Hilfe bei Mietrecht - Vermieter macht Ärger!

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4 Antworten

Wer hat dir nur geraten der Aufforderung des Vermieters zu folgen und einen Geldbetrag sogar noch als Kaution bezeichnet zu übergeben? Damit hast du mündlich in eine Vertragsänderung eingewilligt und diese Änderung durch konkludentes Handeln bekräftigt.. Hast du für die Kautionsübergabe eine Quittung? Wenn ja, was steht dort als Zahlungsgrund drauf?

Deine Mietzahlung von fortgesetzt 295 € p.m. ist rechtens. Wann hast du damit aufgehört und das sogenannte und unrechtmäßige Abwohnen der Kaution begonnen?

Der Vermieter kann zwar die Miete für Juli 13 (295€) verlangen aber du solltest sie nicht zahlen, denn es handelt sich hier nicht um Miete sondern um eine Nutzungsentschädigungsforderung. Da du aber ausgezogen bist und die Wohnung nicht genutzt hast, weil der Mietvertrag am 30.06. endete, entfällt deine Zahlungspflicht. Nun könnte der Vermieter eine Schadensersatzforderung geltend machen. Dabei muss er aber belegen, worin der Schaden bestand.

Die Gerichtsvollzieherin kann noch gar nicht wirksam werden, weil kein vollstreckbares Urteil vorhanden ist. Es ist in dieser kurzen Zeit kaum möglich, dass eine Verhandlung anberaumt war zu der du zwar geladen aber nicht erschienen bist. Somit bestünde ein Versäumnisurteil. Kläre das bitte beim AG. Mietschulden solltest du begleichen.

Der Anwältin solltest du eine Schadensersatzforderung überstellen, wenn du infolge Ihrer Beratung finanzielle Verluste erleiden musstest. Sie hat eine Schadensversicherung. Wenn sie sich sträubt, dann nimm einen Anwalt und setze deine Forderung gerichtlich durch.

  1. Mietschulden bezahlen. 2. Kaution zurück fordern. 3. Anwaltin auf Schadensersatz verklagen. 4. Mit dem Amtsgericht klären, wer die Gerichtsvollzieherin beauftragt hat, wenn es kein vollstreckbares Urteil gibt. Es kann auch ein Auftrag des Vermieters an die GV sein, der sich besonders wichtig machen will. U.U. einen verständigen Anwalt beauftragen, der die Kiste aus dem Dreck zieht.

Was kann ich tun?

Vor allem den Anwalt wechseln. Kaution kann und darf nicht zum "abwohnen" verwendet werden.

Frist, ich nehme an Kündigungsfrist, ging bis 30.6.2013. Dazu hätte deine schriftliche Kündigung spätestens am 4.4.13 beim Vermieter sein müssen. War sie das nachweisbar?

Danny2509 16.07.2013, 17:24

Okay. Ich kenne mich halt damit gar nicht aus, deshalb hab ich darauf vertraut, was er mir sagte. Die Kündigung ging auf jeden Fall rechtzeitig ein, darüber habe ich einen Beleg (also den Rückschein vom Einschreiben). Angenommen hat er die Kündigung also.

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imager761 16.07.2013, 17:41
@Danny2509

Ja, zum 30.06. Und in diesem Zeitpunkt wäre persönliche Übergabe, nicht Schlüsseleinwurf, und vollständige Bezahlung der laufenden Miete einsch. BK-Vorauszahlung geschuldet.

Alles andere darf der Vermieter als Vertragspflichtverletzung auf deine Kosten rechtsverfolgen, auch anwaltlich vertreten.

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Danny2509 16.07.2013, 18:07
@imager761

Aber der Vermieter ist auf keinen Termin eingegangen zwecks Schlüsselübergabe, ich habe mehrfach geschrieben, angerufen, auf den Anrufbeantworter gesprochen, dass er mich bitte DRINGEND wegen der Übergabe zurückrufen soll. Und um nochmal auf die Kaution und höhere Miete zurück zu kommen, darf der Vermieter bei Übernahme eines Hauses einfach die Mietverträge ohne meine Zustimmung ändern bzw. eine höhere Summe einfordern, als im Vertrag steht?

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Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Anwalt (!) dir diesen hahnebüchenden Unsinn geraten hat :-(

Die Kaution darf keineswegs mit ausstehenden Mietzahlungen verrechnet werden. Und ein anwaltliches Schreiben ersetzt keinesfalls die Zustimmung des Vermieters, wenn er darauf nicht reagiert :-O

Insofern wäre ein Mahnbescheid nach Mietrückstand rechtens.

Die Wohnung darf ebensowenig durch Hinterlegung des Schlüssels "übergeben" werden. Und schon garnicht am 25.06. sondern allenfalls zum 30.06. wäre fristgerecht Mietvertrag beendet gewesen.

Der Herr hat sich bis heute NIE bei mir gemeldet!

Muss er das denn selbst, wenn er einen Anwalt mit Warnehmung seiner Interessen beauftragt hat und seine berechtigten Forderungen über Gerichts-Beschluss und per Gerichtsvollzieherin durchsetzen kann?

G imager761

Danny2509 16.07.2013, 18:10

Doch, leider schon. Wenn es nicht um soviel Geld ginge, würde ich drüber lachen, weil das einfach alles nicht wahr sein kann. Ich habe da lange gelebt (erst in der Wohnung meiner Eltern, dann oben drüber in eigener Wohnung), es ist einfach zum heulen. Ich hab null Ahnung vom Mietrecht und wollte mich ordentlich beraten lassen und jetzt bleibe ich, dank des guten Rates (wie es aussieht) auf sämtlichen Kosten sitzen :-(

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Danny2509 16.07.2013, 18:11
@Danny2509

Und wegen dem 25.06.2013 - Es ging nicht anders, als so "früh", da ich halt wie gesagt, am nächsten Tag umgezogen bin...

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