Hilfe! Betreuung recht Eines Behindertem Menschem?

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6 Antworten

Hallo.

Für wenig Geld viel Arbeit.
Mein Vater war früher mal Betreuer. Er hat damals zu mir gesagt, lass die Finger von sowas.
Mein Rat ist wie früher auch schon, such dir einen Anwalt der sich auskennt.
Alles andere sind Halbwahrheiten der eine will dies der andere das gehört haben. usw.

Hallo SinusAnton1998,

Sie schreiben unter anderem:

Hilfe! Betreuung recht Eines Behindertem Menschem?

- meine mutter die gleichzeitig die Betreuerin meines behindertem Bruder 

ging es darum das meine mutter nicht den Jahresbericht ausgefühlt hatte. Dabei zu sagen ist, das meine mutter für die Betreuung meines Bruders keinen ct. bekommt, und die anderen Betreuer eine menge Geld bekommen.

Antwort:

Sie schreiben als juristischer Laie leider sehr verwirrend in der dritten Person, ohne den Tatsachen gerecht zu werden!

Ein vom zuständigen Vormundschaftsgericht bestellter Betreuer (in diesem Fall Ihre werte Mutter) hat als Betreuer Rechte und Pflichten!

Siehe hierzu unter folgendem Link:

http://www.betreuungsrecht.hessen.de/content/welche-aufgaben-nimmt-eine-betreuerin-oder-ein-betreuer-wahr

Zu einer wesentlichen Pflicht des Betreuers gehört die jährliche, pünktliche Berichterstattung über die zurückliegenden 12 Monate mit aktuellem Vermögensverzeichnis an das Vormundschaftsgericht!

So wie Sie die Situation darstellen, ist Ihre Mutter dieser sehr wichtigen Aufgabenstellung aus welchen Gründen auch immer nicht pflichtgemäß nachgekommen!

Aus diesem Grund hat das Vormundschaftsgericht die gesetzliche Verpflichtung, den Betreuer zu rügen oder einen anderen, zuverlässigen Betreuer einzusetzen!

Das ist ein ganz normaler Vorgang und letztendlich im Sinne des Betreuten!

Ihre Behauptung, daß Ihre Mutter für Ihre Betreuungs-Tätigkeit keinen Cent bekommt, ist nicht korrekt, denn jeder Betreuer erhält auf Antrag beim zuständigen Vormundschaftsgericht eine jährliche Aufwandspauschale in Höhe von derzeit 399 Euro!

Voraussetzung ist, daß die entsprechenden Antrags-Fristen eingehalten werden!

Ohne Antrag = 0 Euro!!

http://justiz.hamburg.de/contentblob/3941388/6b860d2911eceef0fa9241bb8d9f4eee/data/merkblatt-aufwandsentschaedigung-ehrenamtl-betreuer.pdf

-> Darf eine Richterin ohne die Einwilligung des behindertem oder der Betreuerin, das so fest legen und amtlich machen, das die Betreuung übergeben wird ?

-> Was kann man nun am besten in den Widerspruch rein schreiben?

Antwort:

Die Richterin vertritt das zuständige Vormundschaftsgericht/Betreuungsgericht und handelt im Interesse des Betreuten, wenn der zuständige Betreuer seinen Verpflichtungen aus dem Betreuungsauftrag nicht fristgerecht nachkommt!

==

Fazit:

Wenn Sie der Meinung sind, daß da etwas nicht mit rechten Dingen zugeht, dann wenden Sie sich am Besten an den Rechtspfleger des zuständigen Amtsgerichtes und tragen dort Ihre Einwände (Dienstaufsichtsbeschwerde) mündlich vor, welche der Rechtspfleger dann schriftlich aufnimmt und entsprechend weiterleitet!

Wenn Sie sich zu diesem Schritt entschließen und wenn dabei etwas vernünftiges herauskommen soll, dann sollten Sie sich vorher gründlich vorbereiten, sich sachkundig machen und Beweise präsentieren! Ansonsten geht Ihr Ansinnen aus wie das sogenannte "Hornberger-Schießen!"

Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

Ja, die Betreuung darf auch ohne die Zustimmung des Betroffenen geändert werden, wenn es zu dessen Wohl erforderlich ist. Nebenbei: du weißt ja nicht, was dein Bruder dem Richter erzählt hat. Manchmal äußern sich Menschen ganz anders, wenn die Mutter nicht dabei ist. Das ist übrigens auch der Grund, warum sie rausgeschickt würde.

Es war natürlich ein grober Fehler deiner Mutter der Pflicht zur Erstellung des Jahresberichts nicht nachzukommen!

Auf den ersten Blick sieht hier alles korrekt aus. Punkte für einen Widerspruch würden mit jetzt keine einfallen, aber ihr könnt euch natürlich gerne von ein Anwalt beraten lassen. Dieser kann dich ja auch alle Unterlagen etc. anschauen

Hätte Deine Mutter dies alles als Jahresbericht an das Amtsgericht geschrieben, wäre es erst gar nicht dazu gekommen. Das gehört zu den Pflichten eines Betreruers. Ebenso die jährliche Rechnungslegung.

Betreuung ist eine Menge Arbeit. Das sollte man wissen, bevor man eine Betreuung übernimmt.

Deshalb erhalten Berufsbetreuer auch nicht "eine Menge Geld" sondern ein wenig Geld für viel zu wenig Zeit. Sie müssen aber trotzdem alles erledigen.

Weißt Du was Dein Bruder zu der Richterin gesagt hat? Vielleicht will auch er einen anderen Betreuer, als jemand aus der Familie?

außerdem darf die Richterin mit ihm allenie sprechen und entscheiden was für ihn das Beste ist.

frodobeutlin100 06.07.2017, 13:40

eigentlich sollte um das gehen was für Deinen Bruder das Beste ist und nicht um die verletzte Eitelkeit Deiner Mutter

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Ja, das dürfen die.

Sucht euch einen Anwalt, auf eigene Faust kommt ihr da nicht weiter. 

lisfi 06.07.2017, 13:14

Würde ich auch sagen.

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frodobeutlin100 06.07.2017, 13:18
@lisfi

es gibt aber kein einklagbares Recht auf Wahrnehmung der Betreuung für eine bestimmte Person ....

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NamenSindSchwer 06.07.2017, 13:20
@frodobeutlin100

Natürlich nicht, aber für die Bestellung eines gerichtlichen Betreuers müssen auch ein paar Voraussetzungen erfüllt sein. 

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NamenSindSchwer 06.07.2017, 13:24
@frodobeutlin100

die hat die Richterin ooffenbar als gegeben angesehen

Offensichtlich hat sie das. Ob das auch tatsächlich korrekt ist, ist eine andere Frage. 

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SaVer79 06.07.2017, 13:22

Da die Mutter hier aber (vermutlich trotz mehrfacher Aufforderung) der Pflicht zur Erstellung des Jahresberichts nicht nachgekommen ist, hat sie schon mal ganz schlechte Karten!

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frodobeutlin100 06.07.2017, 13:31
@SaVer79

außerdem weiß hier keiner was der Betreute dazu gesagt hat, vielleicht möchte auch er einen Betreuerwechsel

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