebenfalls die halbe Miete wird dir zugerechnet.

Wenn du arbeiten gehst, hast du einen Freibetrag von 100 € plus 20 % vom Mehrverdienst.

Erst wenn du mehr verdienst, als diesen "Anteil" den deine Mutter für dich bekommt, kannst du aus der Bedarfsgemeinschaft ausscheiden.

Dann musst du diesen Anteil eben direkt an deine Mutter zahlen.

Dass du nicht kostenlos bei deiner Mutter leben kannst, dürfte dir ja klar sein.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Nikefreeeeee
11.05.2016, 14:14

Also heißt dass wenn ich 1000 als Beispiel pro Monat bekomm dann bekomm ich 100 Euro und 20% von denn restlichen 900? 

1

Hallo, erst einmal fällt für dich mit Vollendung des 18. Lebensjahrs und ohne schulische/praktische Ausbildung das Kindergeld weg. Das kannst du erst wieder bekommen, wenn du in die Schule gehst oder eine Ausbildung machst. 

Inwiefern der Staat Geld kürzt, kann ich nicht genau sagen, allerdings wirst du Steuern zahlen und denke bitte auch daran, dich noch bei einer Krankenkasse zu versichern, da du nicht mehr familienversichert bist, sobald du nicht mehr in der Schule bist.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?