Hilfe bei Geschichte! Machtergreifung oder übertragung Hitlers?

5 Antworten

Die Reichstagswahlen ergaben eine klare Mehrheit der Nsdap und der Deutschnationalen. Demzufolge ernannte Reichspräsident Hindenburg unter Zustimmung der Deutschnationalen den Naziführer zum Reichskanzler. Das ist ja das beschämende, daß die Nazis durch Mandat des Volkes an die Macht kamen. Um eine dann folgende totale undemokratische weiterreichende MACHTERGREIFUNG handelte es sich, daß nach dem Reichstagsbrand die restl. demokrat. Parteien verfolgt, vernichtet wurden und durch das damit undemokratisch zustandegekommene ERMÄCHTIGUNGSGESETZ der Naziführer unbegrenzte Macht ohne Parlament durch Personendiktatur sich die völlige Macht ERGRIFF.

Hittler hat die "macht" von reichspräident hindenburg bekommen. somit hat er erst die macht übertragen bekommen und sich dann mit einigen gesetzen noch mehr "ergriffen". somit eigentlich beides.

Das ist doch nur eine Bezeichnung je nach Perspektive. Aber im Grunde ist es doch dasselbe.

Wenn ich Dir etwas übertrage, dann musst Du es doch ergreifen, um es auch in Besitz zu nehmen, oder?

Letztlich liegt der Unterschied in dem Grad der Aktivität oder Eigeninitive, den der Empfänger ausübt.

Wenn Dir (oder HitIer) etwas übertragen wird, dann steht er doch im Passiv, richtig? Das klänge dann so, als ob er selbst wenig tue.

Wenn Du aber etwas ergreifst, dann bist Du doch aktiv, initiativ, stark und dynamisch, richtig?

Die Nazis haben sich selbst doch als eine revolutionäre und mächtige Bewegung gesehen, die handelt. Linke und liberale Historiker wollten aber im Nachhinein, vor allem ab den spätern 60ern, ausdrücken, dass HitIer nicht gegen den Willen der damals einflussreichen konservativen Kreise gewaltsam die Macht an sich gerissen hätte, sondern dass eben solche einflussreichen Personen sie im eben übergeben hätten.

Wie das eben auch symbolisch durch die Ernennung eines Kanzlers durch den Reichspräsidenten ausgedrückt wurde. Die Nazis haben ihn ja nicht abgesetzt und sich den Titel wider seinen Willen verschafft und ihn auch nicht dazu gezwungen.

Darum der neuere Begriff der Übergabe in Abgrenzung zum älteren der Egreifung, der die konservativen politischen Eliten als unbeteiligt da stehen lässt.

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