Hilfe, Grenzgänger Deutschland-Schweiz

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Hallo,

ich wohne in Weil am Rhein, arbeite in Basel. Es stimmt schon, der Wohnungsmarkt ist relativ angespannt, aber es gibt auch mit etwas Geduld und Ausdauer noch gute Wohnungen zu bezahlbaren Preisen, erst recht wenn Du dann Grenzgänger bist. Ich zahle derzeit für 80 qm knapp 700 Euro warm, da ist aber auch schon der Stellplatz fürs Auto mit dabei. Dank dem dramatisch abgewerteten Euro krieg' ich diesen Monat mehr "Plus" an Lohn als ich Miete bezahle (allerdings freut sich natürlich auch das Finanzamt darüber...Stichwort "kalte Progression").

Zu Deinen Fragen: Ich zahle als Grenzgänger mit Wohnort in Deutschland - was ich auch Dir unbedingt raten möchte, dies so zu handhaben - 4,5% Quellensteuer auf schweizer Seite, der Rest wird in Deutschland versteuert. Insgesamt aber genausoviel, wie wenn ich denselben Lohn in Deutschland verdienen würde.

Nun, in der Schweiz wirst du in der Regel 20 Tage Urlaub haben, es gibt aber auch Betriebe und Branchen mit 25 Tagen.

Die Schweizer sind in der Tat eher schlecht auf uns Deutsche zu sprechen, vor allem weil die "Sauschwobe" ihnen - wie viele meinen - die Jobs streitig machen. Dabei vergessen sie aber dass - wenn eine Stelle zu besetzen ist - diese nur mit Ausländern besetzt wird, wenn sich kein geeigneter schweizer Bewerber findet. Seit knapp 2 Jahren sind die Regeln für Grenzgänger strenger geworden, jedoch wird, wenn ein Arbeitgeber Dich einstellen will, dieser auch eine Grenzgängerbewilligung für Dich bekommen. Natürlich hat auch unser ehemaliger Finanzminister mit der Androhung die "Kavallerie" in die Schweiz zu schicken, nicht gerade zu einer freundlicheren Haltung uns gegenüber beigetragen. Abgerissene Fähnchen während der WM, demolierte Spiegel, abgeknickte Antennen an Autos sind alltägliche Dinge, mit denen man sich rumplagen darf, wenn man sein Auto mit Kennzeichen D regelmäßig in der Schweiz parkt. Es gibt aber auch ganz andere, freundliche, weltoffene Schweizer - ich habe da mit meinen Arbeitskollegen extremes Glück.

Wohnen kostet in der Schweiz locker mal das Doppelte wie in Deutschland, erst recht mit der neuen Wechselkurssituation wird's nur noch schweineteuer. Besser nah an der Grenze wohnen und pendeln. Die Schweizer im Grenzbereich rennen uns in Scharen die Geschäfte ein, sind doch Lebensmittel oft mehr als 50% billiger als bei den Eidgenossen, vor allem Fleisch, Wurst, Milchprodukte sind in der Schweiz einfach nur unverschämt teuer. Wenn ich dann noch die Alltagskosten für Telekommunikation, Fernsehen, Strom etc. anschaue .... ich hab' schon x-fach gerechnet, so hoch kann die Steuerersparnis gar nicht ausfallen, dass sich ein Umzug in die Schweiz lohnen würde. Zumal dann wirklich ein Heidenaufwand entsteht, weil Du Deinen ganzen Haushalt erst mal "importieren" musst, d.h. detaillierte Aufstellung Deines Hab und Guts wird nötig.

Bei weiteren Fragen darfst Du Dich sehr gerne auch privat an mich wenden.

Hallo klar würde ich gerne nochmehr wissen Beispiel. Ich mache mein eigenes Firma auf als maler Lackierer Beispiel weil am Rhein dürfte ich dann in der schweiz arbeiten ? Also meine Firma steht in Deutschland aber arbeite in der schweiz ?

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@DerPilot67

Hi,

das ist absolut kein Problem. Dank Schengen-Abkommen können Handwerksbetriebe aus beiden Ländern im jeweils anderen Land Leistungen erbringen. Ich kann Dir keine Details nennen wie das steuerlich abläuft, aber meine Arbeitskollegen lassen für alles Handwerker aus Deutschland kommen, weil auch die natürlich 30-50% günstiger arbeiten als die Schweizer.

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google mal es gibt das einige Foren speziell für Deutsche die in der Schweiz arbeiten. Das Steuerrecht ist ziemlich kompliziert und es wird noch komplizierter wenn du Grenzgänger wirst... dann kommt noch das mit der Krankenversicherung (privat!) dazu, in der Schweiz ist z.b. Zahnarzt nicht dabei und wenn kostet das richtig viel Geld. Auch sind die Mieten meistens teurer als hier. Wir waren mal dran in die Schweiz auszuwandern, aber mit 140.000 SFR Jahresverdienst hätten wir nach Abzug der Kosten wie Miete, KV etc. viel weniger gehabt als in D

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