Wo kriege ich Hilfe bei psychischer Krankheit?

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8 Antworten

Über manche Antworten kann ich nur mit dem Kopf schütteln.

1. Du kannst ab 14 sowohl zu einem Facharzt für (Jugend-)Psychiatrie als auch zu einem Jugendpsychotherapeuten ohne Wissen der Eltern gehen. Termin machen und zum Termin die Krankenkassenkarte mitnehmen.

2. Die Kosten werden in D grundsätzlich von der Krankenkasse übernommen.

3. Der Psychiater oder Psychotherapeut kann später das Gespräch mit Deinen Eltern führen.

4. Ich kenne Patienten im Alter von 14, die monatelang wegen Depressionen und SVV in Behandlung waren, ohne dass die Eltern etwas mitbekommen haben.

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Also ich kann mal sagen wie es bei mir war, ich selbst bin 25 Jahre alt. Ich habe viele Arztgänge hinter mir und viele kraftraubene Untersuchungen da sich meine psychische Verfassung über körperliche Beschwerden bemerkbar gemacht hat. Ich bin damals zu meinen Eltern hingegangen (zur damaligen Zeit hatte ich keinen sehr guten Kontakt zu meinen Eltern da ich viele Fehler gemacht und meine Eltern des öfteren enttäuscht habe) ich bin einfach einen Tag zu meinen Eltern gegangen, habe allen Mut zusammengenommen und hab ihnen erzählt was los ist. Ich hab mich sehr unwohl gefühlt da ich selbst diese psychischen Probleme nicht akzeptiert hatte und hatte Angst vor der Reaktion meiner Eltern, dennoch habe ich meine Entscheidung nie bereut, die Eltern - Tochter Verbindung hat sich um vieles verbessert und meine Eltern unterstützen mich in meinen Übungen so gut es geht. Sie wissen zwar was ich habe aber auch nicht wirklich wodurch es kommt. Deine Eltern sollten deine Privatsphäre akzeptieren. Und wichtig ist du solltest alleine zur Therapie gehen um dich komplett öffnen zu können und nicht unter den unangenehmen und ahnungslosen Blicken deiner Eltern sitzen welche dich vielleicht unter Druck setzen oder anderweitig beeinflussen könnten. 

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Puh ..also ich bin mir jetzt nicht so sicher,muss man den Eltern das sofort sagen ??ich bin 20 & ebenfalls Psychisch Krank. Ich kann mir gut vorstellen,das du dir ein Therapeuten suchst ! & mit ihr könntest du ja dann drüber reden,wie es wäre die Eltern mit einzubeziehen. Und wegen der letzten Frage,naja also klingt ja eher so als ob du angst vor deren reaktion hast ? Eltern sorgen sich um ihre Kinder und ich denke sie würden dich auch Unterstützen. Ich finde es super,wie du dir alles Organisiertst und dir versuchst hilfe zu holen,respekt und ganz viel Glück :)

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Kommentar von KillerFerkel
18.12.2015, 20:27

Nein du musst es den Eltern nicht sofort sagen aber man sollte es irgendwann um einfach irgendwann mentale Unterstützung zu bekommen, der Psychologe ist ja auch nicht immer da. 

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Als eltern würde ich dir helfen. Welche psychische erkrankung glaubst du zu haben? Wenn du direkt hilfe brauchst weil du es nicht mehr sushalten kannst besteht die möglichkeit jedes krankenhaus mit psychologischer abteilung aufzusuchen. Die helfen dir dann sofort. 

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Hallo Piratin2000, Eine Frage zum Anfang, wer hat festgestellt das du Psychisch Erkrankt bist? Ich nehme an ein Arzt...womöglich dein Hausarzt? Bitte ihn doch gemeinsam mit dir und deinen Eltern ein Gespräch zu führen, indem alles geklärt werden kann. Dein Hausarzt wird dir womöglich in deiner Situation weiterhelfen können und dich an einen Therapeuten überweisen.

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Kommentar von Piratin2000
18.12.2015, 20:29

Weisste... Bei fast regelmäßiger svv und täglichen Selbstmordgedanken usw ist ja wohl offensichtlich dass etwas absolut gar nicht stimmt. Es braucht keinen Arzt um das zu erkennen.

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Es führt kein Weg an deinen Eltern vorbei. Therapie geht nur mit ihrer Unterstützung. Also rede mit ihnen, du bist ihr Kind. Es gibt Kinder-und Jugendpsychotherapeuten, das zahlt die Krankenkasse. Da du bei den Eltern mitversichert bist, geht das sowieso nicht ohne sie. Hab Vertrauen zu deinen Eltern.

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Kommentar von Piratin2000
18.12.2015, 20:16

Wie soll ich das bitte machen? "Hey Mama, ich bin übrigens psychisch total krank, gehste bitte ma mit mir zum Psychodoktor?"

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Ich habe die schon gegebenen Antworten nicht gelesen, es ist für mich zu viel Text. 

Zunächst bietet sich die Telefonseelsorge an. Da sitzen zwar wohl keine hochgeschulten Mitarbeiter und es ist immer Zufall, an wen man gerade gerät. Aber die Leute können doch Anlaufstellen in der Region haben, müssten Telefonnummern haben, eine Liste.

Zweitens der nächste Sozialpsychiatrische Dienst. Ich weiß jetzt nicht, von welchem Bundesland Du schreibst , und ob Du aus einem ländlichen Raum oder aus der Stadt schreibst. Wo ich wohne, gibt es einen Sozialpsychiatrischen Dienst von Caritas und Diakonie, einen des Roten Kreuzes, einen der Uni-Kliniken. Da sind meines Wissens Sozialpädagogen und Psychologen beschäftigt. Andernorts ist der Sozialpsychiatrische Dienst dem Gesundheitsamt angegliedert.

Drittens natürlich der Hausarzt. Ich kenne einen Allgemeinarzt, der eine psychiatrische Ausbildung hat. Aber die hat nicht jeder Hausarzt. Jedenfalls kann man zum Hausarzt einfach mit den Symptomen Müdigkeit und Erschöpfung gehen, das kann man m.E. auch den Eltern ohne Probleme sagen.

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