Hilfe kater hat extreme fressucht. .

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3 Antworten

Du hast einen super tollen Kater, der weiss, dass andere Futterquellen, statt Industriefutter allemal besser schmecken und gesünder sind. Obwohl unsere Lebensmittel auch nicht so optimal sind, so kann man sich aber halbwegs sicher sein, dass sie nicht aus aufgeputschten tierischen Abfällen bestehen wie Katzenfutter aus Dose oder Tüte. Gib Deinen Tieren weinigstens eine Mahlzeit pro Tag frisches, ungepanschtes Futter wie Quark, Käse, Frischfleisch, Eigelb, Thunfisch (aus der Dose)., dann wird es auch leichter ihm vom Tisch wegzuhalten.

Stichwort Futtermenge: In diesem Alter dürfen Katzen noch(!) soviel fressen wie sie möchten. Begründung: Es gibt Phasen, wo sie innerhalb kürzester Zeit ihr Gewicht verdoppeln; außerdem schließen Katzen den Großteil ihres Wachstums erst zwischen dem 8. und 10. Lebensmonat ab. Danach ist die Futtermenge abhängig von Gewicht, Alter, Rasse und Aktivität. Erstgenanntes (und somit das Idealgewicht) kannst du notfalls beim Tierarzt erfragen und es wöchentlich kontrollieren, indem du sie wiegst. Verweigern sie die Waage, stell dich vorher rauf, nimm sie anschließend auf den Arm und zieh dein Gewicht ab. Achtung: Aufgrund der Kastration sinkt der Energiebedarf, weshalb die Futtermenge dann um 20-30% reduziert werden sollte!

Du schreibst, sie hätten ein Riesen-Napf, wo sich jederzeit ran können. Das solltest du ändern, da Fressen so zu einer Art Beschäftigung werden kann, Stichwort Fresssucht! Außerdem können sie bei ständiger Futter-Verfügbarkeit kein natürliches Hunger- und Sättigungsgefühl mehr entwickeln.

Stichwort Futterart: Du solltest Nassfutter nicht alle 2 Tage geben, sondern ausschließlich. - Auch nicht irgendeines, sondern hochwertiges, d. h. mit einem Fleischanteil von mindestens 60% ohne Getreide und Zucker. Trockenfutter wird gleichzeitig zum NoGo, denn es hat rein gar nichts mit gesunder Katzenernährung zutun und ist sowohl schädlich für die Zähne (die Stärkereste legen sich als zäher, klebriger Belag auf die Zähne, was Zahnstein begünstigt) als auch die Nieren (Trockenfutter saugt Wasser auf und senkt somit den Flüssigkeitslevel), das heißt eine Katze muss mindestens die 3-fache Wassermenge der aufgenommenen Futtermenge zu sich nehmen, um ihn zu halten, was keinem Tier möglich ist. Mache selber den Test und tropfe Wasser über’s Trockenfutter - du wirst sehen, wie schnell es das aufsaugt, und nichts anderes passiert im Körper der Katze! Was erschwerend hinzu kommt: Fängt sie erstmal an zu trinken, hat die Dehydration (Austrocknung) bereits eingesetzt - oft mit gravierenden Folgen, wenn sie es über die Jahre verteilt ausschließlich erhält, wie etwa Diabetes, Nierenversagen und ein vorzeitiger Tod. Männliche Tiere sind aufgrund ihrer langen Harnröhre umso anfälliger für Harnsteine etc.. Eine Katze braucht schlichtweg Flüssigkeit; von Natur aus ist sie es gewohnt, sie über die Nahrung aufzunehmen in Form von Mäusen, Fischen und dergleichen. Diese bestehen bis zu 80% aus Wasser - Trockenfutter hingegen hat nicht mal 10% Wasser! - Anlass genug, dieses gar nicht erst in Erwägung zu ziehen. Des Weiteren ist Trockenfutter vielfach die Ursache für Übergewicht, Verstopfung und Übersäuerung (womit die Krebsgefahr steigt), und je nach Lagerzeit und -ort können sich Mykotoxine (Schimmelpilzgifte) bilden, die für uns Menschen nicht immer erkennbar sind.

