hilfe dyskalkulie?

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2 Antworten

Das kann natürlich sein. Glaub ich aber nicht... dann würdest du ständig Zahlendreher machen. Hilft aber nicht viel, du musst es ja trotzdem machen. :) Aber wenn du nicht gerade Ingenieur oder Arzt etc werden willst, reicht es, wenn du bestehst. Eine 3 kriegst du aber locker hin.

Ich glaube, ein Teil deines Problems ist auch schlicht Stress bzw Leistungsdruck. Wenn man sich unter Druck setzt, hat das Gehirn unheimlich Probleme, Sachen im Gedächtnis abzuspeichern. Mathe ist nicht dein Gegner, den du beherrschen musst, sondern einfach ein Mittel zum Zweck. Zum Beispiel, wenn du berechnen willst, wieviel Stoff du für die Dreiecke einer Patchworkdecke brauchst, oder wieviel Zucker für die Muffins, wenn du nicht nur 12, sondern 30 backen willst.

Du bist da auch echt nicht allein.

So als Beispiel: Ich hatte nie Probleme mit dem 1x1, aber wir hatten das auch zu Hause als Spiel (das Spiel "Trio" von Ravensburg), so dass man das da so nebenbei lernte. Oder meine Mutter hat mich nebenbei immer mal gefragt: "9 mal 6?" und so. :D Da war dann immer das Spiel im Vordergrund, das Lernen kam von selbst. Ich hab Matheformeln ganz normal wie Vokabeln auf Karteikarten geschrieben und gelernt, wenn ich unterwegs war. Oder wie ein Gedicht die Sachen vor mir hergesagt. Da stand dann auf einer Seite eben "Umfang eines Kreises" und auf der anderen "2 Pi r" (wenn ich mich recht erinnere). Meine Noten pendelten auch meist so bei 2 und 3 herum, auch mal eine 1 oder eine 5... und ich war ebenfalls sehr gut in Geometrie, hatte aber Schwierigkeiten mit den abstrakteren Sachen wie Gleichungssystemen und Kurvenberechnungen. Ich hatte auch ein Talent für Chemie (Leistungskurs), weil ich mir Atome gut vorstellen konnte, aber Probleme mit Physik (eine 5), weil es da um Kräfte ging, die ich nur schlecht als Bild im Kopf einprägen konnte.

Ich finde, es ist ein zu häufiger Fehler, wenn Menschen sagen, sie seien gut oder schlecht in Mathe. Dazwischen gibt es viele Graustufen. Ist ja bei Sprachen nicht anders. Meine Großcousine hat Englisch und Französisch an der Sorbonne in Paris studiert und lebt seit 15 Jahren in England. Aber meine Güte, sie hat einen furchtbar starken deutschen Akzent! Sie ist fleissig und paukt Grammatik und Vokabeln wie sonst keiner, aber sie hat absolut kein Ohr für Sprachen. Ich hingegen bin zwar längst nicht so fleissig, habe aber immerhin einen Englischen Akzent (weiß ich vom Sprachlabor), obwohl ich noch nie in England war... ich habe allerdings ab und zu die Harry Potter-Schauspieler nachgesprochen. :P

Ich kenne auch viele, die enorme Probleme mit Geometrie und Sprachen haben, aber Kurvenberechnungen nur so raushauen. Keine Ahnung, woran das liegt, aber du hast auf jeden Fall Grund, zukünftige Aufgaben zuversichtlich und selbstbewusst zu betrachten. Unterschätze dein Gehirn nicht und lass es krachen. :D Und wenn du eine Blockade hast, sag die Aufgabe laut vor dich hin, nimm Schmierzettel zur Hand oder mach eine Pause auf den Klo. (Kein Witz. Das entspannt.) Streck dich, mach dir einen Tee, lenk dich ab. Und vor allem: Schlaf drüber. Immer ein paar Tage vor einer Arbeit schon Lernen, am besten immer noch am gleichen Schultag, damit man noch Fragen stellen kann und das Gehirn gut abspeichern kann. Kein Lehrer nimmt es einem übel, wenn man sich zu einer Hausaufgabe meldet und sagt: "Ich stehe bei der Aufgabe total auf dem Schlauch. Können wir die nochmal Schritt für Schritt durchgehen?" Dafür sind Hausaufgaben ja da - zum Üben und zum Überprüfen des Gelernten.

Jeder kann auch mal ein schlechtes Halbjahr haben, beim nächsten Thema bist du dann vll wieder oben auf. Zum Trost: In der 11. Klasse hatte ich zB enorme Probleme mit organischer Chemie und am Ende des Jahres eine 4, hab Chemie aber dann trotzdem als Leistungskurs gewählt und mich in die Sache reingekniet, einfach, weil es mich interessiert hatte. Ich hatte dann auch eine 1-2. Und anschließend Sprachen studiert.

Grundsätzlich kann ich dir empfehlen, immer erstmal entspannt an die Sache ranzugehen - als wären das keine Hausaufgaben, sondern ein Rätsel, was du zum Spaß lösen willst, wie Sudoku oder so. Es hilft, wenn man zB die Beispielaufgaben aus der Schule oder auch von Mathelernseiten ab zum Lernen erstmal schön abschreibt, um sich die Rechenschritte dabei einzuprägen. So richtig in Schönschrift, evtl mit verschiedenen Farben, um Wichtiges zu markieren. So richtig Schritt für Schritt, wobei du neben jede Zeile schreibst, was im nächsten Schritt gemacht wird, als würdest du das jemand anderem beibringen wollen. Ein alter Trick ist auch, sich Spickzettel für Klassenarbeiten vorzubereiten - nicht, um sie zu benutzen, sondern weil man dann genau überlegen muss, was man kann und was nicht und wie man das am besten auf so einem winzigen Zettel unterbringt. Meist kann man am Ende den Spickzettel auswendig, bevor die Arbeit beginnt. :P

Viel Erfolg!

quatsch, wenn du dyskalkulie hättest wüsstet du z.b. wenn einer "siebenundvierzig" sagt nicht, ob es 47 oder 74 geschrieben wird.

Gut ich dachte schon....ich denke es Liegt am lehrer weil bei denen davor hatte die klasse immer super noten :)

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