Hilfe, Kind ist Psychisch krank?

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Ich weiß auch mittlerweile nicht mehr, wie ich mich ihr gegenüber verhalten soll 😔😔😔

Ich würde nach wie vor Regeln und Grenzen aufsetzen, selbst wenn etwas passiert sein sollte (abseits der Pubertät) kann das nicht sein, dass sie nur ungestraft die Sau rauslässt und ihr euch von einer 11-jährigen tyrannisieren lasst. Ich würde mir das an deiner Stelle mit dem stationären Aufenthalt noch mal sehr gut überlegen und das Gespräch beim Facharzt suchen, nicht beim Psychotherapeuten und im Akutfall in der psychiatrischen Ambulanz vorsprechen.

Guten Morgen,

es ist sehr mutig von Dir, Dich hier mit so einem Thema zu "öffnen". Das zeigt welche Angst und Sorgen Du Dir um Deine Tochter machst.

Deine Tochter reagiert über. Das hat mit "normaler" Pubertät nichts mehr zu tun.

Ich bin natürlich auch kein Psychologe, aber niemand verletzt sich selber, weil er in der Pubertät steckt und auch schmeißt niemand ., deshalb , mit Gegenständen und verletzt Dich total mit Worten.

Es scheint, als würde Deine Tochter mit irgendwas nicht klar kommen und darum so reagieren. Ohne Grund ist sie nicht so. Sie ist sicherlich sehr verzweifelt.

Vielleicht hat Deine Tochter mehr - von Deinem Halbbruder - mitbekommen, als Du meinst. Genauso kann aber auch etwas vorgefallen sein, was gar nicht die Familie betrifft.

Ist es denn möglich, dass wenn sich sich ganz "normal" benimmt, mit ihr mal zu sprechen. Sie nicht ausfrägst, aber ihr vielleicht sagst, dass Du Dir Sorgen um sie machst, sie Dir alles erzählen kann-egal, was es ist, Du für sie da bist.

Sag ihr auch, dass Du mit ihr zum Arzt gehen möchtest. Stell sie nicht einfach vor vollendete Tatsachen, denn dann fühlt sie sich "hintergangen", weil Du mit ihr vorher nicht darüber gesprochen hast.

Erklär ihr auch auf jeden Fall, dass es nichts mit verrückt zu tun hat o.ä., wenn Du mit ihr zum Psychologen gehen möchtest, denn das könnte sie denken. Es ist ein Facharzt, wie jeder andere.

Ich kann Dir nur raten, geh nicht zum Hausarzt, weil Hausarzt eben Hausärzte sind und oft gerne selber "rumdoktern", diese Art von Beschwerden oft nicht ernst nehmen, es auf die Pubertät auslegen. Oder er drückt Dir einfach eine Einweisung in die Hand.

Nur, wenn Du wirklich sicher bist, dass er ein Ansprechpartner ist und Dir auch gleich weiterhilft, versucht für Dich einen schnellen Termin zu bekommen, dann sprich mit ihm, aber lass Dich nicht von Deinem "Plan" einen Psychologen aufzusuchen , abbringen.

Such Dir einen Psychologen , der auch Neurologe ist, da dieser dann auch Gehirnströme messen kann und auch andere neurologische Untersuchungen durchfüht. Dies sollte auch abgeklärt werden.

Dräng auf einen Termin, sag, wie wichtig es ist. Lass Dich nicht abwimmeln. Das ist nicht einfach, aber versuch es.

Wenn es wirklich nirgends einen Termin für Euch gibt, gibt es denn bei Euch in einer Klinik ein zusätzlich medizinisches Versorgungszentrum? Haben ja schon viele Kliniken. In diesem Zentrum sind verschieden Arztgruppen, wie , wenn Du in eine Praxis gehen würdest. Dann versuch es dort.

Ihr könnt auch direkt in die psychologische Ambulanz der Klinik gehen. Das ist keine stationäre Einweisung. Dort gibt es auch ganz "normale" Sprechstunden.

Am Besten wäre es, Ihr geht gleich zu einer Praxis oder zur Klinik ohne vorher anzurufen, denn dann werdet Ihr nicht so schnell "abgewimmelt". Das ist nämlich am Telefon immer einfacher.

Geht am besten so hin, dass Ihr gleich die ersten Patienten seid, wenn die Sprechstunde beginnt. Sollte Ihr wieder nicht drangenommen werden, dann sag einfach, dann wartest Du hier an der Anmeldung bis der Arzt kommt und das Du ihn selber frägst, ob es keine Chance gibt , dranzukommen, es einfach sehr wichtig wäre.

Oft geht es dann schon ohne dass Du auf den Arzt wartest.

Eine Beratung bei der Diakonie oder sonstigen Einrichtungen, ist meiner Meinung nach, nicht der richtige Weg, da Deine Tochter ja richtig randaliert und sich selbst verletzt, eine Behandlung braucht.

Wenn Du wirklich Angst haben musst, dass Deine Tochter sich oder anderen was antun könnte, dann musst Du sie allerdings wirklich stationäre behandeln lassen, also einweisen. Wenn Du das Gefühl hast, es könnte was schlimmes passieren.

Ich wünsch Euch nur das Allerbeste!

Liebe Grüsse!

Ich würde mit ihr mal zum Hausarzt gehen. Der kann eine Überweisung an einen Psychiater/Psychologen schreiben. Mit der bekommt ihr auch eher einen Termin bzw kommt auf die Warteliste. So ist nämlich der eigentlich vorgesehene Weg.

Das klingt zwar immer ziemlich dämlich "Warteliste", aber wenn einer ausfällt, schiebt man einen aus der Warteliste oft dazwischen. Psychiater haben da weniger Probleme als Psychologen. Die machen auch einmal Termine 3 Monate im voraus. Es ist nicht angenehm, aber anders geht es nicht. Es gibt nun einmal zu wenig Psychiater/Psychologen.

Das rebellische Verhalten ist eigentlich normal, aber das svV und die Briefe sind es eindeutig nicht. Und genau die zwei Sachen musst du dringend beim Arzt erwähnen. Das andere ist nämlich relativ normal.

So einfach in eine Klinik kannst du sie übrigens nicht einweisen. Du kannst es zwar "beantragen", letzten Endes entscheiden aber die Ärzte, ob sie als Notfall (und damit sofort aufgenommen wird) gilt, auf die Warteliste komme (6+ Wochen) oder ob man sie nur ambulant behandelt. Auch die Psychiatrien sind voll.

Ich weiß nicht, wie du zu Medikamenten stehst. Aber wenn ihr zum Psychiater geht, kann es sein, dass euch eins angeboten wird. Ich bitte dich, nicht schon aus Prinzip abzulehnen. Ich habe genug Eltern kennengelernt, die das nämlich machen. Zum Teil leiden die Kinder darunter (die manchmal sogar selber sagen, sie wollen es nehmen), da es sehr wohl helfen kann. Aber es natürlich deine Entscheidung.

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