Hilfe! Kindergeld erstatten?!

4 Antworten

Die Forderung besteht aus den Daten deiner Darstellung heraus beurteilt völlig zurecht. Ergo musst du den Überzahlbetrag erstatten, bzw. diene Eltern. Wenn ihr euch an den Sachbearbeiter wendet, werdet ihr sicherlich vernünftige raten mit dem vereinbaren können.

Wenn du jetzt arbeitslos bist und erneut ausbildungssuchend, bekämen deine Eltern kein weiteres Kindergeld. Sie sind ja nicht mehr unterhaltspflichtig für dich. Also fällt auch die Möglichkeit weg, die Rückzahlungsforderung zur Aufrechnung anzubieten.

Ich wohne noch bei meinen Eltern. Esse, trinke, schlafe, dusche, und ich bin unter 25 Jahren. Warum sollte da kein Kindergeld mehr geben? Dann könnte ich das kommende Kindergeld ausgleichen.

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@XxDavaroxX

Maßgeblich ist, dass es kindergeld grundsätzlich nur bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres gibt. Weiterhin steht das KG in erster Linie den Eltern zu und soll denen helfen, ihre Unterhaltspflicht zu erfüllen. Unterhaltsverpflichtet sind die Eltern aber regelmäßig nur bis zum Ablegen der ersten Berufsausbildung - nicht weiter. Die hast du abgelegt. Also sind deine Eltern dir gegenüber nicht merh unterhaltsverpflichtet und brauchen also auch keine Unterhaltshilfe in Form des KG. Logisch, gelle?

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@Atzec

Die dem ESt-Recht innewohnende Logik ist meiner Meinung nach eine, die auf den ersten Blick nicht erkennbar ist.

Das Kindergeld ist eine Vorauszahlung auf den Kinderfreibetrag. Erbringen die Eltern keinen Unterhalt, kann das Kind einen Abzweigungsantrag stellen. In diesem Fall erbringen die Eltern welchen (Unterkunft) und haben deshalb selbst den Anspruch auf die Auszahlung des Kindergeldes. Die Eltern haben immer Anspruch auf Kindergeld, wenn die Voraussetzungen erfüllt werden. Es kann auch die dritte Ausbildung sein. Sie könnten auch noch unterhaltspflichtig sein (hat nichts mit dem Kindergeldanspruch zu tun). Sie müssen dem Kind schließlich größtmögliche Chancen auf dem Arbeitsmark ermöglichen. Es könnte ja sein, dass das Kind einen höheren Bildungsabschluss auf dem gleichen Gebiet anstrebt.

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@Alfred06

ja, allmählich entfaltet sich bei mir eine gewisse Ahnung... :-)

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Kindergeld für über 18jährige wird gezahlt wenn

-das Kind in Ausbildung (Schule/Beruf/Studium) ist, bis Ende des 25.Lebensjahres. -das Kind arbeitslos gemeldet ist, bis Ende des 21. Lebensjahres - das Kind ausbildungssuchend ist, bis Ende des 25. Lebensjahres, wobei die Ausbildungssuchen nachgewiesen werden muß - in einer Übergangsfrist von bis zu 4 Monaten zwischen Ausbildungsabschnitten, bis Ende des 25.Lebensjahres

Nach deinem Aufhebungsvertrag warst du nicht mehr in Ausbildung, ergo Kindergeld zu unrecht bezogen, würde ich jetzt meinen.

Jetzt hast du eine abgeschlossenen Ausbildung, da ist noch die kindergeldschädliche Beschäftigung (mehr wie 20 Wochenstd. neben der Ausbildung) zu berücksichtigen.

Wenn du jetzt wieder ausbildungssuchend bist und die Ausbildungssuche aktiv nachweisen kannst, kann wohl wieder Kindergeld beantragt werden. Kindergeld wird ja auch in weiteren Ausbildungen gezahlt wobei aber die kindergeldschädliche Beschäftigung beachtet werden muß.

