Hilfe - jetzt kommt die Trotzphase

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5 Antworten

Ruhe bewahren & nicht ausflippen & wenn er sich nicht umziehen will dann sage ihm : wenn er sich nicht umzieht dann muss er eben mit schlafanzug in kindergarten ( hat meine mutter als zu mir gesagt und es hat geholfen )

wenn er sich dann immernoch weigert sich umzuziehen dann bringe ihn mit schlafanzug in den kindergarten

Mit Schlafanzug in den Kindergarten, das ist nicht schlecht. Aber lass ich ihm in dem Moment nicht seinen Willen? Das soll ja auch nicht richtig sein.

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@schlumpi2705

in dem moment ja , aber was meinst du wenn er mit schlafanzug in den kindergarten geht ? die anderen kindern werden ihn mit großen augen anschauen oder was zu ihm sagen, und dann will er sich umziehen und niemehr mit schlafanzug in kidnergarten gehen ( so war es bei mir früher )

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@caroline2204

und noch ein tipp : wenn er sich im kindergarten immernoch nicht umziehen will, wird er sich spätestens umziehen wollen, wenn die anderen kinder raus in den hof gehen und er nicht mit kann, weil im schlafanzug kann man ja draußen nicht spielen :) glaub mir es hilft :) ich bin erzieherinn & selbst mutter einer tochter ( 3 monate alt zum glück erst )

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mal zur beruhigung, da müssen eltern alle da durch, ist ein völlig normales verhalten. du machst du schon richtig, einfach ignorieren, das gibt sich wieder. er will testen, wie weit er gehen kann. bei bestimmten punkt, mußte dann die grenze ziehen

Ohne jetzt direkt auf die von dir geschilderten Ereignisse einzugehen, kopiere ich dir hier ausnahmsweise einen Auszug aus meinem gerade neu überarbeiteten Studienlehrgang. Lies es dir einmal durch und wenn du Interesse an diesen Dingen findest und für dein Kind das Beste willst, dann befasse dich einfach einmal näher mit der Psyche eine Kindes. Es gibt auf dem Markt zahlreiche Literatur dazu. Vermeide gerade jetzt entscheidende Fehler, denn sie prägen dein Kind lebenslänglich und sind oft entscheidend ob später ein Versager oder erfolgreich.

Hier der Auszug:

Erstmalig in seinem Leben gelingt es dem Kind, etwas selbst zu wollen und zu bestimmen. Vielfach begegnen wir als erwachsene Menschen in dieser analen Phase, dem ersten „Nein” des Kindes und bezeichnen diese Phase fälschlich auch als „Trotzphase“.

Häufig versuchen dann Eltern, die keinerlei Ahnung von der Entwicklung eines Kindes haben, den Willen des Kindes mit allen Mitteln zu brechen und sind sich überhaupt nicht bewusst, welchen enormen Schaden sie damit in der Ich-Entwicklung des Kindes sie anrichten.

Dieser Prozess dient dem Kind nämlich der Abgrenzung von der Umwelt und hat keinesfalls etwas mit mutwilligem Trotz zu tun. Wir können in dieser Entwicklungsphase des Kindes auch feststellen, dass es häufiger den Begriff „Ich“ verwendet und nicht mehr seinen Vornamen.

Diente die orale Phase der Gewinnung emotionaler Erkenntnisse über den Mund und den oberen Teil des Verdauungstraktes, so sind es in der analen Phase Erkenntnisse im Bereich Darm und After.

Das Kind scheint jetzt seinen Lustgewinn, aus den Formen des Festhaltens und Loslassens zu beziehen.

In unserer Erwachsenenwelt haben wir große Schwierigkeiten mit der Vorstellung, dass die Zurückhaltung von Stuhlgang in der analen Phase, etwas mit festhalten zu tun hatte. Es ist jedoch bezüglich später auftretender Neurosen von besonderer Wichtigkeit, dass in der analen Phase die Auseinandersetzung mit Bedürfnissen der aggressiven Form (dazu zählt das Festhalten), eine Steigerung gegenüber der oralen Phase erfährt. (In der oralen Phase waren bereits aggressive Bedürfnisse in Form des Beißens, beim Kind vorhanden).

Der Entwicklungszeitraum der analen Phase ist in erheblichen Umfang mitbestimmend, wie das Kind später, als Erwachsener, mit Aggressionen umzugehen versteht.

Die nachstehende Tabelle zeigt die verschiedenen Phänomene, von Abhängigkeit und Aggression in Bezug zu Krankheiten. Es wird deutlich, dass sich bei bestimmten Erkrankungen, gewisse Häufigkeiten zeigen.

Psychische Häufigkeiten, bei verschiedenen Krankheiten Krankheiten Abhängigkeit Aggression Zwölffingerdarmgeschwür „passiver Typ” Colitis ulcerosa Fettleibigkeit Hypochondrie Herzangstneurose

manifeste Abhängigkeit

gehemmte Aggressivität Morbus Crohn Asthma bronchiale Zwölffingerdarmgeschwür „aktiver Typ” koronare Herz-Kreislauferkrankungen essentieller Bluthochdruck „gehemmter Typ”

latente Abhängigkeit (Pseudoabhängigkeit)

latente (unterschwellige) Aggressivität Anorexia nervosa essentielle Hypertonie „eruptiver Typ” manifeste Unabhängigkeit direkte Äußerung von Aggressivität

In der analen Phase kommt es zunehmend auch zur Entwicklung der Motorik und es gelingt dem Kind immer besser, seine Bewegungen zu kontrollieren. Dadurch erfährt es immer mehr Unabhängigkeit (Autonomität) und greift nicht mehr so häufig auf die Hilfe der Eltern zurück.

Das Kind will jetzt etwas „selbst“ machen!

Dieser Entwicklungsprozess in der analen Phase, macht dem Kind immer mehr deutlich, dass es etwas

„selbst wollen und tun kann”.

Dazu gehört es auch, dass sich das Kind nun von den Eltern entfernen kann. Leider stoßen wir immer wieder auf restriktive Eltern, die ständig versuchen, das Kind um jeden Preis zu überwachen und zu kontrollieren. Sie bemerken überhaupt nicht, dass sie aus ihrem Kind damit ein abhängiges und passives Wesen großziehen. Nur ein Kind, das gelernt hat, sich autonom zu verhalten, wird später auch die notwendige Selbstbestimmung besitzen und sein Leben in seinem Sinn gestalten.

Autonomie = Selbstbestimmung

Die Tabelle wird hier leider nicht richtig wiedergegeben - tut mir leid.

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das kenne ich nur zu gut...bleib auf jeden fall konsequent...lass ihn schreien, das schadet ihm sicherlich nicht,erklär ihm einmal kurz und ruhig deinen standpunkt und dann geh aus dem raum, nach 5-10 minuten kannst du wieder reingehen und fragen,ob er sich beruhigt hat, wenn nicht, gib ihm nochmal paar minuten...irgendwann beruhigen sie sich immer... (hab 5 babysitterkinder in dem alter und hab schon so manchen wutausbruch so gemeistert)

Das man sich mit einem nassen Handtuch nicht so gut abtrocknen kann wie mit einem trockenen, braucht man niemandem zu erklären. Man kann es jeden einfach ausprobieren lassen. Dann erübrigt sich jede Erklärung.

Das ausprobieren lassen geht zwar nicht bei allen Dingen aber wenn du das bei allen machst, wo es möglich ist, dann ersparst du dir auch viele " Kriege " ;-)

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