Hilfe! Ich bin in Geldnot und mir wird mein Kindergeld verwehrt!

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7 Antworten

Was willst du mit dem Kindergeld? Das wird doch ohnehin angerechnet auf dein ALG II!

Wenn du Schulden hast, dann beantrage eine Stundung bis zu der Zeit, in der du richtig Geld verdienst.

Wenn du Krempel, der dir gehört, von deiner Mutter haben möchtest, dann musst du das schriftlich anmahnen und danach einen Mahnbescheid schicken und den dann vollstrecken lassen: http://www.recht.de/phpbb/kb.php?a=36.

Gruß aus Berlin, Gerd

DanielaPoison 10.03.2014, 04:45

Ja das wird es schon, aber ich bekomme ein wenig mehr als jetzt und das macht schon einen Unterschied, wegen den Schulden. Dann würde mir immer ein wenig mehr zum leben bleiben.

Ich fürchte ich muss durch Belege beweisen, dass die Dinge mein Eigentum sind oder? Weil ich habe die Sachen schon länger und vieles Geschenkt bekommen. Oder sind die dann in dem Fall verpflichtet das Gegenteil zu beweisen?

LD Dani

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GerdausBerlin 10.03.2014, 04:59
@DanielaPoison

Von deinem gesamten Nicht-Erwerbs-Einkommen (Kindergeld, Unterhalt, Halbwaisenrente usw.) kannst du 30,- im Monat abziehen als Pauschale für private Versicherungen.

Wenn du das schon von der Halbwaisenrente getan hast, kannst du das nicht nochmal vom Kindergeld tun.

Und wenn du von 391,- ALG II-Regelbedarf im Monat nicht leben kannst, dann musst du auswandern oder eine Arbeit aufnehmen.

Interessanterweise wandern die Leute eher ein deshalb :-).

Gruß aus Berlin, Gerd

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DanielaPoison 10.03.2014, 05:10
@GerdausBerlin

Ganz schön schwer mit dem Geld auszukommen in so einer Situation, aber machbar. Naja ich hoffe ich finde eine möglichkeit durch die Schuldnerberatung, das alles hinzubekommen. Danke für die Antworten. :)

LG

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GerdausBerlin 10.03.2014, 18:14
@DanielaPoison

Ich fürchte ich muss durch Belege beweisen, dass die Dinge mein Eigentum sind oder? Weil ich habe die Sachen schon länger und vieles Geschenkt bekommen. Oder sind die dann in dem Fall verpflichtet das Gegenteil zu beweisen?

Im Streitfall entscheidet ein angerufenes Gericht recht frei, wem es glauben mag. Siehe Richter Salomon in der Bibel, oder auch de.wikipedia.org/wiki/Beweis_(Rechtswesen): "Der Beweis bezeichnet die Feststellung eines Sachverhalts als Tatsache in einem Gerichtsverfahren aufgrund richterlicher Überzeugung." (Bitte weiterlesen!)

Ein Kaufvertrag auf deinen Namen ist natürlich ein stärkeres Indiz als eine vergilbte Quittung oder deine reine Aussage - wobei die Zeugenaussage eines Schenkers sicher auch Gewicht hat vor Gericht.

Aber das alles zählt im Zivilprozess:

  • Augenschein, §§ 371 f. ZPO,
  • Zeugen, §§ 373 ff. ZPO,
  • Sachverständige mit deren Gutachten in der Sache, §§ 402 ff. ZPO u.a. (Sachbeweis),
  • Urkunden, §§ 415 ff. ZPO,
  • Parteivernehmung, §§ 445 ff. ZPO, also deine eigene Aussage.

Vor Vorteil ist es immer - auch außergerichtlich, weil es eben wirkt! -, eine Liste anzufertigen mit den fraglichen Gegenständen, und zu jedem Punkt sämtliche Daten zu notieren, an die man sich noch erinnern kann!

Beispiel: "Nummer 14. CD AC/DC: "Highway to Hell", Kratzer links oben an der Hülle, geschenkt von Tante Amalie am 10. März 2004 zum 16. Geburtstag."

Gründlichkeit und Präzision beeindrucken am Ende aber auch die Gerichte.

Gruß aus Berlin, Gerd

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Also was deine persönlichen Sachen angeht,das musst du mit deiner Mutter schon selber klären,aber was das Kindergeld betrifft,kann es dir eigentlich ganz egal sein,wie lange sich das hinzieht oder nicht !

Denn solange du deine vollen Leistungen vom Jobcenter bekommst,ist doch alles gut,denn wenn du das Kindergeld bekommen würdest,würde das genau so wie dein evtl.Unterhalt ( der dir bei Schul oder Berufsausbildung zustehen würde,wenn deine Mutter leistungsfähig ist ) auf deinen Bedarf angerechnet.

Du hast also im Endeffekt nicht mehr als jetzt !

Dir braucht nichts unangenehm zu sein, ALGII ist Grundsicherung und die steht Dir zu! Ansonsten sollte das Jugendamt Dir bei Deinem familienrechtlichem Krempel behilflich sein. Wenn die AWO bei Dir um die Ecke ist - das ist eine gute Idee, die wissen sicher einen Anwalt zu dem Du mit dem Beratungsschein gehen kannst. Wahrscheinlich steht Dir Unterhalt zu. Mit Deiner Mutter solltest Du ziemlich gnadenlos verfahren.

