Hilfe, aggressives Pferd!

6 Antworten

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Ganz klar: Du musst deinen persönlichen Raum schützen! Und der ist so groß wie deine ausgestreckten Arme, wenn du dich dann im Kreis drehst.

Das Fremdpferd ist so aufdringlich, weil es vor den Menschen keinen Respekt hat, sie nicht als Partner, sondern als rangniederen Artgenossen betrachtet, den man herumschupsen kann.

  1. Auf keinen Fall füttern und der Bettelei und der Bedrängnis Raum geben. Das Pferd lernt: Mein Verhalten fördert Futter zu Tage und wird mit der Zeit immer mehr und immer intensiver fordern.

  2. Mit der Hand zu hauen ist ebenfalls unklug. Du bist niemals stark genug, dass das Pferd vor dir Respekt hat, bist dem Tier dann auch viel zu nahe und könntest verletzt werden.

  3. "Bewaffne" dich mit einer langen Gerte. Wenn du auf die Weide gehst, haust du mit der Gerte um dich. Aber pass auf: Du sollst nicht das aufdringliche Pferd verhauen. Du sollst lediglich dafür sorgen, dass kein anderes Pferd an dich heran kommt. Du wirst das aufdringliche Pferd allerdings treffen, wenn es den Abstand nicht wahrt.

  4. Mir ist klar, dass du damit auch dein Pferd verscheuchst. Das musst du ein oder zwei Mal in Kauf nehmen. Gehe doch einmal auf die Weide und mache nichts anderes, als deine persönliche Zone zu schützen. Dann gehst du weg.

Du wirst es nicht oft machen müssen. Dann wird das aufdringliche Pferd erkennen: Mit der ist nicht zu spaßen, ich halte Abstand! Das wird dann möglicherweise nur bei dir funktionieren und nicht bei den anderen, die auf die Weide kommen. Aber das kann dir ja egal sein.

Ich verhaue Pferde grundsätzlich nicht, aber man muss sich zu wehren wissen. Pferde sind zu groß und zu kräftig, als dass man sich auf Machtspiele einlassen darf.

Es wäre außerdem wünschenswert, wenn die oder der Besitzer des rüden Pferdes ebenfalls an dem Problem arbeiten würde. Dem Pferd scheint Respekt und Erziehung zu fehlen.

In dem du das Pferd mit der Gerte auf Abstand hältst, es quasi zurückschickst, wenn es zu nahe kommt, sprichst du "pferdisch". Übersetzt heißt das: Der Unterlegene muss weichen.

Jungpferde, die sich auf der Weide kappeln - auch wenn es nur Spiel ist - beißen sich gegenseitig in den Hals oder in die Beine oder versuchen es wenigstens. Das geht eine ganze Weile hin- und her, bis einer einen Schritt zurück macht. Der hat dann verloren!

Ich wünsche dir viel Erfolg!

Besser kann man es nicht sagen!

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Sehr gute Antwort, DH!

Das klingt für Menschen, die mit "pferdisch" nicht so vertraut sind, sehr brutal, allerdings handeln Pferde ganz genauso. Das ist vollkommen natürlich und deshalb ok.

An deiner Stelle würde ich wirklich mal mit dem/der Besitzer/-in sprechen.

Es gibt viele, die sich davor scheuen, sich fremden Pferden gegenüber durchzusetzen und sich zu schützen bzw. zu wehren und das, was Tangstedt geschrieben hat, nichtmal ausprobieren wollen.

Tangstedts "Methode" hab ich anfangs bei unseren Jungs auch gemacht - ist eine sehr verspielte Herde aus Jungpferden, drei ehem. Hengste, ein sehr zickiges Stütchen und einer älteren Stute.

Als ich da zum ersten mal rein bin, waren vor allem die drei Jungs sehr aufdringlich, haben mich beknabbert und sind mir auf Schritt und Tritt gefolgt.

Hab dann mit meinem Stick "bewaffnet" immer wieder Annäherung und Rückzug praktiziert.

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@little0cookie

Ich hab sie gesteichelt, sie immer wieder weggeschickt, wenn sie mir zu nahe kamen. Wenns ok war, bin ich (!) wieder zu ihnen hin. (Hier das Prinzip: Zuwendung geht immer nur vom Leittier bzw. höheren Tier aus). Sie durften zwar zu mir, mussten aber auf Abstand bleiben.

Durch dieses Streicheln habe ich ihnen das Beimirsein mit einer gewissen Distanz zu mir angenehm und das Beimirsein ohne Distanz durch das Wegschicken unangenehm gemacht.

So hab ich eine Herde, die gerne bei mir ist und nicht vor Panik wegrennt, aber meine persönliche Zone akzeptiert.

Mittlerweile kann ich ganz in Ruhe das Paddock abäppeln und um die Raufe herum fegen, weil sie von dem Platz weggeen, wenn sie merken, dass ich da hin will und mir niemand mehr im Weg steht oder mir in den Popo beißt. ;)

Also, gerade bei so aufdringlichen Tieren immer mit einer Armverlängerung und persönlichen-Zone-Vergrößerung reingehen!

Und auch mal deutlich werden, heißt, gerne mal mit der Gerte gehen die Brust klapsen, wenn sie den rhythmischen druck ignoriert.

Sollte sie wirklich versuchen, dich zu beißen oder zu treten, schick sie ganz energisch weg.

Grüße

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Die Stute siehst dich als rangniedrieren an - und somit macht sie aus ihrer Sicht nichts verbotenes.

Arbeite an deiner Körpersprache und zeige dem Pferd deutlich wo die grenzen sind. rückt es dir zu nahe dann jage es laut schreiehen und mit erhobenen Händen weg - ein ranghöheres Pferd würde auch das andere Pferd wegjagen, wenn es ihm zu Nahe kommt. und beißt sie dich wirklich oder sind das nur leere Drohungen? Nimm halt zu not auch ne Lange gerade oder derleichen mit - damit hälts du sie auf Distanz und kannst sie zurückjagen ohne dass sie dir zu Nahe tritt. Vor allem musst du KONSEQUENT sein. einmal durchgehen lassen und einmal nicht - sorry aber das zeit das du nicht weist was du willst und Pferde akzeptieren dich nur als Ranghöheren wenn du klare entscheidungen triffst.

LG Carina

Ich würde einen Führstrick mitnehmen und ihn pausenlos um meinen Körper schwingen. Natürlich geht das auch mit einer Gerte, die Du notfalls auch einsetzen kannst, wenn es wieder einen Angriff startet. Du solltest ihn nicht verprügeln, aber Dir das auf keinen Fall gefallen lassen. Das kann richtig gefährlich werden. Sei Konsequent und lasse sie nicht in Deinen Individualbereich. Schicke die Stute konsequent von Dir weg. Habe irgendwetwas ekliges in Deiner Tasche, wie Knoblauch Knollen im Netz, alte Leberwurst und wenn sie beißen will, dann halte sie ihr hin. Die Gerte nehme auch als Abstandshalter. Du musst Dich durchsetzten. Wenn es sich ein wenig eingependelt hat und sie benimmt sich auf der Koppel, dann würde ich mit Bodenarbeit beginnen.

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