Hilfe! Freund wurde ins Krankenhaus gebracht wegen Alkoholkonsum,was nun?

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10 Antworten

Solch eine Situation kenne ich zur Genüge und weiß, wie sehr die Alkoholkrankheit des Partners einen runterzieht.

Ein Alkoholabhängiger kommt erst dann vom Alkohol los, wenn er das selbst will. So wie du es schilderst ist er immer noch nicht so weit unten angekommen, damit sich die Einsicht durchsetzt, aufzuhören. Im Versprechen, aufzuhören, sind Alkoholiker richtig gut, auch darin, Schuldzuweisungen zu verteilen. Man sollte einem Alkoholabhängigem nichts glauben, die ständige Lüge gehört zum Krankheitsbild.

Dein eigenes Leben wird doch schon vom Alkohol bestimmt, du bist, wie man sagt "koabhängig".  Wenn du noch eine Weile wartest, dürften bei ihm neben dem Saufen noch körperliche Schäden eintreten. Er säuft sich buchstäblich zu Tode.

Als Antwort auf deine abschließende Frage:

So hart es ist, mache ein Ende, auch mit Schrecken, denn sonst hast du den Schrecken ohne Ende. Bemühe dich also nicht, ihm irgendwas vorbeizubringen. Breche den Kontakt ab. Es gibt derzeit keine Alternative.

Du solltest für dich Hilfe suchen. In jeder größeren Stadt gibt es Suchtberatungsstellen, dort sitzen wirklich qualifizierte Menschen, die dir in dieser Situation helfen und dich beraten. 

Ich wünsche dir viel Kraft, das durchzustehen. 

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So wie du dich verhältst, hat dein Freund überhaupt keinen Grund, mit Saufen aufzuhören. Wenn ein Alkoholiker merkt, dass kein anderer seine Probleme aus dem Weg räumt, 'kann' er zur Einsicht kommen. Guck dich mal auf der Webseite, die Robi187 dir empfohlen hat, um. Auch im blog.Al-Anon wirst du Lebensgeschichten finden, in denen du dich und dein Verhalten wiedererkennst - wenn du ehrlich mit dir bist.

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Nütze diese Gelegenheit um ihn aus Deinem Leben zu streichen....der einzige Rat den ich Dir geben kann.  Pack seine Sachen zusammen und bring die zu seinen Eltern. Nimm Dir eine neue Telefonnummer und tausch die Schlösser aus, wenn er einen Schlüssel haben sollte.

Jeder Gedanke, den Du noch für ihn hast, ist verschwendete Liebesmühe. Hier gilt: Besser ein Ende mit Schrecken, als Schrecken ohne Ende.

Ich denke mal, dass es nicht das ist, was Du hören wolltest. Doch leider das Einzige, was ich dazu sagen kann. Ich drück Dich im Gedanken, denn ich weiss wovon ich rede, LG Silvie

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Die Geschichten sind immer die gleichen. Ich habe 1 Jahr auf der Alkoholentzugsstation gearbeitet, in einer Psychiatrie, wo er auch sein wird wenn geschlossene Station. Alkoholsucht ist echt übel, schlimm und schwieriger als Drogenentzug, wenn er nicht aufhört wird er am Alkohol zu Grunde gehen, Alkohol ist erstrangig, so wie du dir jetzt schon die Schuld gibst für seine Sucht...Seine Sucht führt zu den Problemen, nicht deine Reaktion auf seine Sucht. Er sollte dringend aufhören, wirklich...Das Verhalten ist ähnlich dem Suizid...es steigert sich ins extreme und das bleibt nie konsequenz-los. Wenn er dann mal 2 Flaschen Vodka trinken kann oder Desinfektionsmittel, Alkohol bunkert, lagert oder versteckt, haste damit nur Probleme, dauert es nicht mehr lange und der Körper macht schlapp sowie die Zuneigung und der Sozialkontakt. Das interessiert die Leute aber nicht...man kann reden und bitten, alles schon gemacht und immer nett gewesen und 2 Wochen später waren die wieder da. Weil im gleichen Mileu aktiv, bei Saufkumpels oder Bars etc...Der Wechsel in die "Normalität" muss sofort und extrem passieren...kalter Entzug ist schwer aber möglich, bloß nicht warten. Man muss die Leute festbinden und sehr lange warten, sonst aus eigener Kraft sehr schwierig.

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Für Angehörige von Alkoholikern gibt es Al-Anon. Da bist du gut aufgehoben.

Der Alkoholiker ist, wenn er den ersten Schluck macht, dem Alkohol gegenüber machtlois. Und der Angehörige ist dem Alkoholismus seines Partners gegenüber machtlos.

Alles andere ist Selbsttäuschung.

Und: die Angehörigen sind ebenso krank wie die Alkoholiker selbst. Deren Suchtmittel ist der Alkoholiker.

Und genau dafür gibt es die Selbsthilfegruppen für Angehörige.


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Gute Gelegenheit, um siich final von ihm zu trennen.

Und mach unbedingt selber auch eine Therapie. Du hast sie offensichtlich bitter nötig.

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Kommentar von JanineKlose
08.12.2015, 01:41

Ich war vor ca. 4 Jahren in Therapie,danke ich komme zurecht  :)

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trenne dich von ihm die Sachen kannst du seinen Eltern geben.

Auskunft wirst du keine kriegen da ihr nicht verwandt seit 

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also so lange ist er ja noch nicht weg. vielleicht taucht er heute nacht wieder bei dir zu hause auf. ansonsten rufst du am besten morgen nochmal überall an: polizei, seine familie, psychiatrie..

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Kommentar von JanineKlose
08.12.2015, 01:40

Das ist es ja. Er soll nicht hier auftauchen. Sobald er hier ist,wird es wieder von vorne losgehen. Deshalb hatte ich ihn ja rausgeworfen. Ich wollte lediglich wissen ob ich noch irgendwo fragen kann wo sie ihn hingebracht haben,oder ob er draußen ist. 

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Ich an deiner Stelle würde mich trennen, bevor du daran zu Grunde gehst. lg

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