Hilfe mein Großvater redet mit mir über seinen Tod!

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17 Antworten

Es ist zwar nicht einfach, aber im Alter deines Opas ist es gar nicht ungewöhnlich, dass man sich mit dem Tod beschäftigt. Das muss für ihn nichtmal besonders schlimm sein, denn er hat ein langes Leben gehabt und wird sich sehr wohl mal damit beschäftigen, dass es mal zu Ende ist. Für ihn ist das wahrscheinlich weniger schlimm als für dich.

Er sollte aber trotzdem nicht vergessen, jeden Tag zu genießen, den er hat. Deshalb kannst du durchaus mal mit ihm drüber reden, aber erinnere ihn auch daran, dass er sich dann auch wieder mit anderen Dingen beschäftigen kann. Frag ihn nach Dingen aus der Vergangenheit und bring ihn dazu, sein hohes Alter und seine vielen Erlebnisse mit Dankbarkeit zu sehen und weniger an die ungewisse Zukunft zu denken.

Wenn du gern mit ihm redest, nutze die Zeit, denn wenn er wirklich mal irgendwann nicht mehr da ist, werden dir viele Dinge einfallen, die du ihn gern noch gefragt hättest.

nixi001 25.10.2012, 22:54

genau Peter, DH

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Du bist mit diesen Gesprächen überfordert und kannst ihm da nicht wirklich etwas dazu sagen, was ihm hilft.

Ich weiß ja nicht, wie er drauf ist, aber vielleicht spürt er, dass es bergab geht (bzw. weiß er das mit Sicherheit) und möchte dir die Chance geben, dich darauf vorzubereiten.

Versuche, das zu tun und zu akzeptieren. Wenn er das nicht so schlimm findet, weil er einfach keine Lust mehr am Leben hat, sag ihm einfach, dass du versuchst, ihn zu vetstehen. Das fällt jüngeren Leuten oft schwer. Aber vielleicht könnt Ihr gemeinsam durch Erzählen dazu kommen, dass es sicher klasse Momente in seinem Leben gab, und dass du hoffst, dass es die für dich auch geben wird. Momente, die einem in der Erinnerung ein Lächeln ins Gesicht zaubern.

Ich wünsche Euch einen guten Weg!

Es ist berechtigt, dass dein Opa über solche Dinge spricht. Fragt er, "Wann werde ich sterben?". Frage ihn, wie er darüber denk. Er wird es dir sagen. Vielleicht will er auch über die letzten Tage reden, hat Angst allein zu sterben, oder vielleicht vor Schmerzen. Vielleicht will er auch einiges geregelt haben, um zufrieden gehen zu können. Vielleicht will er auch über seine Beerdigung reden, was er dann anhaben will, wie er beerdigt werden will und vieles mehr. Solange diese Fragen nicht beantwortet sind, wird er immer wieder damit anfangen. Vielleicht bist du die Person seines Vertrauens. Setzt du dich immer öfter mit dem Sterben auseinander, wird es dir auch immer etwas leichter fallen, denn gelehrt wird, "zum Leben gehört der Tod". Es hört sich schlimm an, aber so kannst du den letzten Weg mit deinem Opa gehen und fühlst dich am Ende auch gut. Mit freundlichen Grüßen

Vielleicht hat dein Opa einfach nur Angst davor und die bist die Person mit der er darüber reden kann. Du kannst Ihn ablenken damit keine unbehagliche Stille eintritt. Ansonsten kannst du deinen Eltern Bescheid sagen dass du dir Sorgen um Ihn machst, dann können die mit im reden.

Dein Opa braucht jemanden zum reden, erfülle ihm diesen Wunsch. Seine Zeit ist bald zu Ende, soll er einfach so weggehen! Höre ihm einfach zu..., er braucht jemanden zum zuhören, er will dir seine Gedanken offenbaren, sei für ihn da, wenn er dich braucht. Wenn du älter bist, du wirst dich immer an die traurigen aber schönen Gesprächen mit dem Opa erinnern. Und vieleicht kannst du ihm ein wenig Kraft geben, so das er in Ruhe stirbt, ohne Angst. Was ist mit deinem Eltern, sie sollen auch Zeit für Opa haben und über dieses Thema zu sprechen. Nicht verdrängen, nicht über anderes Thema reden, warum, er will über dieses Thema - sterben reden, er hat vielleicht Angst von Sterben, das ist auch ein Grund das er Gespräch sucht. Er ist alt und voll Angst von Sterben und wahrscheinlich selber psychisch fertig, du sollst aber nicht psychisch fertig sein. Wünsche Dir aber auch deinem Opa alles,alles Gute und viel Kraft!

