Hilfe beim Verständnis der Vorgaben. um eine Parabel zu interpretieren!

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1 Antwort

Ohne konkretes Beispiel ist das schwierig, scheint mir. Ich empfehle dir, zu den Gesichtspunkten der Vorgabe thesen aufzustellen und sie zu belegen. Ihr werdet wohl auch Lessings Ringparabel gelesen haben. Da gibt es eine konkrete Situation, jemand kommt zum weisen Nathan und wünscht Antwort auf sein Frage nach der rechten Religion. Das ist noch lebensnah, 2 Menschen sprechen miteinander , die Kommunikation klappt. Nathan antwortet mit einen Gleichnis, hier ist dann die "Kraft des Ringes" eher unrealistisch, weil es einen Solchen Ring nicht gibt nach aller Erfahrung. Aber mit dem #Trick Nathans, so zu tun, als gäbe es ihn, kommt er eine Lösung näher, die wird allerdings erst in Tausendtausend Jahren zu erwarten sein. Das ist nicht immer so in Parabeln. Oft hapert es an der Kommunikation. Ich erinnere mich an einer Brechtsche Keunergeschichte. (kann sie nicht wörtlich) Keuner trifft einen alten Bekannten, der zu ihm sagt: Sie haben sich überhaupt nicht verändert (Sicher heute noch als Anmach-, Party-, Heuchelformel akut). Oh, erwiderte Herr Keunder , und erbleichte. Hier ist also eine Situation gegeben, in der Kommunikation schief läuft, weil die Gesprächspartner ein unterschiedliches "Verändern" meinen. Der eine äußerlich, der andere Bewusstseinsveränderung. Oder Kafka. Denke an einen Text, wo jemand morgens durch die Stadt irrt und den Bahnhof sucht, er ist spät dran. Er fragt eine Polizisten nach dem Weg. Der rät ihm nur, er solle es aufgeben und weist ihn hämisch ab und verschwindet, ich glaube, er fliegt davon. Hier also ganz irreale Verhältnisse. Das sollst du erkennen und darstellen. Bei Lessi8ng müsstest du sagen, dass die Absicht didaktisch, lehrhaft ist. In Kafkas Fall eher absurd. Ein Mensch wird in der Kälte zurückgelassen, allein gelassen. Er erkennt den Weg, den er zu gehen hat, oder er soll aufgeben, andere danach zu fragen.

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