Die einschlägigen Formulierungen auf der wohl von dir zitierten Seite gehen von der Existenz eines 2. Ausbildungsverhältnisses aus. Nicht von der Suche. Ansonsten wäre hier auch noch zu fragen, ob der fragesteller aktuell über 20 Stunden arbeitet oder ob er ALG 1 kassiert.

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@Atzec

Genau, bin mir mit der Ausbildungsuche auch nicht sicher, würde es aber versuchen.

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Wiederholungsprüfung, Berufsausbildung, Kindergeld:

  1. Die ernsthafte und nachhaltige Vorbereitung auf eine Wiederholungsprüfung gehört auch dann zur Berufsausbildung, wenn das Ausbildungsverhältnis mit dem Lehrbetrieb nach der nicht bestandenen Abschlussprüfung endet und das Kind keine Berufsschule besucht. - 2. Nimmt das Kind an der erstmaligen Wiederholungsprüfung teil und besteht diese, ist in der Regel zu unterstellen, dass sich das Kind ernsthaft und nachhaltig auf diese Prüfung vorbereitet hat. - Urt.; BFH 2.4.2009, III R 85/08
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@Alfred06

Aber wie wird dann die Kollision mit der Vollzeitbeschäftigung gelöst? Er hat ja in der Vorbereitungszeit voll geknechtet.

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Soweit ich Dich verstanden habe, bestand Anspruch auf Kindergeld während der Vorbereitungszeit auf die Prüfung. Solltet Ihr einen Bescheid über die Rückorderung haben, muss fristgerecht Einspruch eingelegt werden.

Hier 2 Urteile für Dich:

1) „Ausbildung durch Vorbereitung auf die Wiederholungsprüfung während einer Krankheit des Kindes:

  1. Der Zeitraum von der Beendigung des betrieblichen Ausbildungsverhältnisses bis zur Wiederholungsprüfung kann als Ausbildungszeit zu berücksichtigen sein, wenn sich das volljährige Kind in geeigneter Weise auf die Wiederholungsprüfung vorbereitet hat. Dies gilt auch dann, wenn es die Wiederholungsprüfung nicht besteht. - - Urt.; BFH 24.9.2009, III R 70/07 (NV), BFH/NV 2010 S. 617“

„[11] c) Bereitet sich ein Kind ohne regelmäßigen Besuch einer Ausbildungsstätte selbstständig auf Prüfungen vor, sind an die Ernsthaftigkeit der Vorbereitung und deren Nachweis strenge Anforderungen zu stellen. Zweifel gehen nach den Regeln der objektiven Beweislast (Feststellungslast) zu Lasten des Kindergeldberechtigten. Meldet sich das Kind aber nach Beendigung seines Ausbildungsverhältnisses zur erstmöglichen Wiederholungsprüfung und besteht diese sodann, kann in der Regel unterstellt werden, dass es sich ernsthaft und nachhaltig darauf vorbereitet hat. Weitere Ermittlungen zu Art und Intensität der Prüfungsvorbereitung erübrigen sich dann (Senatsurteil in BFHE 224, 546, BFH/NV 2009, 1502“

2) Wiederholungsprüfung, Berufsausbildung, Kindergeld:

  1. Die ernsthafte und nachhaltige Vorbereitung auf eine Wiederholungsprüfung gehört auch dann zur Berufsausbildung, wenn das Ausbildungsverhältnis mit dem Lehrbetrieb nach der nicht bestandenen Abschlussprüfung endet und das Kind keine Berufsschule besucht. - 2. Nimmt das Kind an der erstmaligen Wiederholungsprüfung teil und besteht diese, ist in der Regel zu unterstellen, dass sich das Kind ernsthaft und nachhaltig auf diese Prüfung vorbereitet hat. - Urt.; BFH 2.4.2009, III R 85/08;

Das erste Urteil gilt auch, wenn man nicht krank war.