Hallo Mitesser,
ich denke Du bist schon alt genug und Dich mit Deinem Opa auch über seinen Tod zu unterhalten. Die Frage nach dem Zeitpunkt finde ich nicht knallhart, direkt schon. Aber darauf kann man dann auch direkt antworten. Reagiere doch einfach ganz normal. Wenn er Dich fragt:" wann gibt es Frühstück?" antwortest Du ihm doch auch.
Der Tod kommt und je freundlicher man mit ihm umgeht, bzw. über ihn spricht, desto besser.
Wenn er Dir sagt, daß er schon alt ist, laß ihn erzählen was er schon alles erlebt hat. Wenn er sagt er stirbt bald, sag ihm daß das normal ist, frag ihn, wie er am liebsten sterben möchte, Vor dem Fernseher, im Bett, auf einem Spaziergang? Mach ein normales Gespräch daraus, man kann auch dabei lachen, stell Dir mal vor.... und dann bist Du plötzlich tod. Das geht, ich habe es mit meiner Tante auch gemacht, sie ist 92. Ich hab ihr auch gesagt, pass auf,eines Morgens macht Du einfach die Augen nicht mehr auf. Die Idee fand sie gut. Dann haben wir darüber gesprochen wie ihre Geschwister und Bekannten gestorben sind. Ich habe ihr erzählt, daß sie vielleicht noch etwas warten muß, bis ihr Mann (seit 10Jahren tot) die Wolke richtig gefegt hat, Blumen muß er auch noch besorgen für ihre Ankunft.

Die alten Leute haben doch schon viel schlimmeres in ihrem Leben mitgemacht und daß sie irgendwann sterben, ist ihnen klar.
Wichtig ist, daß auch Du weißt, der Tod gehört zum Leben. Sucht gemeinsam eine Wolke aus, auf der er dann sitzt und Dir weiterhin zuschaut. Bring ihn zum lachen. Laß den Tod als etwas normales in Dein Leben.

Mein Rat: Sprich unbedingt mit Deinen Eltern darüber! Ich schätze Dich im eher jüngeren Alter ein und denke nicht, dass Du mit solchen Gedanken belastet werden solltest. Deine Eltern sollten Deinem Opa klarmachen, dass er Dir solche Fragen nicht zumuten sollte. Dennoch kannst Du natürlich weiterhin viel bei ihm sein, wenn es ihm scheinbar schlecht geht, aber dann bitte über andere Themen reden, die ihn vielleicht auch mehr aufmuntern. Wäre das beste für euch beide, glaub mir.

BBienchen 27.10.2012, 23:29

Mein Opa ist 85 Jahr und ich bin 45 Jahre. Mit freundlichen Grüßen

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Sage ihm "einfach", dass du auch nicht so genau weißt, wann er stirbt und du es ihm nicht so genau sagen kannst, sage ihm solange er noch gesund ist und keinen krebs usw. schwere krankheit hat kann er mit sicherheit noch einige zeit lang und vll. sogar noch jahre lang leben ... er soll sich doch freuen, dass er noch lebt !!!

BBienchen 27.10.2012, 23:14

Frag ihn, wie er darüber denkt, er wird es dir sagen. Ältere Menschen wollen auch oft sterben, wenn sie alleine und einsam sind, anderen zur Last fallen und sich unnütz fühlen.

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Ich denke auch, Du solltest darüber mit deinen Eltern reden.

Vielleicht hilft es Dir, wenn Du weißt, welche Sterbephasen er durchläuft, das hatte ich letztes Jahr in Religion, hier findest Du die fünf Sterbephasen:

http://www.pflegewiki.de/wiki/Die_f%C3%BCnf_Sterbephasen_nach_K%C3%BCbler-Ross

Du selbst kannst ihn wahrscheinlich am besten einordnen. Die Phasen müssen aber nicht zwangsläufig genau in dieser Reihenfolge auftreten!

Es ist doch ganz normal das sich dein Opa mit dem Thema Tod befasst . Wir sollten mit den Alten über den Tod ruhig sprechen ansonsten lassen wir sie alleine damit.

Denn Fakt ist er kann täglich seine letzte stunde haben ...er weiss es und spührt es . Stelle dich also darauf ein ,der Tod ist natürlich für uns ,wir alle werden diesen Weg gehen . Wichtig ist nur eine gute vorbereitung dann gibt es keinen Grund zur Angst .

Sicher du bist jung und hast noch nicht viele gesehen die starben .das kann ich deine Unsiherheitverstehen ,der Tod findet bei uns weit ab statt und das ist für uns alle schlecht . Der Tod ist ein Tabu das wir brechen sollten .

