Hilfe für beste Freundin vegen ritzen!

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8 Antworten

Ich habe selbst oft mit diesem Thema zu tun gehabt, da viele Personen, die ich besser kannte, dieses Problem hatten. Und ich habe ebenfalls versucht zu helfen und habe folgendes dabei gelernt:

Ich habe 2 Typen von Menschen kennengelernt, die sich ritzen. Einmal die, die es tun um in ihrem Freundeskreis dazuzugehören. Und einmal diejenigen, die wirklich Probleme haben. Es kann natürlich auch andere Gründe haben, warum sich jemand ritzt. Aber das waren so die zwei häufigsten, auf die ich getroffen bin. Die, die es getan haben um dazuzugehören, habe ich nicht weiter beachtet. Auch wenn es kalt klingt: Ich hielt es nicht für Wert meine Nerven für so eine Dummheit zu opfern. Aber bei denen, die wirklich Probleme hatten, habe ich versucht zu helfen, da dies zum Teil auch engere Freunde waren.

Das Problem ist, dass wir meistens keine Psychologen sind, die gelernt haben damit umzugehen oder zu helfen. Als Freund fühlt man sich oft persönlich mit einbezogen, was einen selbst schnell verzweifeln lässt. Wenn man immer und immer wieder sagt "Mach das nicht!" oder "Hör damit für mich/dich/irgendjemand auf!" nervt das schnell die betroffene Person. Sei ihr eine Freundin, höre ihr zu wenn sie auf dich zu kommt. Aber bedränge sie in keinem Fall und nimm Rückschläge nicht persönlich. Ich weiß es ist schwer, aber betrachte es, deiner eigenen Gesundheit zuliebe, mit etwas Distanz. Sonst wird man schnell mit reingezogen.

Das Problem am Ritzen ist das extreme Suchtpotential dahinter. Ich habe es in einem schwachen Moment auch einmal getan und kann dir folgendes schildern:

Ich wusste es ist schlecht, war in dem Moment aber so fertig mit der Welt (die Folgen, von dem was ich dir oben geschildert habe), dass ich nicht wusste, wie ich mich selbst aus dieser Trance reißen konnte. Als ich den ersten Schnitt an meiner Schulter gezogen hatte, merkte ich wie der Frust und alles andere verschwand. Und mit jedem Mal fühlte es sich besser an. Da war es mir auch total egal was andere denken würden und dass ich mir die Schulter mit einer fast stumpfen Klinge aufgeschnitten habe. Ich fühlte mich wach und es war als wären alle Probleme weg. Das hielt aber nur kurz an und ich spielte mit dem Gedanken es wieder zu tun. Nach gerade mal etwa 4 Stunden! Das hat mich so erschrocken, dass ich es meinem Bruder und meinen Eltern erzählt habe. Das war das erste und einzige Mal, dass ich dies getan habe.

Es ist jetzt gut 4 bis 5 Jahre her und trotzdem habe ich Angst in einem Moment, in dem ich mich vielleicht nicht unter Kontrolle habe, es erneut zu machen. Dementsprechend schwer ist es für Menschen, die das über Jahre gemacht haben, damit aufzuhören. Das ist ähnlich mit einem Alkoholiker oder Raucher. Und hätte mir jemand gesagt "Hey, das wird schon wieder." hätte mich das extrem genervt und wer weiß ob ich es dann durchgestanden hätte. Aber da ist jeder anders.

Wie gesagt: Bedränge solche Menschen nicht, aber höre zu wenn sie mit dir reden wollen. Nicht mehr und nicht weniger. Dafür sind wir nicht ausgebildet.

Ich gehe mit diesem Thema sehr offen um, da es so extrem schwer ist nachzuvollziehen, warum man soetwas tut. Helfen kann man als Außenstehender nicht (wenn man dafür nicht ausgebildet ist), höchstens beistehen. Und das auch nur, wenn die betroffene Person das auch will.

Also versuche deiner Freundin eine gute Freundin zu sein. Das hilft wahrscheinlich mehr, als wenn du den Psychater spielst.

Ich hoffe, dass dir das in irgendeiner Art und Weise helfen konnte.

