HILFE ich habe ein großes Nitrit Problem Was tut?

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4 Antworten

Hallo,

techniklose Becken sind was für "Könner", für Aquarianer, die erstens einen genauen Plan haben, was sie da veranstalten, die zweitens die vielen biologischen Prozesse, die auch aufeinander aufbauen und/oder in einer Wechselbeziehung zueinander stehen, genauestens kennen und die es drittens schaffen, mit ihrem Wissen in so einem kleinen System trotzdem ein funktionierendes Gleichgewicht zu installieren.

Die wichtigen nitrifizierenden Bakterien entstehen ja nicht nur im Filtermaterial, sondern ebenfalls im Bodengrund und auf der Deko und den Pflanzen. Daher ist es in so einem AQ umso wichtiger, eine lange Einlaufzeit abzuwarten und schon gezielt eine Belastung des Wassers herbeizuführen, OHNE Tierleben zu gefährden.

Dann braucht es eine Menge Pflanzen, die viel Nitrat aufnehmen und Sauerstoff produzieren, sonst gibt es eine prima Algenplage. Der KaFi ist zwar nicht so sauerstoffabhängig wie andere Fische, aber die aeroben Bakterien brauchen ihn.

Ein ständig schwankender PH-Wert fördert die Fischgesundheit auch nicht wirklich. Etc. pp.

Weiterhin muss man bedenken, dass ständige, große TWW auch für einen KaFi immer wieder Stress bedeuten. Mir ist immer nicht so wirklich verständlich, warum man einem Tier das zumuten will, wenn so ein kleiner Filter nur wenige Euro kostet.

Einmal nicht aufgepasst oder keine Zeit oder Lust gehabt - und der Fisch bezahlt das mit seinem Leben! Das ist für mich nicht nachvollziehbar.

Eine Nitritvergiftung endet ja nicht unbedingt mit dem Tod des Fisches, es können ebenso bleibende Organschäden (durch zuwenig Sauerstoffaufnahme) entstehen, an denen das Tier dann in einigen Tagen oder noch später trotzdem noch stirbt.

Mir tun diese Tiere leid, die in einem ständig schwankenden, kibbeligen System leben müssen.

Gutes Gelingen

Daniela

Hi, danke für deine Antwort.

Ich hätte sogar einen Filter für das Becken, wollte ihn nur aus dem Grund nicht einsetzten, weil ich dachte die Stömung würde ihn zu sehr stören und sein Schaumnest würde immer wieder kaputt gehen. Jetzt habe ich den Filter jedoch montiert.

Ich werde jetzt einfach alle paar Tage einen WW machen und die Werte überprüfen.

Könnte sein komisches Verhalten im AQ auch daher rühren dass ich den Kies nicht gewaschen habe? Ich habe in meinen andern AQs immer Naturkies und den habe ich auch ordentlich durchgewaschen aber diesmal habe ich einen orangenen runden gekauft. Als ich ihn waschen wollte ist mir aufgefallen, dass das Wasser nicht milchig wird und so dachte ich, dass ich ihn nicht waschen muss. Könnte es sein dass noch Schadstoffe an dem Kies hingen?

LG shiramira2

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@Shiramira2

Das kommt natürlich auf den Kies an, den du benutzt hast. War es richtiger Kies für die Aquaristik, dann dürften, selbst bei gefärbtem, keine Schadstoffe enthalten sein - und ein Auswaschen wäre demnach auch nicht unbedingt notwendig.

War es ein Kies, aus einer eher "suspekten" Quelle - dann sollte man ihn ohnehin nicht für das AQ verwenden (wenn farbig).

Kleine Filter machen doch i.d.R. gar nicht so viel Strömung oder lassen sich einstellen oder drehen - da findet man immer eine Lösung.

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Hi

Dieses Nitritpingpong ist nachvollziehbar wenn es eine Quelle für organische Belastung gibt (hm?) und Wasserwechsel. Es wird sich spätestens nach Wochen bessern. Nur woher kommt die Belastung? Die von dir gemessenen Werte sind sehr gering und an der Nachweisgrenze der normalen Tests und sollten einem Betta kaum was ausmachen - ich verstehe das nicht so ganz und würde mich an deiner Stelle auch ziemlich wundern, tja. Es gibt ja noch das Ammoniak, das du nicht beobachtest, aber auch dafür braucht man erst mal DRECK irgendwoher. An sich ist das bei lediglich einem Betta gar kein Problem, das Becken bei täglichem Teilwasserwechsel so einzufahren mit dem Fisch drin - keine Ahnung warum das bei dir gerade nicht zu klappen scheint.


Lass das Becken mal ein paar Tage in Ruhe und beobachte den Nitritwert. Wasserwechsel ohne Fisch im Becken ist keine gute Idee:

Ansonsten: Ja, definitiv, du kannst das Becken ohne Filter betreiben, das ist bestens bewährt und das ist eben nicht sehr heikel da der Besatz 1 Betta auf 30 Liter äußerst gering ist verglichen mit einem normalen Becken. Denitrifizierende Bakterien werden sich in dem Becken ganz sicher ansiedeln, und der Stoffkreislauf läuft genau so wie mit Filter. Der Filter vergrößert lediglich die Oberfläche des Beckens durch die feinporigen Materialien darin und verbessert den Transport des Wassers zu den Destruenten.

  



Hi,

Hab mein Betta Becken auch nicht einfahren lassen. Das hat allerdings den Nachteil das man über Wochen vermehrt Arbeit hat. Die erste Woche habe ich jeden Tag Wasser gewechselt und die Werte kontrolliert, die Woche danach nur noch jeden zweiten Tag iss bis man bei einmal die Woche ankommt, wichtig ist es die Werte immer wieder zu kontrollieren. Nicht bei jeden passt meine Vorgehensweise.

Auch im Sepa solltest du nun jeden Tag das Wasser wechseln um die Keimdichte gering zu halten. 

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