Hilfe bei namensänderung bitte?

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5 Antworten

Da du nicht zu der Personengruppe der Aussiedler gehörst, sieht die Sache etwas anders aus. 

Deutsche Behörden sind nicht befugt, in diesem Falle deinen Vornamen eigenmächtig zu ändern! Wenn du die deutsche Version deines Vornamens willst, geschieht dies nur nach der Einbürgerung in einem Namensänderungsverfahren. Hat dies vielleicht deine Mutter als deine gesetzliche Vertreterin veranlasst? Wenn nicht, dann beantrage einen neuen Personalausweis mit deinem Vornamen, wie er in deiner Geburtsurkunde steht und transliteriert lautet.

Bezüglich deines Familiennamens ändert sich an der vor mir am 19. Juli aufgezeigten Problematik nichts, da kann nur eine behördliche Namensänderung weiterhelfen. Solange du minderjährig bist, muss deine Mutter dies beantragen. Ob deine Begründung zu dem Antrag für eine positive Entscheidung ausreicht, kann ich ohne genaue Kenntnis des Einzelfalles nicht beurteilen. 

Wenn du beabsichtigst, die kasachische Staatsangehörigkeit wieder anzunehmen, muss ich dich darauf hinweisen, dass du damit die deutsche verlierst, denn Kasachstan duldet keine zweite Staatsangehörigkeit, also keine Doppelstaater. Du bist hier dann also 100 %iger Ausländer mit befristeter Aufenthaltserlaubnis und allen anderen Problemen gegenüber deutschen Behörden etc. Auch weiß ich nicht, ob Kasachstan dich als sein Staatsangehöriger akzeptiert, wo du doch überhaupt nicht dort wohnst.

Du musst also alle deine Argumente in die Waagschale werfen, um eine Änderung deines Familiennamens zu erreichen!

Meine soeben gegebene Auskunft ist wieder falsch, ich muss korrigieren!

Du wurdest vom deutschen Ehemann deiner Mutter adoptiert. Dadurch hast du die deutsche Staatsangehörigkeit erworben, außerdem auch den Familiennamen deines Stiefvaters. In dem Adoptionsverfahren konnte auch dein Vorname geändert werden. Gleichzeitig hast du zweifellos auch die kasachische Staatsangehörigkeit verloren, da Kasachstan keine zweite Staatsangehörigkeit duldet.

Du schreibst weiter, dass du zur Adoption "gezwungen" wurdest und du "keine innige Beziehung" zu deinem Adoptivvater hast. Dem steht allerdings Sinn und Zweck einer Adoption entgegen. Der Notar muss ich seiner Begründung zum Adoptionsbeschluss feststellen, dass "zwischen dem Adoptierenden und dem Adoptierten ein echtes Vater - Kind - Verhältnis besteht bzw. entstanden ist". War das jemals der Fall? 

Es bleibt jetzt die Frage, ob die Adoption wieder aufgehoben werden kann, wenn sie unter falschen Voraussetzungen zustande gekommen ist. Die Rechtsfolgen sind allerdings sehr komplex und vielschichtig, darüber kann nur ein Fachanwalt und/oder ein Amtsrichter schlüssige Auskunft geben.

Wenn dieser Vorgang für dich unzumutbar oder gar unmöglich ist, wäre dies ein weiterer gewichtiger Grund für eine behördliche Namensänderung und zwar für Vor- und Zunamen!

Dein Problem ist auf 2 Ebenen zu verteilen: Vorname und Familienname.

Du bist -wie ich annehme- als Aussiedler anerkannt. Dieser Personenkreis hatte nach § 9 BVFG (Bundesvertriebenengesetz) das Recht, die Namen aus der kyrillischen Schrift der deutschen Schreibweise anzupassen und auch die deutsche Form zu wählen sowie den russischen Vatersnamen ersatzlos abzulegen. Davon hat deine Mutter Gebrauch vermutlich gemacht und darüber eine Bescheinigung erhalten. Zuständig dafür müsste das Standesamt gewesen sein, in dessen Bezirk ihr euren ersten ständigen Wohnsitz in Deutschland genommen habt. Deine Mutter sollte vor Abgabe dieser BVFG-Erklärung eingehend belehrt worden sein, notfalls unter Mitwirkung eines Dolmetschers. Diese Erklärung ist unwiderruflich. Deinen ursprünglichen Vornamen "Vladimir" kannst du also nur noch durch eine behördliche Änderung deines Vornamens erhalten. Die Erfolgsaussichten schätze ich eher gering ein, weil BVFG-Erklärungen zu dem Zweck geschaffen wurden, um Aussiedlern aus der ehemaligen UdSSR eine bessere Integration in den deutschen Gesellschaftsbereich zu bieten. Du wirst dich wohl oder übel damit abfinden müssen, offiziell "'Waldemar" zu heißen, aber in deinem persönlichen Umfeld "Vladi" genannt zu werden.

Bezüglich der Rückführung auf deinen ursprünglichen Familiennamens sieht es noch  schlechter aus, denn deine Mutter und deren Ehemann haben dir ihren Ehenamen erteilt - und eine solche Erklärung ist nur 1 x möglich und absolut unwiderruflich. Ein wichtiger Grund für eine Namensänderung ist aus objektiver Sicht -soweit ich dies aus deinen Ausführungen entnehme- nicht erkennbar, wenngleich deine Gefühle anders geartet sind.

