Hilfe benötigt: Privatinsolvenz anmelden, Sozialleistungen, Private Krankenversicherung.

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4 Antworten

Hallo,

ein Selbständiger kann nur in die gesetzliche Krankenversicherung, wenn er direkt vorher bereits in der GKV versichert war (Ausnahme: Landwirte und Künstler). § 9 SGB V

Wenn er vom Jobcenter Arbeitslosengeld II bekommt, übernimmt das Jobcenter die Krankenversicherungsbeiträge in Höhe von 50% des Basistarifs. Wenn er der PKV den Alg II - Bezug nachweist, wird der Beitrag auf diese 50% ermäßigt.

http://www.gesetze-im-internet.de/vvg_2008/__193.html -> Absatz 6

Er sollte sich auch über den PKV-Notlagentarif seit 1.8.2013 informieren.

Gruß

RHW

Vielen Dank für die beiden Beiträge.

Das man momentan - ohne Nachzahlung - in die Private Krankenversicherung kann ist mir schon bewusst und aus diesem Grunde habe ich den Brief ja auch gesendet. Die Krankenkasse will natürlich 650EUR (Basistarif), da ist nichts zu machen. Allerdings gibt es Sozialleistungen bzw. benötige ich dringend Wissen von Leuten, die im Thema sind und nicht einfach, bitte nicht böse verstehen, aus dem Bauch heraus antworten.

Man kann als selbstständiger in einer gesetzlichen Krankenversicherung sein?? Das wäre mir neu aber sehr interessant.

Private Krankenversicherung wird dieses Jahr noch aktiviert.

Wie würde es denn aussehen, wenn ihn seine Mutter in dem Laden ab Februar anstellen würde? Sie oder jemand, der das machen würde, bräuchte ja eine Gewerbeanmeldung. Nur mal der Gedanke an sich - lohnt sich das zu vertiefen? Er wäre dann gesetzlich versichert und Mutter hat eh die Geschäftsführerposition. Hat er überhaupt einen Vorteil, wenn er selbstständig ist? Entschuldigt dieses oberflächliche Rumgefrage, aber ich bin viel zu wenig im Thema und habe keine Erfahrungswerte. Das ist natürlich auch so eine Sache, mit der man nicht an jeden herantritt.

Ich danke für die Unterstützung aus ganzem Herzen.

In Deutschland herrscht Krankenversicherungspflicht. Er braucht sich also gar nicht anstellen zu lassen wegen der KV. Er kann auch als Selbständiger jederzeit Mitglied in der gesetzlichen KV werden. Übersteigt er bestimmte EInkommensgrenzen nicht (ich habe die nicht auf dem Schirm, einfach mal bei einer KV anrufen), ist das auf jeden fall viel günstiger als die privaten 650 Euro.

Grundsätzlich kann er natürlich einen Antrag auf hartz 4 beim Jobcenter stellen und mit denen gegen Vorlage eines Businessplans auch über weitere Hilfen verhandeln. Da scheint erstnmal das größte Probelm darin zu besthen, ihn zur Annahme von Hilfe zu "motivieren". Eine Privatinsolvenz steht einer weiteren Selbständigkeit sicherlich nicht automatisch im Wege, aber da dürfte sich einiges verkomplizieren...

Auch hier wäre erstmal der Status Quo an Schulden zu ermitteln und eventuell mit den gläubigern Verhandliungen über ratenzahlungen aufzunehmen...

Wenn er sich beeilt kann er noch bis zum 31.12.13 in die GKK zurück (das ist eine freiwillige Option der GKK) ohne das er etwas nachzahlen muss. Das sollte Er aber unbedingt noch mit der KK abklären, denn das diese auf Ihn zugehen halte ich für ausgeschlossen.

Die Zeiten von Strauss & LmA sind vorbei.

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