Hilfe - mein Freund hat das Borderline-Syndrom

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6 Antworten

Hallo Evelynn123, wie ich Deinem Text entnehmen kann, bist Du wirklich sehr verzweifelt. Die erste Frage die sich mir gestellt hat, hat Dir Dein Freund erzählt dass er Borderliner ist, oder wurde das ärztlich bestätigt. Mir kommt da etwas der Verdacht auf, dass es sich einfach um eine Begründung handelt, womit das Fremdgehen tollerierbar gemacht werden soll!

Es ist verständlich dass Du Deine erste grosse Liebe nicht einfach so aufgeben möchtest, gerade da ihr so viel schon erlebt habt (resp. Du schon so viel mit ihm durchgemacht hast). Auch die Länge eurer Beziehung kann man nicht einfach so ausser Acht lassen, dennoch solltest Du Dir Gedanken darüber machen, ob Du Dir eine langfristige Zukunft mit ihm vorstellen kannst. Ist es für Dich in Ordnung wenn er sich mit anderen Frauen trifft, mit ihnen Sex hat (achte bitte dabei auf Deine Gesundheit - bezüglich den ganzen übertragbaren Krankheiten), sich Dir auch immer mehr entfremdet. Hast Du vielleicht einfah Angst eine Weile allein zu sein - Dich jemandem anders wieder zu öffnen, eine neue Beziehung einzugehen? Glaubst Du vielleicht keinen neuen Partner mehr zu finden? Wenn Du Dich entscheidest Deine Beziehung nicht mehr so weiterführen zu wollen, dann brauchst Du etwas Mut! Mut zur Veränderung entweder in der Partnerschaft mit Deinem Freund zusammen, oder gänzlich ohne Ihn. Hast Du jemanden mit dem Du das direkte Gespräch suchen kannst? Ich wünsche Dir viel Kraft und Mut! Es steht Dir alles offen, Du musst einfach für Dich persönlich eine Entscheidung treffen wie Du weiter machen möchtest!

Ganz liebe Grüsse Judihuiiii

Erstmal Danke für diese Antwort. Als 1. Ja ich habe vom Arzt die Diagnose gesehen. Ich habe angst alleine zu sein, dass ich keinen finde in dem ich mich verlieben könnte.. Ich kann es mir irgendwie einfach nicht vorstellen, jemand anderes zu haben und der gedanke, er hat eine andere macht mich total kirre (mir kommen sogar, wenn ich das schreibe, tränen)

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@Evelynn123

es ist schön, dass Du Dir hier "Hilfe" suchst - es ist eine sehr traurige Geschichte - Du bist sehr unglücklich in dieser Beziehung!

Ich glaube aber, dass es die Antwort von howelljenkins recht gut trifft - es wird nicht besser mit einem borderline Partner!

Meinst Du es ist für Dich möglich Deine Kontakte von früher mit Deinen Freunden wieder intensivieren zu können? Vielleicht kannst Du Dich langsam aus dieser Beziehung lösen - gib Dir die Chance wieder glücklicher zu werden um Kraft zu tanken! Unternimm wieder mehr mit Leuten die Dir gut tun!

Leider kann ich Dir nicht sagen, dass eine Trennung einfach ist - es wird leider weh tun - aber es tut Dir auch weh eine solche Beziehung zu führen!

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Vermutest du nur, dass dein Freund das Boderline-Syndrom hat oder ist das eine vom Arzt bestätigte Diagnose ?

Denn eigentlich klingt die Geschichte, so wie du sie jetzt schreibst, nicht nach einem einem von einer Krankheit verursachten Verhalten, sondern eher nach einem jungen Mann, der nicht so recht weiß, was er will und sich dank deines Verhaltens ja auch nicht wirklich entscheiden muss.

Wenn du eh schon beim Therapeuten bist, würde ich den an deiner Stelle am besten fragen, wie du mit dieser Situation am besten umgehen sollst. Für mich klingt das ein Stück weit nach einer gewissen Abhängigkeit und so funktionieren Beziehungen in der Regel nicht.

Ja ich habe die Diagnose letztens auf seiner Krankmeldung gesehen. Ich habe das erst nie richtig geglaubt, da ich nie etwas vom Arzt gesehen habe..

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Hallo, habe gerade deinen Beitrag gelesen. Ich habe das Gefühl, du bist in eine Abhängigkeit von deinem Freund geraten (und er auch von dir), die euch beiden nicht gut tut.
Es hört sich fast an wie eine Sucht, die du nach ihm hast. Eine Art Beziehungssucht. Denn du hältst an ihm fest, obwohl es äußerlich kaum noch Sinn macht. Ihr fühlt euch beide nicht wohl, wenn ihr euch seht.
Wie wäre es einmal mit einer Beziehungspause, in der du dich ganz auf dich konzentrierst und bewusst Dinge machst, die du vernachlässigt hast? Wie z.B. mit Freunden ins Cafe gehen, Sport machen, schwimmen gehen, ein schönes Buch lesen. Schau mal hier: www.borderline-rat.de

das problem bei euch, wie bei vielen anderen paaren, bei denen einer von beiden borderliner ist, ist dass du quasi sein "gegenstueck" bist. du schreibst von einem therapeuten und ganz moeglicher weise bist du der "dependent" in dieser beziehung. deshalb hast du dich auch noch nicht getrennt.

die prognose fuer beziehungen wie eure ist generell eher schlecht. du wirst immer wieder verletzt werden und erfahrungsgemaess verschlechtert sich deine situation eher noch, weil der "ausschlag" also die heftigkeit der stimmungsschwankungen des borderliners sich mit der zeit eher verschlimmern als verbessern. umso staerker wirst du langfristig in deine dependente rolle gedraengt und musst dich immer mehr zurueck nehmen, um die beziehung erhalten zu koennen.

eine zukunft sehe ich fuer euch nicht. letztendlich ist es aber auch ganz unabhaengig von der beziehung fuer dich ganz allen essenziell wichtig, dass du dich besser um dich kuemmerst und lernst, unabhaengig zu sein.

Ich HOFFE ja immer, dass es irgendwann besser wird.. Also sieht das wohl eher schlecht aus.

Ich war früher auch ganz anders. Habe fats täglich was mit Freunden gemacht und war super glücklich und zufrieden mit meinem Leben.

Jetzt sehe ich meine Freunde sehr selten.. Vielleicht alle 3 Monate 1 Mal und mit Therapeuten hatte ich nichts am Hut..

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@Evelynn123

eben. du hast dich unbewusst vermutlich viel zu abhaengig gemacht (dependent) und du kannst dich obendrein auf ihn nicht verlassen.

dass dir schwerfaellt, da rauszukommen, kann ich mir denken, aber es wird dir am ende kaum etwas anderes uebrig bleiben, wenn du dich nicht komplett aufgeben willst (was ich nicht empfehlen wuerde).

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Nun ja, was es mit dem Borderlinesyndrom zu tun hat ist mir schleierhaft. Klingt eher so, als ob du nicht ganz stabil wärst. (zumindest find ich mich teilweise darin wieder).

Du musst für dich selbst analysieren wie gut er dir tut und ob es sich für deine seelische Verfassung lohnt tatsächlich mit ihm zusammen zu sein oder ob nicht ein "kalter Entzug" in dem Falle die bessere Wahl wäre. Die erste Liebe ist selten die Richtige.

Geht er denn auch zum Therapeuten oder läßt sich in irgendeiner Form helfen? Sonst wird sich an der Situation nie etwas ändern.

Zum Therapeuten geht er nicht mehr, er nimmt aber täglich abends 1x Mirtazapim 30mg.

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