HILFE Chronische-Depresionen

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4 Antworten

hallo tuttilive

ja, ich kenne chronische depressionen. von mir selbst und auch von bekannten. das wichtigste ist jedoch zu definieren, was eine depression genau ist (du schreibst keine details).

eine depression unterscheidet sich stark von einfacher "traurigkeit/verzweiflung" und auch von einer "normalen" lebenskrise. erstere ist eine ernstzunehmende krankheit, zweitere bezw dirttere eine menschliche gefühlsreaktion.

ob jemand depressiv ist, bestimmt in allen fällen ein facharzt (psychiatrie) oder psychologe anhand objektiver kriterien.

Die Hauptsymptome einer Depression sind:

  • antriebslosigkeit
  • freudlosigkeit
  • weitgehender interessensverlust an so ziemlich allem im leben

nebensymptome gibt es wie sand am meer. z.B:

  • angstzsutände
  • deralisation/depersonalisation
  • schlafprobleme
  • akute minderwertigkeitsgefühle
  • entscheidungsschwierigkeiten
  • usw usf

wie gesagt stellt weder du, ich noch sonst jemand eine medizinische diagnose. dies tut eine fachperson.

zu den therapiemöglichkeiten

im prinzip gibt es drei gängige therapieverfahren:

  • pharmakotherapie (medikamente)
  • psychotherapie
  • elektrokonvulsationstherapie (ekt)

Mit abstand am häufigsten wird eine phramakotherapie verortnet. oft muss ein patient mehrere medikamente bis in zu mehreren medikamentenkombinationen durchprobieren, bis eine pharmakotherapie anspricht. die erst-responsrate, also das ansprechen einer person auf das erste medikament liegt lediglich bei 15%. nach unzähligen umstellungen sind es am schluss ca. 65-70%, welche auf eine pharmakotherapie ansprechen. die meisten davon haben unter massiven nebenwirkungen zu leiden, so dass die medikamente nach einer stabilisierung stark reduziert werden müssen.

den technsichen vortschritten zum trotz bleiben immer noch 30-35%, die eine sogenannte therapieresistenz auf pharmakologische behandlungen aller kateorien (SSRI/SSNRI, triezyklische AD, Lithium usw) aufweisen. da eine depression oft mit der zeit von selbst wieder besser wird, erübrigen sich die behandlungen jener personen. allerdins sind es rund 15% der Patienten, welche eine chronische und pharmakotherapierestistente depression aufweisen. in diesen fällen kommt oft eine elektrokonvulsationstherapie (kurz ekt) zum einsatz. im zuge einer ekt wird dem gehrin des patienten unter kurz-vollnarkose und muskelrelaxum einen elektrischen schock verpasst. diese behandlung findet rund 6-12 mal alle drei tage statt. der patient bemerkt nichts von diesem stromstoss. wie das ganze funktioniert ist spekulation. man vermutet, dass aufgrund des stromes alle neuronen gleichzeitig überreizt werden, und so das gehirn massiv körpereigene botenstoffe ausschüttet. ekt gilt als das efektivste und schnellste verfahren um depressionen zu behandeln. rund 60-90% der patienten sind danach symptomfrei, bei chronisch depressiven liegt die rate immer noch zwichen 50-60%, also ein vielfaches der medikamentösen behandlung.

eine psychotherapie ist ein verfahren, dass die ursachen hinter der depression analysiert und verändern soll. inbesondere eine analytische oder schmeatische therapie ist dafür geeignet. eine psychotherapie sollte bei chronischen depressionen in jedem fall zur anwedung kommen.

Also... Ja ich hab mich weitgehend schlau gemacht und habe viel bis sehr viel über psyche körper und lebens krisen gelernt... Ich war beim psychologen habe medikamente ausprobiert... Ich war stationär in behandlung, da wurde auf mich aufgepasst, medikamente angepasst, der schlaf kontrolliert und tägliche sprechstunden...

Gebracht hats nichts, da ich keine suizide anzeichen machte konnten sie mich auch nocht zwingen da zu bleiben... Ich musste da weg, so viel leid und trauer machte mich noch schlimmer fertig...

Ich weis das das hirn einen ausgleich von 3 stoffen braucht= adrenalin , neoadrenalin oder so und das dritte weis ich grad nicht mehr... Mit medikamentöser behandlung will man die 3 stoffe ins gleichgewicht bringen. Jedoch ist die dossierung heikel und schwierig...

Naja so viel zu dem...

Zu den symtomen ich habe anzeichen für jedes symtom...

Lustlosigkeit, antribslosigkeit, verwirrung, angstzustände, panik ataken, hyperwentilieren, haarausfall, erektionsstörrung usw.

