Hilfe, meine Mutter hat Brustkrebs?

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10 Antworten

Lass sie erst mal. Auch wenn's schwer fällt.

Je mehr du redest, desto mehr wird sie auf ihrem Standpunkt beharren und sich verbitten, dass du ihr vorschreibst, was sie essen soll.

Irgendwann hat sie die Süßigkeiten über.

Gehe mit ihr öfter mal essen oder bringe eigenes Essen (Sandwich, Salat) mit, wenn du mit ihr zusammen bist. DU isst dann immer etwas Gesundes mit viel frischem Gemüse. Kommentiere das nicht in Richtung "schau mal, so solltest du dich ernähren", aber du darfst natürlich gerne von dem Essen schwärmen und erzählen, was wie lecker schmeckt. Sage aber nichts Abwertendes über Süßigkeiten.

Wenn du Glück hast, bekommt sie dann Appetit und isst auch wieder mehr Gemüse. Dann wird sie nach und nach weniger Appetit auf Süßes haben.

Ich habe jemanden im Bekanntenkreis, der auch aktuell eine Chemo macht, und sein Essverhalten hat sich ständig teilweise massiv geändert. Von nur Kuchen und Sahne zu Marmeladenbroten und Obst (beides nicht so toll) hin zu fertigen Gemüse-Reis-Pfannen aus dem Supermarkt, vielen Fleischplatten im Restaurant, wieder Kuchen und Eis (Eis bekam ihm aber gar nicht, das ließ er schnell wieder sein) und inzwischen sind wir bei Fisch und Salatplatten angelangt. Ohne dass jemand sich eingemischt hat und das Ganze vom letzten Dezember bis heute.

Er soll auch keinen Zucker essen und hat dann Erdbeeren ohne Zucker gegessen und erkannt, dass sie ihm so gar nicht mehr schmecken und er sie nicht mehr isst.

Also würde ich abwarten und gesunde Entscheidungen unterstützen, indem du sie z.B. zu Gerichten einlädst, die sie aktuell gerne isst und die gesünder sind. Oder selbst mal etwas mitbringst/ für sie kochst (wenn sie das gegessen hat, passt weniger Süßes rein).

Am einfachsten geht das mit Gemüsesmoothies vor dem Essen. Man isst schon mal etwas satt und möchte vielleicht nicht gerade Schokolade danach.

Bei meinem Bekannten gab es ein paar wirklich kuriose Vorlieben (er hatte allerdings eine Whipple-OP, bei der also der Darm quasi verkürzt und die Hälfte der Bauchspeicheldrüse entfernt wurde, was die Essensauswahl auch stark einschränkt). Z.B. wurde ihm zu Hause vom Gedanken an Brot übel, im Restaurant aß er aber das halbe Baguette.ü

Wenn du gerne kochst oder backst, versuche mal, Alternativen mitzunehmen, ohne die groß zu kommentieren. Also statt Zuckerschnecken herzhafte Schnecken mit Hackfleisch, Schafskäse, Tomaten oder Oliven.

Statt Schokoriegeln herzhafte Müsliriegel oder Sandwiches. oder Dips mit Tortillachips oder Brot.

Wenn der Winter kommt, kannst du ggf. mal besonderen Kaffee oder Tee mitbringen und "zeremoniell" mit ihr trinken und dazu statt Kuchen mal kleine Sandwiches oder heiße, herzhafte Brötchen, s. oben, etc. servieren. Bzw. anregen, sich zu so einer Mahlzeit gemeinsam zu treffen, ohne das Thema Zucker anzuschneiden.

Chemopatienten entwickeln solche "Vorlieben" auf bestimmte Lebensmittel nicht aus Trotz oder Unvernunft!

Der Körper versucht einigermaßen mit dem ganzen Chemiezeug fertig zu werden und entwickelt hierbei ein kurioses ""Eigenleben" was die Ernährung angeht!

Außerdem ist man froh um jeden Bissen, den man behält und nicht wieder im Schwall herko**t!

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@kugel

Aus Trotz sicher nicht, aber hat man sich an eine Ernährungsweise gewöhnt, hat man erst mal keinen Appetit mehr auf anderes. Isst man dazwischen etwas anderes, ändert sich das oft wieder. Bei Zucker hätte ich halt auch Sorge, dass wieder Metastasenwachstum anregt wird. Uns wurde jedenfalls gesagt, dass die Lust auf Zucker quasi durch die Metastasen kommt, deren Wachstum damit also besonders angeregt würde.

