Hilfe - Grabpflege und Kosten der Instandsetzung

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5 Antworten

Vorzeitig einebnen bringt nichts, da du dann auf einen Schlag die restlichen laufenden Gebühren zahlen müsstest. Das sehen zumindest die meisten Friedhofssatzungen so vor.

Wie wäre es denn mal beim örtlichen Sozialamt nachzuhören wie es mit Hilfe zum Lebensunterhalt aussieht. Vielleicht können die im Rahmen der Bestattungskostenbeihilfe zumindest einen Teil der Friedhofsgebühren übernehmen.

Als letzter Ausweg käme dann noch ein Antrag bei der Friedhofsverwaltung auf Kostenerlass wegen einer besonderen Härte für den Betroffenen (ist auch in eurer Friedhofssatzung so geregelt).

Eine unbillige Härte im Sinne des § 80 Abs. 4 Satz 3 VwGO liegt vor, wenn durch die sofortige Vollziehung ein nicht wiedergutzumachender Schaden, etwa Konkurs oder Existenzgefährdung, droht und die Härte nicht im überwiegenden öffentlichen Interesse hinzunehmen ist. Diese Voraussetzungen müssen kumulativ erfüllt sein. Bei 170,-€ liegen die Vorraussetzungen eher nicht vor.

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@jamaga1

Stimmt schon. Aber dies gilt nur, wenn per Satzung nicht mildere Voraussetzungen geregelt sind. Daher würde ich der Fragestellerin empfehlen, mal einen Blick in die örtliche Satzung zu werfen.

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@sebi1981

In einer Satzung wird es kaum mildere Bestimmungen geben. Die unbillige Härte wird als unbestimmter Rechtsbegriff von Gerichten definiert. Existenzgefährdung etc. sind bei 170,-€ nicht ersichtlich. Da geht immer eine Ratenzahlung.

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Hallo noch einmal, ich Danke Euch für Eure Antworten. Ich habe im Internet noch mal rumgestöbert und habe unter Friedhofssatzung § 29 Absatz (3) folgendes gefunden:

Wenn der/die Berechtigte nachweist, dass aufgrund des Alters oder der Gesundheit die Grabpflege nicht mehr durchgeführt werden kann, wird die Grabstätte vorzeitig kostenlos zurückgenommen, wenn das Einkommen die allgemeine Einkommensgrenze, die vom Sozialamt für Hilfe in besonderen Lebenslagen zugrunde gelegt wird, nicht überschreitet.

Das habe ich in einem Brief an die Friedhofsverwaltung verfast und hoffe auf positive Antwort.

Dank noch mal an Euch. Gruß Anke

Such doch einfach über eine Zeitungsannonce jemanden der sich mit kümmert, meistens übernehmen Renter die sowieso auf den Friedhof gehen gerne noch die Grabpflege für andere Gräber und ist auch nicht wirklich teuer

Wenn die gesetzliche Ruhefrist abgelaufen ist, kannst Du das Grab einebnen lassen. Wie lang die Ruhefrist ist, erfährst Du aus der entsprechenden Friedhofssatzung. Dabei ist es wichtig zu wissen, wie der Letztverstorbene bestattet wurde. Die 170,-€ werdet ihr erst einmal zahlen müssen. Wenn es nicht auf einen Schlag geht, bittet doch um Ratenzahlung.

Vor drei Jahren ist meine Patentante gestorben. Für das Grag bin ich zuständig, da alle anderen Verwandten zu alt sind. Problem: Ich wohne ca. 150 km vom Friedhof entfernt. Ich habe es so geregelt. Habe das Grab komplett abgetragen. D.h. alles an Gewächsen runter ! Dann habe ich die Erde auf dem Grab von Steinen und Unkraut gesäubert und platt gewalzt. Flüssigen Unkrautentferner satt drübergegossen und die Erde dick mit feiner Pinienrinde belegt. 2-3 Trittplatten drauf und eine bepflanzte Blumenschale. Eine andere Möglichkeit wäre: Grab wieder wie o.a. räumen und ca. 10 cm tief ausheben. Dann eine Folie unterlegen und mit Kies auffüllen. Ist ebenso eine saubere Sache, die im Nachhinein nicht viel Arbeit macht. Die 170,00 Euro werdet Ihr evtl. einmalig zahlen müssen obwohl ich nicht verstehe Leistung ohne Auftrag erbracht wurde.

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