Hilfe! Facharbeit: Wirtschaftlicher Vergleich der beiden Drogeriemärkte DM und Rossmann

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3 Antworten

Die Bevorzugung eines Ladens ist sicher gegen Ende so einer Arbeit am Platz. Aber ein wirtschaftlicher Vergleich sollte vor allem die Grösse, Filialanzahl, Anzahl Mitarbeiter, Kundenzahl, Verkaufsflächen usw. enthalten, soweit veröffentlicht. Weiters könnte Anzahl und Art der Eigenmarken und das Verhältnis zu Markenartikeln (auch preislich) interessant sein. Vielleicht auch eine Aufgliederung nach Warengruppen.

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Geht gar nicht, denn dann (der vorher) müsstest Du Deine Umgebung sozio-ökonomisch usw. bestimmen. Sind die für irgendwas repräsentativ? Wenn sie sich nicht genau bestimmen lässt, wäre es völlig zufällig und nicht mehr als eine google-Suche "Meinung über DM". Dazu kommt: Auf wie viele Filialen bezieht sich die Umfrage, sind die Filialen unterschiedlich erreichbar etc. Weißt Du, wie man eine gültige Umfrage macht? Wie man Fragen formuliert, wie man die Befragten auswählt etc. Um die Schwierigkeiten von Umfragen zu illustrieren: Man unternahm kürzlich den Versuch, die Pegidisten genauer zu bestimmen. von 1500 Befragten haben 500 überhaupt geantwortet, die Antworten konnten nicht überprüft werden, die Umfrage wurde allgemein verrissen. Und das waren immerhin 500 Antworten und die Umfrage wurde von einem Institut für Soziologie unternommen. Selbst wenn alle 1500 geantwortet hätten, wäre noch Vieles offen gewesen. Vergleiche das mit Wahlumfragen: Da werden tausende befragt, dennoch schwanken die Prognosen und ändern sich von Woche zu Woche und von Umfrage zu Umfrage. Sonst ließen sich Wahlen durch Umfragen ersetzen. Natürlich kannst Du umfragen, aber der Wert der Umfrage ist mehr als zweifelhaft, vorausgesetzt die Umfrage ist methodisch ordentlich. Ausgangspunkt müssen harte Zahlen und Wissen von Marketingskonzepten sein.

Am Anfang solltest Du nicht einfach mit Unterschieden, keinesfalls mit "gefühlten Unterschieden" (was Deine Umfrage zutage brächte), sondern die Beschreibung der Branche und des Drogeriemarkts. Wie erfüllen DM und Rssm. die Anforderungen, wie versuchen sie sich von der Konkurrenz abzuheben ("Alleinstellungsmerkmale", wenn es welche gibt), welche Strategien der Diversifikation verfolgen sie usw. Das gehört z.T. auf die Seite Marketing. Die nächste Seite ist die Unternehmensorganisation, und das Finanzielle und die Rechtsform. Wer fällt Entscheidungen, welche Freiräume haben die einzelnen Filialen.

Und da stoßen wir auf ein Problem: Du kannst ja nicht zu jedem Punkt zwei Seiten schreiben, was auch zu wenig ist, um was Substantielles zu sagen, sondern Du musst einzelne Punkte nehmen und bisschen in die Tiefe gehen. Also: Mache Dich über den Drogeriemarkt kundig und über Grundbegriffe des Marketing, soweit sie hier von Belang sind. Dann besorgst Du Dir Zahlen und Daten über das Unternehmen (Rechtsform, Organisation ...) und dann -- erst jetzt fängst Du an zu schreiben -- vergleichst Du in einigen Punkten. Du könntest fragen, mit welchen Strategien die Filialen nicht nur allgemeine/deutschlandweite/europaweite/länderspezifische Wünschen und Bedürfnissen erfüllen (und versuchen, Wünsche und Bedürfnisse zu wecken, und die Kunden binden, sondern auch auf die Situation vor Ort reagieren und reagieren können. Alle dm-Filialen schauen gleich aus, jedenfalls auf den ersten Blick. Ist das so? Ist Alles vom Ober-DM oder er Geschäftsführung vorgegeben? Welche Strategie kann der Filialleiter verfolgen -- wenn er es kann --, um in Oberschnepfenreuth Leute zu binden, was in Unterstülpa nicht so gut liefe. Sind sich dm und Rssm. in Unterstülpa ähnlicher (weil beide die Unterstülpaner bedienen) oder sind sich dm-Filialen in Oberschnepfenreuth und Unterstülpa ähnlicher (globale<-->lokale Unterschiede).

So kannst Du das beispielsweise eingrenzen, sonst läuft nix.

PS: Man kann nicht "in einer Basis" vergleichen (das kann man nur, wenn man mit seinem Laptop im Sockel einer Statue hockt, dann ist man in einer Basis und schreibt), sondern man vergleicht auf eine bestimmten Basis. Die Basis wären Kennzahlen oder Rechtsformen oder Marketingstrategien oder so.

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Kommentar von Oberfrosch
07.02.2015, 11:27

Ich hab's ja geahnt: In Kotler, Armstrong, Wond und Saunders, Grundlagen des Marketing, 5. Auflage, München 2011, S. 65--67 gibt es einen Abschnitt über eine Marketing-Strategie von dm. Es geht um social responsibility, was man, aus Sicht des Religionslehrer, unter ethischen Gesichtspunkten, unter denen des BWLers unter Marketingsgesichtspunkten (~Kundenbindung) betrachten kann. Dazu gibt es bei Rssm. wahrscheinlich nichts Gleiches, aber vielleicht Vergleichbares (wie präsentiert sich das Unternehmen seinen Kunden nicht nur als Ort zum Kaufen, sondern als verantwortungsvoll, amüsant etc.). In der einzig wahren deutschen Hauptstadt versucht ja auch ein ehemals staatliches Telekommunikationsunternehmen nicht nur unmittelbar Gewinn zu machen, sondern die Leute von seiner "Gutheit" zu überzeugen, indem es Straßenbahnen sponsert (jedenfalls einige Zeit lang), Konzerthäuser finanziert (oder doch nicht), Straßenmarathon unterstützt und überall im Stadtbild gegenwärtig sein will.

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Schreib am besten das man beide Drogerien meiden sollte, besonders Rossmann. Dann würden die kleinen Drogerien wieder mehr Kunden haben. Die beste Drogerie im Gesamtsortiment ist übrigens Drogerie Müller

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