Da Du Deine Ausbildung noch nicht abgeschlossen hattest, konntest Du bis zur bestandenen Prüfung auch voll arbeiten. Nach Bestehen der Prüfung muss geprüft werden, ob Du eine anspruchsschädliche Erwerbstätigkeit (durchschnittlich über 20 Wochenstunden) ausgeübt hast. Ab dann könnte der Kindergeldanspruch wegfallen.

Ist es nicht so,das er nach der bestandenen Prüfung eh keinen Anspruch mehr auf das Kindergeld hätte und eine Kindergeld schädliche Beschäftigung erst eintreten würde,wenn er eine zweite Ausbildung hätte ?

Die erste Ausbildung war ja noch nicht beendet !

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@isomatte

Ich denke, dass es ihm um die Zeit zwischen "Ausbildungsende" und bestandener Prüfung geht, für die er das Kindergeld zurückzahlen soll. Danach bestand Anspruch, weil er einen Ausbildungsplatz gesucht hat. Ob er nach der Prüfung noch gearbeitet hat, steht hier nicht. Dann könnte er eine anspruchsschädliche Erwerbstätigkeit ausgeübt haben. Suche ist auch Anspruchsvoraussetzung, nicht nur die Ausbildung selbst.

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@Alfred06

Ich meinte eigentlich etwas anderes !

Er hat ja durch den Abbruch bzw.das nicht bestehen der Prüfung,noch gar keine abgeschlossene Ausbildung.

Meines Erachtens tritt eine Kindergeld schädliche Beschäftigung ( durchschnittlich nicht mehr als 20 Wochenstunden neben der Ausbildung ) erst ein,wenn bereiz eine Ausbildung erfolgreich Abgeschlossen wurde,wurde ja aber in seinem Fall nicht,weil die Prüfung nicht bestanden wurde.

Demzufolge dürfte die Vollbeschäftigung während des Kindergeldbezuges keine Rolle spielen,wenn er sonst Anspruch darauf hätte.

isomatte

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@isomatte

Hallo isomatte gut, dass Du mir einen Punkt gibst. Ich sehe mir eigentlich nur die Antworten noch einmal an, auf die in den Neuigkeiten eine Reaktion erkennbar ist.

Davarox schrieb: "Später hab ich die Prüfung bestanden."

In einer früheren Frage hat er mal geschrieben, dass er in der Systemgastronomie als Assistent arbeiten wird. Bis zum Bestehen der Prüfung konnte er voll arbeiten und der Anspruch blieb erhalten. Aber ich weiß nicht, was er nach der bestandenen Prüfung gemacht hat.

Da können wir beide noch lange spekulieren. Mein Punkt war nicht vom Fragesteller und ich weiß also nicht, od dieser die Antwort gelesen hat und ob wirklich die Zeit vor der Wiederholungsprüfung gemeint war.

Ich fand die Antwort jedenfalls brillant.

Einen schönen Abend noch

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@isomatte

Danke isomatte. Ich habe die halbe Nacht darüber nachgegrübelt, ob ein Laie die Wand glatt genug verputzen kann. Vermutlich kommt es darauf an, wieviel abgefallen ist.

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@Alfred06

Solange die Stelle nicht zu groß ist und man etwas handwerkliches Geschick hat,bekommt man das schon hin !

Man muss es ja nicht an die Wand bringen wie ein Profi,es reicht auch aus,wenn man das normal auf eine Kelle gibt und dann an die Wand drückt.

Dann braucht man nur etwas zum abziehen,da reicht schon ein gerades Brett aus. Dann den Putz eine gewisse Zeit abbinden lassen und mit einem Reibebrett in kreisenden Bewegungen den restlichen überschüssigen Putz entfernen und so die Verbindung zum alten Putz schaffen.

Wer also keine zwei linken Hände hat,bekommt das schon einigermaßen hin !

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