Ich denke auch nicht, dass es sinnvoll ist, sich groß einzumischen, aber man kann versuchen, durch gemeinsames Essen etc. den Patienten etwas von dem ganz Ungesunden wegzubekommen. Ich würde hier auch klar unterscheiden zwischen gesunden Menschen und kranken Menschen. Kranke Menschen schaden sich evtl. durch schlechte Ernährung mehr als gesunde.  Gerade als Angehöriger hat man halt auch große Sorge, dass eine schlechte Ernährung den Heilungsprozess negativ beeinflussen könnte. Man ist also nicht ganz Außenstehender, besonders, wenn einem der Patient, wie hier die Mutter, halt sehr am Herzen liegt.

Grundsätzlich denke ich aus eigener Erfahrung, dass es schwer ist, aus einer Ernährungsschiene rauszukommen, wenn man nicht etwas anderes probiert. Trinkt man z.B. nur Limonaden, schmeckt Wasser gar nicht (gleiches gilt für Bier oder Kaffee als ausschließliches Getränkt). Alle drei Versionen habe ich im Bekanntenkreis erlebt, und in einem Fall war das Limonadetrinekn (bis zu 4 L am Tag, Wasser oder Tee waren auch bei Krankheit "bäh!") ein größerer Faktor bei einer Krankheit, die schließlich zum Tod führte. Außerdem eben ein Teufelskreis, da Durst mit Zuckerhaltigem gelöscht wurde, was wieder zu mehr Durst nach Zuckerhaltigem führte und damit zu bis zu 4 L Zuckerwasser am Tag.

In einem anderen Fall trank jemand fast nur Kaffee und Alkohol, also fast keine Säfte und nie Wasser über Jahrzehnte. Der hat dann aus verschiedenen Gründen den Alkohol nahc und nach stark reduziert und trinkt heute ca. die Hälfte seiner Flüssigkeitsaufnahme in Form von Wasser - und mag nur noch selten Alkohol. Ohne eine "erzwungene" Unterbrechung durch Lebensumstände und den Willen, weniger zu trinken, würde er Wasser immer noch nicht wirklich als Getränkt ansehen, jedenfalls nicht für ihn (für ihn war Bier = Wasser).

Also denke ich, dass es legitim ist, zu versuchen, zwischenzeitlich mal etwas anderes aufzunehmen um den Heißhunger auf Süßes etwas zu bremsen, aber OHNE moralischen Zeigefinger, Streit, Verbote, Vorgaben usw. (Stress ist auch für den Krankheitsverlauf nicht gut).

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Meine Frau hatte 2015 auch Brustkrebs. Meine Frau hat auch alles Gegessen was ihr geschmeckt hat. Das einzige was Sie auf  Empfehlung der Ärztin (Onkologie) zu vermeiden hatte waren Grapefruit oder Lebensmittel die Grapefruit enthalten. Hör auf deine mutter Zurecht zuweisen , sie hat es im Moment schwer genug. Eine Längere Chemo haut einen richtig weg, so wird sie Phasen haben wo Sie fast nix Essen kann weil alles Wund ist im Mund. Ich wünsche dir und vor allem deiner Mutter alles gute und Kraft in den nächsten Monaten. Mfg. rotweinfan67

Der Arzt hat Recht! Denn während der Chemophase ist essen echt schwer. Alles tut weh, ständig wird einen übel! Das was der Arzt sagt, sagt jeder Arzt: Hauptsache erstmal essen! Gesund kann man später wieder! Also: misch dich da nicht ein!

Normal durch die Chemotherapie,  wird sie sowieso bald Nebenwirkungen zu spüren bekommen und dann regelt sich alles von alleine.

Spiel nicht den Moralapostel,  sondern wünsche ihr lieber das Beste und dass sie es schafft den Krebs zu besiegen.

Du solltest hinter ihr stehen und ne stütze sein und sie nicht belasten.  Auch wenn du es vermutlich nur gut meinst.  Aber das Gegenteil davon ist Gut gemeint. 

Lass deine Mutter einfach jetzt die süßen Sachen essen. Sei für sie da und lache mit ihr, und gebe ihr eine angenehme Zeit solange sie mit dem Brustkrebs rummacht, sie hat jetzt andere Sorgen als von ihrem Kind zurecht gewiesen zu werden. Meine Mutter hatte Lungenkrebs und für mich gab es nichts schöneres als sie lachen zu sehen und dafür habe ich alles gegeben. Auch ich wünsche euch viel Kraft und drücke die Daumen das alles so schnell wie es geht schafft


Im Grunde hat der Arzt Recht!

Eine Chemo ist unglaublich belastend und es ist im Moment egal, wie sie sich ernährt! Hauptsache sie isst und behält es auch!

Außerdem entwickelt sich während der Chemo ein anderes Geschmacksempfinden! Süßes ging bei mir zb gar nicht - aber alles salzige bzw saure! 

Ich habe aber auch viele Frauen erlebt, die für Zucker gemordet hätten.

Im Moment hat deine Mutter ganz andere Sorgen als "gesund" zu essen. Die Chemo ist (war für mich) der wirklich schlimmste Teil der Therapie! Da geht's nur darum, dass man diese 18 Wochen übersteht - egal WIE!

