Hilfe bei EDNOS / OSFED.. Wie fange ich an, mir Hilfe zu suchen?

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2 Antworten

Hallo die Antwort kommt etwas spät :b Hast du mal im Internet nach Beratugsstellen/Psychologen/Therapeuten in deiner Umgebung gesucht? Wenn nichts dabei ist, würde ich dir raten zum ganz normalen Hausarzt zu gehen und ihm deine Lage schildern. Entweder leitet er dich weiter oder er macht das. Aber Respekt, dass du den Schritt wagen willst das ist echt klasse! Ich wünsche dir viel Erfolg und alles Gute :)

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Kommentar von foodjunkie
04.02.2015, 18:24

Ja, es ist jetzt schon geschehen, aber trotzdem danke für deine Antwort!

Meine Ärztin war sehr verständnisvoll, ich hatte das Gefühl, dass sie schon öfters mit Menschen mit Essproblemen zu tun hatte. Und sie hat mich ernst genommen, trotz meines normalen Gewichtes. Ich habe von ihr jetzt verschiedene Adressen und Telefonnummern erhalten und kann mir einen Therapeuten raussuchen.. Vielen Dank, es tut wirklich gut sowas zu hören! Denn ich selbst fühle mich im Moment als hätte ich mich selbst verraten und ich habe wahnsinnige Panik davor, das alles meinen Eltern zu erzählen. Denn die kennen sich in diese Richtung überhaupt nicht aus und werden mich vermutlich nicht ernst nehmen, da ich mit ihnen doch immer esse...

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Du gehst ganz normal zu Deinen Kinderarzt. Ja. Kinderarzt denn ausgewachsen sind wir mit frühestens 23 Jahren. Dem schilderst Du Deine Erkrankung und bittest um

tja, da kommt es dann darauf an Was DU willst und wozu DU bereit bist:

Es gibt entsprechende Kliniken. Diese findest Du wenn Du nach kliniken für essstörungen suchst. Du kannst dort anrufen, ehrlich Deine Erkrankung schildern und nachfragen ob sie Dich aufnehmen können und wann. Dann fehlt nur noch eine Überweisung. ABER so ein Klinikaufenthalt macht keinen Sinn wenn Dein Umfeld nicht bereit ist sich beraten zu lassen wie mit Deiner Erkrankung umzugehen ist - keine falsche Scham denn diese fällt uns auch nicht ein wenn es um einen Beinbruch geht, einen Diabetes oder sonst eine nicht stigmatisierte Erkrankung und kein Umfeld bricht sich einen Zacken aus der Krone zu lernen Rücksicht zu nehmen. Und Du brauchst nach einem solchen Aufenthalt auf alle Fälle baldmöglichst Therapie.

Deshalb ist es sinnvoll parallel zur Suche nach einer Klinik nach einer ambulanten Therapie baldmöglichst zu schauen. Überweisung bekommst Du binnen fünf Minuten vom normalen Kinderarzt. Ich würde den auf jeden Fall bevorzugen da sie oft genug bessere Informationen zu diesen Erkrankungen erhalten als sogenannte normale Hausärzte.

Weiter schaue Dich auf jeden Fall vor Ort nach Selbsthilfe um. Rufe ruhig mal das Jugendamt an oder gehe da vorbei und lasse Dich beraten. Schaue online nach der nächsten Beratungsstelle der Landesstelle für Suchtgefahren und nutze auch dort jede Informationsmöglichkeit aus. Selbsthilfe greift nur wenn Du regelmäßig daran teilnimmst und empfohlene Aufgaben auch zuhause umsetzt. Eine Hausaufgabe oder die andere kann ich Dir schon mit auf den Weg geben und Du gewöhnst Dich nach und nach daran sie in den Alltag zu integrieren:

Schreibe jeden Tag vor dem einschlafen eine halbe Stunde von Hand auf Papier Tagebuch. Schreibe weder schön noch leserlich sondern schreibe. Verständlich muss es auch nicht sein nur schreibe.

Versuche täglich eine halbe Stunde Hausarbeit zu machen. Frage Dich warum diese Hausarbeit sinnvoll ist aber antworte nicht mit üblichen Plattitüden. Was hat diese Hausarbeit mit Dir persönlich zu tun?

Versuche auch bei diesem Wetter so oft als möglich ohne Zeitdruck spazieren zu gehen. OHNE ZEITDRUCK ist schon mal wichtig aber auch: Konzentriere Dich darauf den Wind auf Deiner Haut wahrzunehmen, die Temperatur der Luft.

Noch mal: Es ist DEINE Erkrankung. Du erbringst mindestens 50% der Leistung um diese schwere Erkrankung zum Stillstand bringen zu können. Diese Leistung kannst Du nur erbringen wenn Du dem Gegenüber vertrauen kannst. Deshalb suche selbst nach entsprechenden Fachmenschen. Beachte bei ambulanter Therapie dass Du Schnupperstunden hast bevor Du auf eine Therapie eingehst. Frage Deine Krankenkasse wie viele sie gewährt.

Beachte:

Du gehst niemals allein denn sehr viele Menschen auf der Welt gehen auf Deiner Straße.

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