Hilfe mit meiner 6 Jahre alten Reitbeteiligung...?

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4 Antworten

Eine Antwort darauf zu geben ist schwierig und auf die Schnelle auch fast unmöglich.

Ich kenne deine Reitkenntnisse nicht und weiß auch nicht, wie sicher du im Umgang mit Pferden im Allgemeinen bist, ganz besonders mit diesem Pferd.

Fakt ist: Dieser Hafi hat keine Erziehung, ist rüpelig, unsicher und hat gelernt, SEIN Wort gilt.

Ihm vom Gegenteil zu überzeugen, ist nicht so ganz einfach.

Du musst erreichen, dass du für ihn viel interessanter bist, als seine Umwelt. Wenn DU da bist, zählst nur du.

Dein Pferd hat gelernt, dass es durch sein Verhalten beim Menschen entsprechende Reaktionen auslöst. Wenn er so rumzickt, dann zicken die Menschen zurück. Das macht das Pferd noch unsicherer, es wird noch mehr zicken...

O.k., wie kannst du vorgehen? Ich würde den ganz sicher nicht reiten, sondern die Verhältnisse erst einmal am Boden klären. Wenn du bei diesem Pferd bleiben willst, MUSST du in Horsemanship-Unterricht investieren. Anders hast du keine Chance.

Dein Pferd wird sich schlagartig ändern. Von jetzt auf gleich.

Kratz all dein Kleingeld zusammen und gehe auf einen Wochenend-Horsemanship-Kurs. Mache das als Zuschauer, dort wirst du einmal einen Einblick bekommen, wie das mit dem Horsemanship überhaupt funktioniert.

Du musst lernen, mit dem Pferd pferdisch zu sprechen - entsprechend zu reagieren - und das alles ohne Emotionen. Ist nicht immer einfach!

Höre zunächst auf, das Pferd zu longieren. Klappt ja eh nicht und bestärkt es nur in seiner Meinung, eh der Stärkere zu sein.

Mache mit ihm Sachen, die dein Pferd gerne macht. Z.B.:

Stelle dir vor deiner Einheit ein paar Eimer auf den Reitplatz und lege ein paar  Möhrenscheiben rein. Die Eimer stellst du in die Ecken des Platzes und vielleicht noch in die Mitte. Wenn du dein Pferd führst, gehe gezielt zu einem Eimer und lass es kurz fressen.

Dein Pferd lernt, es macht einen Sinn, von A nach B zu gehen, dort gibt es ein Leckerli. Bald wird dein Pferd die Eimer auf dem Platz suchen und schnell dort hin wollen. Wenn dein Pferd das geschnallt hat, legst nur noch in jeden zweiten Eimer einer Belohnung rein. Schließlich willst du ja, dass das Pferd mit DIR mitkommt. Wenn du das eine Weile machst, wird dein Pferd sich schon freuen mitzukommen, weil es sich für das Pferd lohnt.

Übe mit deinem Pferd Seitengänge an der Hand. Lobe viel!!! Alles, was dein Pferd macht, was du nicht willst, ignoriere es. Bestrafe es nicht, kommentiere es nicht. Bleib stur bei dem, was du von dem Pferd haben willst. Ohne Emotionen, einfach nur konsequent und liebevoll beharrlich.

Ganz allmählich werded ihr eine Kommunikation aufbauen. Dein Pferd wird lernen, dass es sich wohl wehren kann, dass es aber nichts bringt, weil du einfach beharrlicher bist.

Da ich keine Ahnung habe, ob du schon jemals ein Pferd an der Hand gearbeitet hast, ihm Seitengänge gezeigt hast usw., ob du weißt, wie du die Gerte halten musst, ist es schwierig, dir hier Anweisungen zu geben.

Ich wiederhole deshalb meinen Rat, einen Horsemanshiptrainer zu holen. Verzichte stattdessen auf den Reitunterricht. Es muss ein erfahrener Trainer sein, der DIR beibringt, mit dem Pferd so umzugehen, dass es dich versteht und respektiert.

www.parelli-instruktoren.com ist eine Seite, da findest du TRainer in deiner Nähe.

Ich schwöre dir, dass es nur wenige Stunden braucht, bis sich dein Pferd total verändert hat - wenn du dich darauf einlassen kannst und lernst.

So, wie du die Situation jetzt schilderst, ist sie für beide von euch gefährlich. Ich würde ihn nicht vom Stall im Gelände führen und auch solange nicht longieren, wie er dich komplett ignoriert.

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Dir bleibt eigentlich nur eines, mit dem Besitzer reden. Den Tipp von meinem Vorgänger kann ich nur bestätigen. Allerdings ist das sache des Besitzers. Ein guter Trainer kostet Geld. Das man als Reitbeteiligung nicht in die Hand nehmen sollte. Das Pferd sollte unbedingt in Erfahrene Hände und das nicht nur ein paar Tage sondern Wochen bis Monate. Das verhalten des Pferdes ist sehr gefährlich und Respekt los. Dir hier i welche Tipps zu geben fahrlässig. Wenn du i welche Spielchen im Roundpen machst und das Pferd dich am Kopf trifft, ist der Spaß vorbei. Rede mit dem Besitzer, versuch ihn zu überreden. Mehr kannst du nicht machen.

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Versuch's erstmal mit den fünf Zonen. Da gibt's ein Video von Parelli auf youtube wie er das erklärt :) ist ganz einfach und hilft beim Vertrauen

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Kommentar von Tangstedt
13.11.2015, 21:50

Mit den fünf Zonen??? Du meinst die 7 Spiele!

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Kommentar von someone2001
14.11.2015, 09:51

Nein, ich meine die fünf Zonen

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Ich empfehle dir Horsemanship zum beziehungsaufbau und Muskelaufbau. Such dir nen guten Trainer der dir hilft. 

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Kommentar von Boxerfrau
13.11.2015, 14:55

wie soll sie den mit 17 jahren bezahlen und selbst wenn sie das könnte, es ist nicht ihr Pferd. Wenn dem Besitzer einfällt das er das Pferd nich mehr will, hat sie en haufen Geld in ein Pferd gesteckt und jemand anderes freut sich darüber.

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