Deine Mutter braucht Unterstützung - keinen Klugschei***er!  

Alles ist aus den Fugen. Hilf ihr, wo sie Hilfe braucht, aber lass sie, wenn sie etwas tut oder tun will! 

Das mit den süßen Lebensmitteln gibt sich von alleine ;-) sobald sie den Geschmack einer verwesenden Maus aus dem Mund hat, mag sie auch wieder "normale" Lebensmittel!

Alles Liebe und gute für dich aber vor allem deine Mutter!

Ich wünsch dir von ganzem herzen alles erdenklich gute , vor allem ! Gesundheit! , komm wieder auf die Füße 🍀

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@ingwer16

@ingwer16

Dankeschön! Ich bin schon wieder "auf den Füßen"...

Hatte 2010 BK.  Alles wieder gut und fit! 

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Das freut mich 🤗weiter so !
Meine beste Freundin hat nen Tumor den es deutschlandweit nur 4 mal in dieser Form gibt . 🤢
Vielleicht guckst du meine Fragen diesbezüglich an , vielleicht hast du in deiner Klinik mal von Chordom / chemoresistent zufällig gehört ? Selbst Heidelberg weis nicht mehr weiter ... wir sind dankbar um jede Idee , kämpfen grad darum das ich das Sorgerecht für ihren Sohn bekomm wenn sie stirbt . Dem Vater ist sein Sohn egal

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Lass das bitte , lass deine Mutter das Essen / tun wonach ihr grad ist .
Definier " gesund "!
Auf was sitzt du grad ? Einem Stuhl dessen Kissen gefärbt ist ...
welche Art Brustkrebs ?

Methadon, Bewegung und eine gesunde Ernährung statt Zucker und Chemo

immer diese sch*** Ärzte

... immer diese klugscheisser die solche Antworten geben 🤢🤛🏻

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Methadon verträgt nicht jeder , Bewegung kann nicht jeder , gesunde Ernährung verbietet oft genug Verzweiflung , Schmerzen uswuswusw

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@ingwer16

Bewegung kann (wenn man noch nicht ganz ausgesaugt ist) jeder machen. Naja wenn man aber nur Süßkram in sich rein isst wird es aber nicht einfacher. man muss kämpfen...man kann den Krebs besiegen. ich drücke ihr die Daumen 

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@onyva

@Onyva

Du hast echt keine Ahnung von Nix! 

Methadon war/ist im Gespräch bei Lungenkrebs!

Gesunde Ernährung während Chemo? Isst du Mal "normal" wenn du einen Geschmack im Mund hast, wie wenn du 24/7 an ner toten Maus herumlutschst! Die eine könnte während der Chemo eine Essigflasche austrinken, die andere ist gierig aus Salz und wieder andere gieren nach Zucker!

Achja Bewegung... Die erste Woche nach einer Chemo bist du froh, wenn du den Weg vom Bett ins Bad schaffst und dann erst mL vor Erschöpfung 10 Minuten am Badewannenrand zu sitzen!

Du hast keine Ahnung, was eine Chemo mit dem Körper macht!

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Nein so ist das nicht .
... man muss kämpfen ... dazu ist oft nicht die mentale und auch körperliche Kraft .
... nur Süsskram in sich rein isst , wird es nicht leichter ... sekundär schon , manche Patienten haben nicht mehr als " sekundär " - also warum nicht ? Ich lass meine Freundin auch mit meinem Auto fahren obwohl sie unter BTM / Cannabis ( medizinisch verordnet ) steht , nicht fahren dürfte ...das bringt ihr das Gefühl doch noch zu leben , zaubert ihr ein Lachen ins Gesicht . X mal durch den Kreisverkehr .... dabei singen .Zuckerwatte auf Volksfest , mit Farbstoff geschwängert ... 🎉
Krebs ist nicht gleich Krebs .
Ich bitte dich, halt dich fern von solchen Fragen !

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@ingwer16

Ingwer16 dir auch ein liebes Danke! 😘

Dieses Gelaaber: "du musst kämpfen" ging mir damals so auf den Sack!

Kämpfen??? Man ist froh, wenn man den ganzen Sch** überhaupt IRGENDWIE aushält! 

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Danke @ Kugel 👍🏻

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Genau ... 💩Gelaber von Leuten die keinerlei Schimmer haben 🤢.
Hoff mit dir gehts aufwärts ✊🏻.

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Gesund ist es nicht, aber in Maßen erträglich. Ihr Arzt wird sicher ihre Blutwerte im Augen behalten. Brustkrebs ist therapierbar, in welchen Stadium ist deine Mutter?

Ausschließlich Süßes ist sicher nicht gut ! Das kann man klar sagen. Süßes ja, aber normales zeug muß auch dabei sein.

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