Es tut mir leid, dir keine Hoffnung gemacht zu haben, deinen Änderungswünschen näher zu kommen.

nrodc 28.07.2017, 03:24

Ich bin kein Aussiedler, sondern ein Kompletter Slawe und Stolz auf meine Herkunft. Mit dem Ehemann meiner Mutter habe ich mich nie verstanden und werde ich auch nicht, deswegen ist es wirklich ärgerlich einen namen und Vornamen zu tragen zudem man keinen Bezug hat. Danke für deine Hilfe, werde es schlussendlich wohl doch mit einem anwalt klären müssen.

lg

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nrodc 28.07.2017, 21:34

Werde am Montag zum Standesamt gehen und meine lage schildern, sollte die namensänderung nicht stattfinden, lege ich die deutsche staatsbürgeschaft ab und beantrage einen kasachischen pass.

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1. Der Gebrauch der ENTER-Taste ist nicht verboten!

2. Hier bei GF kann Dir niemand helfen.

3. Es gilt der Name, der in der Geburtsurkunde steht. Schule, Ausbildungsbetrieb, Finanzamt, Renten- und Krankenversicherung: Alle kennen Dich unter Deinem jetzigen Vornamen.

4. Ob eine Änderung überhaupt möglich sein sollte, sagt Dir das Standesamt.

"beim Standesamt war ich schon und die verstehen den ernst der lage
einfach nicht und meinten du kannst ja deinen freunden sagen du willst
Vladimir genannt werden und haben somit meinen antrag auf namensänderung abgelehnt."

Das klingt unglaubwürdig, denn in Deutschland geht nichts ohne Rechtsgrundlage und die wäre Dir sicher genannt worden bzw. Du gehst noch einmal hin oder schreibst eine Mail und bittest um die Referenz (des Gesetzes, der Durchführungsverordnung etc.), bzw. um eine genaue Begründung.

Und dass ein Standesbeamter der Ernst der Lage nicht versteht, kann ich verstehen, denn so schlimm ist die Sache ja nun nicht.

5. Natürlich ist es nicht einfach, denn wenn jeder seinen Namen zu jedem beliebigen Zeitpunkt ändern könnte, wäre das Chaos vorprogrammiert.

Deshalb liegt die Sorgfaltspflicht der Namenswahl bei den Eltern, um den kleinen Hosenscheißer und Nobelpreisträger nicht der Lächerlichkeit preiszugeben.

6. Und ja, auch die siebzigjährigen Waldemars waren doch mal jung.

7. Es steht Dir natürlich frei, Dich bei Freunden und Bekannten mit Vladimir oder welchem Namen auch immer vorzustellen. Nur ist dass eben nicht offiziell.

nrodc 15.07.2017, 23:04

Das ding ist doch in meiner Geburtsurkunde steht Vladimir ....ovic G. Deswegen möchte ich meinen vor und nachnamen ja auch zurück. Es ist ja kein Ausgedachter Name und ich möchte einfach nur das zurück, worauf ich auch ein recht habe. 

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ramay1418 15.07.2017, 23:30
@nrodc

Ob Du ein Recht darauf hast, können weder Du noch wir gar nicht beurteilen.

Wenn es aber so sein sollte, wäre Deine Frage überflüssig, denn dann würdest Du die Rechtslage kennen und die Namensänderung wäre ja sicher schon erfolgt.

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Hast Du Deine Geburtsurkunde,zumindestens der Vorname könnte wieder richtig eingetragen werden,allerdings wenn Dich Dein Stiefvater adoptiert hat dann geht das bei dem Nachnamen nicht mehr.Hast Du die deutsche Staatsangehörigkeit?

nrodc 15.07.2017, 22:52

In der Geburtsurkunde steht Vladimir G. alles so wie es sein sollte, Deutsche Staatsangehörigkeit habe ich. 

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andie61 15.07.2017, 22:54
@nrodc

Dann kannst Du auch Deinen richtigen Namen eintragen lassen.Wie sieht es mit Deinem Stifvater aus,hat er Dich adoptiert?

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nrodc 15.07.2017, 22:58
@andie61

Er hat mich adoptiert, ich wurde gezwungen... habe kein innige Verhältnis zu ihm und sehe den namen als fremd an. es ist wie ein schwerer stein den ich mit mir tragen muss der mir nichts bringt. Den namen zurück zuhaben wäre mir schon wichtig, gäbe es da keine möglichkeit? will es aus respekt zu meinem leiblichen vater machen der vor ein paar jahren leider verstorben ist.

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nrodc 15.07.2017, 23:40
@andie61

Hey, habe meine Mutter eben gefragt. Bin nicht adoptiert nur der Nachname wurde geändert auf den meines Stiefvaters.

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andie61 16.07.2017, 19:08
@nrodc

Dann kannst Du beantragen das Vor und Nachname so geändert werden wie sie in der Geburtsurkunde stehen,das allerdings selber erst wenn Du 18 bist,vorher kann das nur Deine Mutter ändern lassen.

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