Hilfe: Fristlose Kündigung möglich?

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10 Antworten

Wenn du die Kündigungsfrist nicht einhältst, wird der Arbeitgeber auf deine Kosten eine Ersatzkraft bestellen. Wahrscheinlich hast du ja auch noch eine Lohnforderung

Umziehen kannst du doch auch nicht von heute auf morgen. Du hättest also jederzeit fristgerecht kündigen können.

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1) Ein Umzug ist kein Grund für eine fristlose Kündigung seitens des Arbeitnehmers. Du hättest ja längst zum Umzugstermin fristgerecht kündigen können. Warum hast Du das nicht getan?

2) Mit "unzumutbar dort weiter zu arbeiten" hat das ebenfalls rein gar nichts zu tun. Die Kündigungsfrist war Dir bekannt. Du hättest das Koordinieren können.

3) Wie kommst Du auf 2 Wochen Kündigungsfrist? Steht das ausdrücklich in Deinem Arbeitsvertrag drin? Sonst gilt nämlich die gesetzliche Regelung aus dem BGB (sowie evtl. eine Regelung aus einem Tarifvertrag)

§ 622 Abs. 1 BGB sagt aus:

1) Das Arbeitsverhältnis eines Arbeiters oder eines Angestellten (Arbeitnehmers) kann mit einer Frist von vier Wochen zum Fünfzehnten oder zum Ende eines Kalendermonats gekündigt werden.

Die Vorschrift des § 622 BGB findet auf alle Arten von Arbeitsverhältnissen Anwendung, so auch auf Teilzeitkräfte, befristet beschäftigte Arbeitnehmer und geringfügig Beschäftigte.

4) Von dem Rat bei Betrieb A einen "gelben Schein" als eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorzulegen und gleichzeitig bei Betrieb B zu arbeite, kann ich Dir nur dringend abraten. Wenn das raus kommt hast Du mindestens eine Schadenersatzklage am Hals.

Eigentlich gibt es für Dich nur eine Möglichkeit:

Du musst Dich mit Deinem alten Chef im Betrieb A zusammen setzen und einen Auflösungsvertrag machen. Nur so kannst Du "sauber" und termingerecht bei Betrieb B anfangen.

Darauf einlassen muss sich Betrieb A aber nicht. Man kann dort auch auf Erfüllung des Arbeitsvertrages bestehen. Kommst Du dem nicht nach bist Du Schadenersatzpflichtig. In Falle dass Betrieb A wirklich auf Einhaltung der Kündigungsfrist besteht, bleibt Dir nichts anderes übrig als im Betrieb B Bescheid zu sagen, dass Du erst später dort anfangen kannst.

An dem Dilemma bist Du aber ausschließlich selber schuld.

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Verschaffe dir einen sauberen Abgang in dem Cafe und bespreche das mit dem Arbeitgeber, vielleicht könnt ihr euch ja auf einen Aufhebungsvertrag mit verkürzter Kündigungsfrist einigen.

 Aber ohne die Zustimmung des Arbeitgebers klappt das nicht. Warum hast du dem Betrieb B  denn nicht die Wahrheit gesagt, die zwei Wochen hätte der bestimmt gewartet.

Wenn du zu Betrieb A nicht mehr gehst, dann wird das u.U. als Arbeitsverweigerung angesehen und u bekommst evtl. eine fristlose Kündigung, außerdem kann der Arbeitgeber einen Schadenersatz von dir verlangen.

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Ein Vertrag ist rechtlich bindend.

Der Umzug, oder der neue Job ist kein Grund für eine fristlose Kündigung.

Das Du umziehst weist Du ja auch nicht erst seit gestern, Du hättest also problemlos fristgerecht kündigen können.

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Das kannst du nicht machen das ist ein Vertragsbruch dir kann eine Vertragsstrafe blühen.

Vor allem wäre es auch nicht fair anderen Kollegen gegenüber sie müssen deine Arbeit mitmachen.

Wenn du dich später mal auf eine andere Arbeitsstelle bewirbst steht ja auch im Lebenslauf das du dort gearbeitet hast, manche Arbeitgeber informieren sich über Ihre Bewerber bei den alten Arbeitgebern und das kommt mit Sicherheit nicht gut an.

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Teile den neuen Betrieb mit das du 2 Wo. Kündigungsfrist hast und ob er dich danach einstellt.

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der alte betrieb kann schadensersatz von dir verlangen wenn du die frist nicht einhalten willst. das bekommt der betrieb sicher auch begründet

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Kommentar von Familiengerd
20.04.2016, 13:17

das bekommt der betrieb sicher auch begründet

Auf den Nachweis des Schadens - und die Begründung - wäre ich aber echt einmal gespannt!

Und weil in der Regel ein derartiger Nachweis für einen solchen Schaden - der alleine und unmittelbar nur deshalb entstanden sein muss, weil das Arbeitsverhältnis vertragswidrig beendet wurde, und nicht auch z.B. aufgrund von Erkrankung entstanden wäre - nicht zu erbringen ist, vereinbaren viel Arbeitnehmer eine Vertragsstrafe für einen solchen Fall.

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Du ziehst ja sicher nicht morgen um. Und wenn doch, dann weißt Du das ja sicher nicht erst seit heute.

Verträge werden dazu gemacht, daß jeder weiß, was seine Rechte und Pflichten sind.

Die Pflicht des Arbeitgebers ist, Dich für die geleistete Arbeit zu bezahlen.

Die Pflicht des Arbeitnehmers ist, zur Arbeit zu erscheinen.

Für beide gilt die Pflicht, Kündigungsfristen einzuhalten.

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Nein, ist kein Grund, man wird dir sagen, dass du mit deinem Umzug bis ende der Kündigungsfrist warten musst.

Mach nicht den Fehler und tus trotzdem, dann droht dir eine Vertrafsstrafe von bis zu einem gesamten Bruttomonatseinkommen.

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Kommentar von Familiengerd
20.04.2016, 12:48

dann droht dir eine Vertrafsstrafe von bis zu einem gesamten Bruttomonatseinkommen

Wo ist denn hier davon die Rede, dass eine Vertragsstrafe vereinbart worden sei?!?!

Und selbst wenn: Bei einer Kündigungsfrist von 2 Wochen  wäre eine Vertragsstrafe in Höhe von maximal 1/2 Monatsentgelt erlaubt; wurde mehr vereinbart, wäre die gesamte Vertragsstrafenklausel nichtig!

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betrieb A kann dich auf schadensersatz verklagen und ein schlechtes zeugnis kriegste och noch...

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Kommentar von Familiengerd
20.04.2016, 12:51

betrieb A kann dich auf schadensersatz verklagen

... wenn er denn einen Schaden nachweisen könnte, der alleine und unmittelbar in direktem Zusammenhang mit der vertragswidrigen Beendigung des Arbeitsverhältnisses entstanden wäre!

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