Am besten, man gewöhnt eine Katze gar nicht erst an Trockenfutter, und sie wird es mit einem gesunden und langen Leben danken. Und sollte sie dennoch derartige Krankheiten entwickeln, was natürlich passieren kann (es gibt ja auch sehr wenige Nichtraucher, die Lungenkrebs bekommen), dann muss man zumindest nicht bei sich anfangen!

Doch leider fängt ein Großteil der Besitzer aus folgendem Grund nicht bei sich an: Viele Tierärzte schieben Diabetes, Harnwegserkrankungen und Niereninsuffizienz fälschlicher- und somit fatalerweise auf das Alter! Grund: Sie haben oft nur unzureichendes Wissen über Katzenernährung, da sie die Informationen aus der Futtermittelindustrie erhalten, deren Ziel u. a. auch der Verkauf von Trockenfutter ist! Nur die wenigsten(!) sind in der Hinsicht so kompetent wie diese 4 Tierärzte:

  • Zitat Lisa A. Pierson (DVM = Doctor of Veterinary Medicine): Es ist unglaublich frustrierend, dass meine Kollegen eine Trockenfutter-Diät empfehlen anstatt Dosenfutter mit zugesetztem Wasser.
  • Zitat Dr. Bettina Brabänder: Das Zeug ist so etwas wie Fastfood bei Kindern und als ständige Kost nicht gesund.
  • Zitat Dr. Ian Billinghurst: Die traurige Wahrheit ist, dass Fertigfutter hilft, Tierärzte mit Patienten zu versorgen.
  • Zitat Dr. med. vet. Dorsie Kovacs: Ungeachtet der irreführenden Werbung kann Trockenfutter wesentlich mehr Probleme verursachen als beseitigen. Die Hersteller machen den Haustierbesitzern das Gegenteil glauben, da buchstäblich Milliarden Verkaufswerte auf dem Spiel stehen. Trockenfutter, fütterungsbereit verpackt, ist speziell für die Bequemlichkeit des Tierbesitzers designed, nicht für das Haustier.

…, da der Platz leider nicht ausreichte:

Nicht alles, was im Handel für Katzen erhältlich ist, wird ihren Bedürfnissen gerecht - fängt beim Trockenfutter an und hört beim Halsband auf. Alles Geschäftemacherei, die zu Lasten der Tiere geht!

Wenn überhaupt(!) kann Trockenfutter als Leckerli gegeben werden (10-15 Stück pro Tag und Katze). Eine gute Wahl sind z. B. Knabberstangen (natürlich nur die zucker- und getreidefreien). Diese gibt es sogar mit einem Fleischanteil von 95%. Weitere Vorteile: Durch die Perforation und Einzelverpackungen gerät man nicht so leicht in Versuchung mehr zu geben, wenn sie bettelt; außerdem sind sie eingeschweißt, Stichwort Aromaversiegelung und Schimmelprävention.

Durch den geringen Flüssigkeitsgehalt ist Trockenfutter konzentrierter und somit geschmacksintensiver, weshalb die Futterumstellung etwas dauern kann. Vor allem bedarf sie deiner persönlichen Überzeugung und Ausdauer. Wichtig: Man sollte eine Katze nie länger als 12 Stunden hungern lassen, da sonst die Gefahr einer hepatischen Lipidose (Fettleber) besteht, die häufig tödlich endet. Weitere Tipps zur Futterumstellung findest du unter http://www.savannahcat.de/futterumstellung.html

