Hilfe muss er wirklich diesen Auslandeinsatz mit machen?

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4 Antworten

Ich verstehe ehrlich gesagt die Vorstellungen vieler Leute vom Soldatenberuf nicht. Auch wenn Uschi Kindertagesstätten in die Kasernen holt und pinke Regenrinnen an dIe Schleppdächer nagelt, so gilt doch unverändert eins:

Eine Armee funktioniert nach dem System Befehl und Gehorsam.

Dein Freund hat einen Eid geschworen, in dem er sich zum treuen Dienen verpflichtet. Heißt: Er hat (rechtmäßig erhaltene) Befehle zu befolgen, dafür ist er da. Und wenn ein solcher Einsatzbefehl kommt, dann muss er eben gehen. Das ist nun einmal das Berufsrisiko für einen Soldaten, Haus und schwangere Freundin hin oder her. Soldat ist kein Beruf wie jeder andere, da muss ich persönliche Wünsche leider auch einmal hintanstellen.

Mag schon sein, dass nach dem Afghanistaneinsatz seiner Einheit eine gewisse Einsatzpause zugesprochen wurde, aber Situationen ändern sich nun einmal. Man kann ja auch im Verteidigungsfall schlecht sagen: "Ups, sorry, die XXX stehen vor Berlin, aber meine Soldaten aus dem YYY-Bataillon kann ich da jetzt nicht hinschicken, die sind ja gerade erst aus dem Einsatz gekommen."

Sollte er einen solchen Einsatzbefehl verweigern, muss er eben mit entsprechenden dienstrechtlichen Konsequenzen (z.B. auch der Entlassung) rechnen.

Grundsätzlich kann er aber natürlich versuchen, z.B. über seinen KpFw ("Spieß") etwas zu erreichen - ein Dienstvorgesetzter wird auch wenig Interesse an einem unmotivierten, evtl. sogar völlig abgelenkten Soldaten im Einsatz haben. Auf so eine Ausnahme hat er aber kein Anrecht, das wäre reine Kulanz.

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Wenn ihm befohlen wird zu gehen, muss er gehen. Im Auslandseinsatz sind nicht nur unverheiratete Männer und Frauen. Aber er würde dann ja höchstwahrscheinlich als Ausbilder im Irak für die Kurden eingesetzt werden. Der Einsatz in Syrien erhöht sein Risiko, dahin zu gehen, also nicht. Denn Bodentruppen gegen den IS schickt der Westen nicht.

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Muss er da dann mit?

Er kann sich natürlich auch weigern, man nimmt niemanden gegen seinen Willen mit, aber seine Karriere kann er dann auf Eis legen. 

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ja, warum auch nicht. Er ist wahrscheinlich Beamter (auf Zeit) und damit ist die Führung der Bundeswehr weisungsbefugt . Das Haus baut er ja nicht, sondern eher eine Baufirma. Und das seine Freundin schwanger ist, interessiert die Bundeswehr reichlich wenig. Denn hätte er nicht zum Bund gehen dürfen.wenn er sich jetzt vor einem Einsatz drücken will.  

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Kommentar von yames
30.11.2015, 20:13

Aber er war schon mal in Afghanistan und er sagte mir dass es so eine Regelung gibt dass er laut Vertrag sofern es sowas bei der (Bundeswehr gibt) kein Auslandeinsatz mehr folgen müsste zumindest rein theoredisch

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Kommentar von Apfelkind1986
01.12.2015, 15:45

Er ist Soldat auf Zeit oder Berufsoldat und damit ist die Führung der Bundeswehr ihm gegenüber befehlsbefugt!

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