Am besten fragst du ihn mal ob seinen Freiden mit Gott schon gemacht hat ,damir er gut vorbereitet ist .wenn nicht dann hilf ihm dabei . Er soll seine Sünden bereuen und sich zu Gott wenden ...egal was war im Leben ,Gott nimmt jeden Verlorenen Sohn auf .....der zurück kommt ,auch in der letzten Stunde ,dann kann er ruhig sterben .

ALATI 25.10.2012, 23:12

Meine Mutter ist über 90 Jahre alt und wir sprechen oft zusammen über den Tod ! Der Tod kommt auch dann wenn wir ihn verdrängen ...

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Rede es ihm aus, lenke ihn ab, sag etwas, dass ihn zum Lachen bringt ? :) Mach ihn i.wie Glücklich, so dass es das für eine Zeitlang *verdrängt ;) *

Miili98 25.10.2012, 22:45

er es*

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musso 25.10.2012, 22:53
@Miili98

mit über 80 muss man sich mit dem Tod auseinandersetzen, ihn nicht verdrängen.

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PeterSchu 25.10.2012, 23:00

"Rede es ihm aus,..."

Hört sich so einfach an. Glaubst du, man kann dem Opa klarmachen, dass er noch 50 Jahre leben wird? Diese Gedanken verdrängt man nicht so einfach.

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ALATI 25.10.2012, 23:10

@Milli

Mann soll einem so alten Menschen den Gedanken an den Tod ausreden ? Ihr wollt eure Verdrängung bis zum Letzten Atemzug aufrechterhalten .. Das ist nicht nur lieblos sondern auch Feige ...

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BBienchen 27.10.2012, 23:39

Fragen nach dem Sterben, wie der Tod ist, kann man nicht verdrängen. Es will keiner mit Schmerzen sterben. Viele wollen alles geregelt haben, sich für Fehler entschuldigen oder auch sich selbst Wünsche erfüllen, Dinge machen, die sie schon immer wollten und nie die Zeit dazu hatten. Mit freundlichen Grüßen

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Sprich mit ihm darueber, dann kannst du auch gleich was lernen fuer's Leben. Frag ihn wie er sich fuehlt im Angesicht des Todes. Lies etwas Literatur und helfe ihn ueber diese Zeit. Vielleicht hat er Fragen. Lasse ihn wissen, sofern es es ertragen kann, dass er nur seinen Koerper verliert, aber dann im Himmel weiterlebt. Wenn du genug Mumm hast, frage ihn, ob er dir ein Zeichen gibt, wenn er gestorben ist, Ist nicht einfach, Viel Kraft dafuer.

Wenn er dich selbst darauf anspricht,dann sprich ruhig mit ihm darüber,das niemand weiß wann man gehen muss,ob er an ein Leben nach den Tod glaubt usw.Der Tod sollte kein Tabu Thema sein,er gehört zum Leben.L.G.

Hallo DerMitesser,

mach dir nicht so viele Gedanken darüber.

Meine Oma hat mit 60 angefangen, immer wieder zu sagen: "Ob ich das noch erleben werde?" - Sie wurde 83!

Und ich habe mir auch schon Gedanken darüber gemacht. Und ich bin erst 50+. Ich habe sogar schon eine CD gebrannt mit der Musik, die zu meiner Beerdigung gespielt werden soll.

Manche reden halt darüber und andere nicht.

Lass es nicht so sehr an dich ran.

Oder bitte deinen Opa, damit aufzuhören, wenn es dich so sehr belastet.

Alles Gute.

BBienchen 27.10.2012, 23:23

Hallo Vieginia 47, was hast du erlebt, dass du schon über die Beerdigung nachgedacht hast? Ich denke du hast schon darüber gesprochen und es war eine Person da, die mit dir darüber reden konnte. Und du hat dich bestimmt besser gefühlt. Ich glaube, dass sucht ihr Opa auch. Mit freundlichen grüßen

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Ich hoffe dein Opa ist nicht dement, denn: Wenn er dir sowas sagt, dann heißt das doch, dass dir dein Opa unglaublich vertraut und ich glaube da bedarf es wenig Worte. Bei Sorgen aufmerksam zuzuhören ist doch schon eine Kunst an sich. Wenn dein Opa in einem Pflegeheim ist, dann frag doch mal nach dem sozialen Dienst. Die werden dir 100% helfen und wenn er in keinem Pflegeheim ist, dann geh einfach in eins, aber mach vorher einen Termin.

Ihm sagen das du solche Gespräche unangenehm findest!

PeterSchu 25.10.2012, 23:02

Wenn ein guter Freund von dir ein schweres Problem hat, über das er gern mit jemandem reden möchte - schickst du ihn dann auch weg und sagst, es sei dir unangenehm?

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lasse ihn doch reden, denn er hat ein ganz anderes bewußtsein als du


und nehme es dir nicht zu herzen.


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