Man bedenke: Eine Katze benötigt täglich mindestens 60 ml Flüssigkeit pro Kilogramm Körpergewicht (je nach Temperatur, Gesundheitszustand, Alter und Aktivität sogar bis 80 ml). Da kommt ein Tier mit Trockenfuttergabe niemals hin, zumal es - im Gegenteil - auch noch Wasser entzieht! Leider müssen im Alter viele Trockenfutter-Katzen am Blasenkatheter angeschlossen und / oder wegen Niereninsuffizienz behandelt werden bzw. viele Tiere wegen Zahnbeschwerden auch schon früher (Stichwort Zahnsanierung aufgrund Zahnfleischentzündung und Zahnstein, Kosten 200 €). Dies ist häufig der Tatsache geschuldet, dass sich Katzenbesitzer nie das erforderliche Wissen darüber angeeignet haben. Entsprechend groß ist der Aufklärungsbedarf.

Stichwort Nackengriff: Du schreibst, du packst ihn am Nacken, aber nicht zu doll. Das Fatale: Ob es wirklich nicht zu doll ist, kannst du als Mensch kaum einschätzen, weshalb dieser Griff ausschließlich dem Muttertier vorbehalten ist (und auch nur bis ca. zur 6. Lebenswoche). Schlimmstenfalls kann das Nackenfell dadurch reißen; beim Schüttelgriff (falls du ihn dabei geschüttelt hast) können sogar innere Verletzungen die Folge sein - nur so zur Info! Was bei meiner Katze erzieherisch immer gut geholfen hat, war ein scharfes Naaaaaa. Reagiert er nicht, klatsche zusätzlich laut in die Hände, am besten in direkter Nähe. Warum? Weil Katzen Lautstärke und Schreckmomente hassen! Irgendwann wird er seine "Schandtaten" mit der Lautstärke und dem Schreck verbinden und sie unterlassen. Wichtig: Niemals seinen Namen dabei rufen! Er soll ihn schließlich auch noch positiv wahrnehmen, wenn er kommen soll wegen Fressen, Streicheln oder Spielen. Es erfordert womöglich Geduld, doch Katzen sind durchaus erziehbar - ich zumindest habe es mit dieser Methode hinbekommen.

Alles Gute für deine beiden Kater!

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Boa, mit 9 Monaten schon 4 Kilo?! Na ja, vielleicht ist´s die Rasse...

Katzen können zwar in dem Sinne nicht erzogen werden. Aber du kannst es deinem knurrenden Dobermann : ) verleiden, dir alles von Teller zu klauen! Jedesmal, wenn er dazu ansetzt, kannst du

1.) ihn sofort anschreien (das machen die untereinander ja auch)

2.) laut in die Hände klatschen oder sonst ein lautes Geräusch machen

3.) ihn anpusten, das hassen sie

4.) ihn schwungvoll vom Tisch schubsen

5.) Ihn mit einer Wasserpistole ins Gesicht spritzen (dieses funktionierte bei meiner Kitten leider nicht, weil sie Waser liebt...)

Hört sich zwar alles sehr grob an. Aber hast du mal beobachtet, wie die Katzenmutter ihre Kinder erzieht? Da geht das noch ganz anders ab! Die werden so mit der Pfote gepfeffert, dass sie über den Boden kullern. Mein Junges hat von seiner Mutter sogar einen kleinen Schlitz im Ohr. Die sind bei der Erziehung nicht gerade zimperlich. Das musst du leider auch machen, weil sie dich sonst nicht ernst nehmen!

Das Futter würde ich bei dem Gewicht nicht endlos zur Verfügung stellen. Und wer hier die meistern Brocken abkriegt, müssen die beiden unter sich abmachen. So sind Katzen.

LG!

Ja das fand ich für 9 Monate auch viel aber der Tierarzt sagt das es noch im grünen Bereich ist . mh Nein das habe ich bisher nicht erlebt , die Katze meiner Mutter war sehr liebevoll und geduldig zu ihren jungen. Tja klatschen, kurze laute Töne von dich geben funktioniert alles nicht selbst wildes rumgefuchtel wird ignoriert. das einzige was jetzt noch greift ist aufstehen oder das androhen es zu tun. extrem hartnäckig eben. dabei hat er gar keinen Grund :(

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