DanielaPoison 10.03.2014, 04:49

Meine Mutter hat das früher seit meiner Geburt bis vor 3 Jahren noch bezogen und nichts getan. Nur Faul rumgesessen und sich mit Kindergeld bezahlen lassen und immer mehr Kinder in die Welt gesetzt um die sie sich nicht kümmert. Nur wenn das Jugendamt vorbeischaute hat sie die Kinder gemacht und das Haus aufgeräumt. Ich habe schon manchmal Angst dass die Leute die hören, dass ich ALG ll bekomme so von mir denken. :/ Ja das mache ich auf jeden Fall. :)

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Du bist mit 20 Jahren volljährig und offensichtlich hast du ein Verständnisproblem damit, was Kindergeld ist und wem es zusteht.

Also: Kindergeld wird zunächst erst einmal maximal bis zum 25. Lebensjahr ausgezahlt.

Wichtig: Kindergeld steht nach dem Gesetz zuerst einmal grundsätzlich den Eltern zu, nicht den Kindern! (Nachzulesen in §1 des Bundeskindergeldgesetzes).

Kindergeld soll den Eltern nämlich helfen, den Lebensunterhalt ihrer Kinder zu bestreiten. Das wird daher normal immer an die Eltern ausgezahlt.

In deinem Fall: unter 25 Jahre, keine abgeschlossene Schulausbildung und von zuhause ausgezogen sowie ALG-II-Empfängerin sieht es so aus, dass deine Eltern dir unterhaltspflichtig sind.

Woraus sie den bezahlen, ist deren Sache, normal auch teilweise oder ganz aus dem Kindergeld. Das Kindergeld wird normal niemals dem Kind direkt ausgezahlt.

Das bedeutet für dich und deinen Fall, dass du das dem Jobcenter genau so schildern musst. Die prüfen dann normalerweise nämlich, ob sie sich einen Teil der Hilfe, die sie dir monatlich zahlen, bei deinen Eltern holen können und bitten die dann zur Kasse. § 33 Abs. 1 SGB II. regelt das genau.

So oder so also: verabschiede dich lieber von dem Gedanken, dass du jemals direkt an dein Kindergeld kommst und dies deinen Regelsatz quasi "erhöht." Das wirst du nämlich nicht.

Normal muss das Jobcenter dies deinen Eltern abknöpfen. Sprich dein Jobcenter mal darauf an.

Genauere Erklärungen zum Thema Kindergeld, in denen auch dein Fall auftaucht, siehe hier: http://www.geldtipps.de/geld-vom-staat/arbeitslosengeld/kindergeld-fuer-volljaehrige-wem-gehoert-das-geld

Knarff 12.03.2014, 08:30

Die Kurzfassung: in deinem Fall ist der Kindergeldanspruch sehr wahrscheinlich auf das Jobcenter übergegangen und normal treiben die das dann bei deinen Eltern ein

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Na ja bissel naiv ist das wohl. Wenn dir das Jugendamt nicht helfen kann oder möchte wende dich an einen Anwalt. Beratungsschein beantragen , kostet wohl ca. 10 Euro und dann hilft dir der Anwalt. Allein wird es nichts und so hast du kompetente Beratung und Hilfe. Alles Gute und liebe grüße Alex

DanielaPoison 10.03.2014, 04:30

Danke, das mit dem Beratungsschein wusste ich nicht.

LG Dani

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Alexuwe 10.03.2014, 04:34
@DanielaPoison

Gene . Den bekommst du bei Gericht aber die meisten Anwälte erledigen das auch gerne für dich Dir alles Gute

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Wende Dich an eine kostenfreie Schuldnerberatung!

Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) bietet so etwas beispielsweise an

DanielaPoison 10.03.2014, 04:31

Diese Schuldnerberatung der AWO ist bei mir direkt um die Ecke. Was genau macht man dort? Ich musste ja glücklicherweise noch nie dahin.

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mariaohnejosef 10.03.2014, 04:36
@DanielaPoison

Erstmal klären die Dich über Deine Rechte und Pflichten auf:

Du bist vermutlich unverheiratet, hast keine Kinder und bist auch gegenüber sonst niemanden unterhaltspflichtig, dann darfst Du circa. 1.000€ im Monat verdienen, beziehen, erhalten, ... ohne dass Dir jemand dieses Geld pfänden kann. Sprich unter dieser Grenze bist Du offiziell zahlungsunfähig!

Genaueres können sie Dir vor Ort sagen und gleichzeitig mit Dir einen Plan ausarbeiten, wie Du Deine Schulden eventuell doch abzahlen kannst.

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Du kannst es einklagen aber bekommen wird es das Arbeitsamt und nicht du.

DanielaPoison 10.03.2014, 04:46

Inwiefern? :/

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kelzinc0 10.03.2014, 05:08
@DanielaPoison

Kindergeld behält das Arbeitsamt komplett ein ob es beim Unterhalt genauso ist weiß ich nicht sicher aber ich weiß sicher das du nicht mehr als 170€ behalten darfst davon Der übliche Freibetrag den jeder ALGII empfänger hat halt.

Ruf mal beim Arbeitsamt an und frag deinen Fallmanager ob udn wieviel du vom unterhalt behalten darfst. Würde ich machen bevor du es einklagst ;)

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DanielaPoison 10.03.2014, 05:12
@kelzinc0

Ok, da frage ich Morgen dann besser genauer nach, weil unnötige weitere Maßnahmen müssen ja nicht sein. :/

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DanielaPoison 11.01.2015, 23:22
@kelzinc0

so, ich bin nun zurück und kann sagen was es neues gibt. ich bekam rückwirkend mein kindergeld, das amt behielt weniger als die hälfte ein, d.h. ich bekam über 1.300€, seitdem bekomme ich (komischerweise) immer alle 3 monate mein kindergeld (aber dafür rückwirkend).

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