Ich kenne das gefuehl:/ meine beste freundinn hats auch getan, obwohl sie damals auch schon beim psychologen war, eines tages hatt die klasse es gesehen und sie hatt sich geschämt ich hab ihr einfach ernsthaft gesagt das wir alle besorgt sind und gesagt das es nichts bringt und das sie aufhören muss!!! Zumgluck hat sie kurz danach aufgehört! ♡ hoffe deine freundinn schaffts auch!! versuch sie einfach zu unterstutzen und zufragen ob du was tun kannst. Und eine gute psychologin kann auch wirklich helfen und sowas muss einem nich peinlich sein es is nur schön zu wissen das man hilfe bekommt.!

wenn man sich ritzt gibt es immer einen bestimmten Grund dafür... erstmals solltest du evtl. diesen Grund wissen. ritzen befreit den druck und schmerz von der seele. es ist ein befreiendes gefühl das ganz einfach ein Hilferuf von seinem "schmerz" sowie Verzweiflung ist. Meist machen es die betroffenen wenn sie kein anderer Ausweg mehr wissen von ihren "Problemen" abzulenken etc.... wird dieser Hilferuf nicht von aussen erkannt kann in verschiedenen fällen ein Suizid versuch folgen! (ohne dir jetzt angst machen zu wollen).... aber ich spreche aus eigener Erfahrung..... desswegen ist es äusserst wichtig das du dies (wie "kleckerfrau" schon geschrieben hat) ihren Eltern meldest damit sie ihr helfen können. sie braucht unbedingt einen Psychiater... Psychologe bringt da nicht viel... (war bei beiden) bei mir hat damals auch meine kollegin dies meinen Eltern erzählt und mir geholfen einen guten Psychologen zu finden... aber wie schon geschrieben konnte die mir nicht helfen (weil sie nicht die richtige resp. ausreichende Ausbildung dazu haben) also verwies mich mein HA zum Psychiater der dann auch helfen konnte.....ich hoffe ihr könnt sie zusammen überreden sich Profesionelle hilfe von einem Psychiater zu holen... ohne solche hilfe wird sie leider nie davon los kommen da man es ohne zu überlegen automatisch macht.. es ist wie eine sucht! und wird immer schlimmer......ich hoffe für sie das sie die hilfe annimmt und davon los kommt! sie wird sehen, danach lebt es sich wider viel leichter ohne diesen druck und schmerz. alles wird einfacher! :)

alles liebe, Olivia

Versuch den Grund raus zu finden und Versuch mit ihr eine Lösung zu finden was ganz wichtig ist , ist ihr zu zeigen dass sie dir wichtig ist und dass du sie brauchst dass kann das schlimmste verhindern Viel Glück

Der Zwang zum Ritzen kommt durch eine emotional instabile Persönlichkeitsstörung. Du weißt, dass Deine Freundin ein Problem mit sich hat.

Das Ritzen befreit von innerem Druck, der Schmerz lässt sie wieder ihren Körper spüren. Deine Freundin "hasst" ihren Körper. Sie fühlt sich ungeliebt, doch sie ist auch nicht fähig sich selbst zu lieben. Nimm sie in den Arm, drücke sie, zeig ihr, dass sie Dir etwas bedeutet.

Rede mit ihr über das Warum. Warum verschandelt sie ihren Körper mit lebenslang sichtbaren Narben? Warum schafft sie immer neue Eintrittspforten für Bakterien und sonstige Krankheitserreger.

Manchmal kann man etwas nicht in Worte fassen – aber man kann sich in den Arm nehmen. Körperliche Nähe ist wichtig, sie zeigt auch, dass du kein Problem mit ihrem Körper hast. (Allerdings gilt das nur, wenn deine Freundin Berührungen zulässt, denn oft lehnen Betroffene körperlichen Kontakt ab).

Wen du ihr wirklich helfen willst, sag es ihren Eltern . Sie müssen sich um ihr Kind kümmern und sie dazu bewegen zu einem Psychologen zu gehen. Das ist auch kein petzen, das ist nur das Beste für sie.

Wenn du in Sorge um sie bist, dann versuch ihr vor Augen zu fuehren, dass es nichts bringt.. Und frag sie aus, warum sie das macht.

hm. vlt. sollte man den grund herusfinden??

cookie63 30.06.2014, 14:38

Die Gründe weis ich und ich kann es nicht ihren eltern sagen, weil sie sich auch wegen ihnen ritzt und sie sich jetzt auch noch scheiden lassen. Auf die frage warum sie das tut und ob sie das für ihr leben lang sehen will hat sie gesagt es hilft ihr und ihr ist es egal ob sie es für immer sieht.. sie sieht keinen anderen Ausweg und es gefällt ihr den schmerz zu spüren..

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