Mein ziel mit diesem beitrag ist menschen zu erreichen die das selbe schon hintersich haben. Und wieder lachen können... Ich hab seit jahren nicht mehr gelacht. Die psyche spaltet sich man ist anders zu den leuten man spielt ihnen ne heile welt vor. Was hat dir geholfen? Der erste schritt ist ja der wille was zu ändern aber wen sogar das weg ist? Was hast du gemach? Tut mir leid wen ich dich hier überlade....

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@Tuttilive

kein problem...

na ja, so einfach ist das nicht. biologisch gesehen ist eine depression (nach heutigem wissensstand) ein ungleichgewicht der botenstoffe (was dieses ungleichgewicht auslöst ist nochmal eine andere diskussion). mittels medikamente lassen sich die botenstoffe serotonin, noradrenalin und dopamin beinflussen. diese werden für depressionen verantwortlich gemacht. doch der mensch verfügt über ca 250 botenstoffe (anzahl je nach forschungsfortschritt steigend), viele sind nicht erforscht und diejenigen, die erforscht sind lassen sich teilweise nicht beeinflussen. so z.b. auch endorphine, welches auch immer wieder in zusammenhang mit depressionen erwähnt werden.

diese tatsache dient auch als grund der vermutung, dass viele patienten auf diese medikamente nicht ansprechen, jedoch auf eine EKT gute reaktionen zeigen, da bei lezterem verfahren alle botenstoffe angeregt werden.

zu mir selbst: bei mir halfen keine medikamente. nach über zwei jahren wurde es besser, als ich viele medikamente absetzte bezw durch andere ersetzte. zudem fing ich eine analytische therapie an. ich kann deine verzweiflung also zu 100% nachvollziehen, es ist die ausgeburt der hölle auf erden.

drei nahe bekannte von mir, bei denen medikamente nichts halfen haben (z.T. nach über 7 Jahren chronischer Depression) positiv auf EKT mit begleitender psychotherapie reagiert und heute weitgehend symptomefrei sind.

suizidal hin oder her, leiden tuste ja sowiso wie ein schwein. das problem ist, dass du eigendlich für deine behandlung kämpfen müsstest und genau dies ist als depressiver nahezu unmöglich.

mein tipp: informiere dich wie du weiter machen willst. schreibe anträge (z.b. nach dieser und jener therapie/verfahren), mache deinem arzt klar, dass du eine psychotherapie bei einer speziell ausgebildeten person machen willst.

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"ich weiss, jedoch bin ich zu alt für Deutsch richtig zu lernen"

Dafür ist man nie zu alt, lernen kann man sein Leben lang.

Vielleicht wird es Zeit für dich ein neues Ziel zu finden, und mit deiner Vergangenheit abzuschließen. Was du beschreibst klingt sehr traurig, ich kann deinen Verlust nachfühlen.

Wenn es keinen Weg gibt zu kämpfen, schon alleine weil dir die Kraft dazu fehlt, ist es manchmal besser auf eine neue Weise sein Glück zu suchen.

Lieben Gruß Xira

Lass dir opipramol verschreiben dsnn wirds dir besser gehen!

Ja wie lange? Bis der körper sich daran gewöhnt und dann? Das nächste medikament?

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Gibt kein gewöhnungseffekt

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Was heißt "nichts hilft" ? Warst du überhaupt schon in medikamentöser und/oder psychotherapeutischer Behandlung ?

Medikamente wirken sehr schlecht bei mir. Die Psychotante meinte geh raus, nim Drogen, Leb dein leben, Disco Party" Lerne Mädchen kennen...

Ich war Baff""

Naja wen so die Hilfe aussiht verzicht ich lieber drauf und geh in ein Kloster oder so""

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@Tuttilive

Wenn es ambulant nicht geht, wobei Therapeutenwechsel wohl noch nicht ausgeschöpft war (?), kann man auch in eine Klinik gehen - wenn es denn gravierend genug ist. Die Therapeutin hat dich wohl nicht ganz ernst genommen !?

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Erstens das und zweitens war ich auch schon da... Lies mal alle antworten die ich gemacht habe dan haste einen überblick. Weil ich nicht suizid gefärdert bin konnten sie mich nicht da behalten... Hab schon viel ausprobiert.

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@Tuttilive

Ich meine nicht eine Akut-Psychiatrie oder sowas, sondern eine therapeutische Klinik, in die man nach Verordnung durch eine Kassenpsychiater und Antrag bei der Krankenkasse kommt (z. B. Hinterzarten in Bayern, mindestens drei Wochen - aber meist mit Verlängerung).

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