HILFE - Die Versicherung versucht mich zu verarschen - Kostenübernahme Gutachten

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3 Antworten

Wenn du einen Schaden ersetzt haben willst, bist du natürlich verpflichtet, diesen so gering wie möglich zu halten. Du kannst nicht für eine Scheibe, die vielleicht 200 € kostet ein Gutachten in Auftrag geben.

Auch ein Anwalt war in diesem Fall völlig überzogen. Von dem wirst du dann auch noch eine Rechnung bekommen.

Du hasdt die Aufträge erteilt und wirst auch zahlen müssen.

Danke für die zügige Antwort. Ich muss noch etwas ergänzen. Das Metall Stück ist aus dem 3 Stock auf mein Visier und somit wurde durch den Aufprall (Erdanziehung) auch die Lenkung beschädigt. Reparatur kosten lagen bei 500 € diese zahlt die Versicherung. Der Anwalt wird keine Rechnung stellen, da er sein nichts tun zugegeben hatte.

Meine Frage also korrigiert: Ist die Versicherung nicht verpflichtet ein Gutachten zu bezahlen?

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... um einen Kostenvoranschlag/Gutachten machen zu lassen ...

Was denn nun? Einen Kostenvoranschlag oder ein Gutachten? Ein Gutachten kommt bei einem so geringen Schaden nicht in Frage sondern nur ein Kostenvoranschlag. Und der ist bedeutend billiger. Wenn du tatsaechlich ein richtiges Gutachten hast machen lassen, dann werden diese Kosten an dir haengenbleiben.

Naja da ich am Unfall nicht beteiligt war, schloss der Rollerladen einen größeren Schade nicht aus (evtl umgefallen etc.) und meinte hier wäre ein Gutachten nötig. Muss ich nun davon ausgehen, das der Rollerladen Geld machen wollte und mich belogen hat?

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@floeckli06

Ich würde mal bei der IHK nachfragen, ob die Kostennote für das Gutachten wirklich gerechtfertigt ist. Wenn das nämlich hoffnungslos überteuert ist kannst du diese Rechnung erst einmal anfechten. Einfach einen Kostenvoranschlag machen und "Gutachten" drüber schreiben ist nicht OK. Das ist kein Gutachten. Ein Gutachten enthält nicht nur eine Bestandsaufnahme des Schadens, sondern auch detaillierte Infos zum Tathergang usw.

So wie du es schreibst, hat sich der Rollerladen irgendetwas zusammengereimt, das dazu geschrieben und es dann Gutachten genannt. So funktioniert es nicht.

Wenn der Rollerladen nicht sicher ist, ob mehr kaputt ist, dann muss er sich das halt genauer angucken, bevor er den Kostenvoranschlag abgibt. Ein Gutachten wird das aber deswegen immer noch nicht.

Also wie gesagt: Ich würde hier über die IHK mal nachfragen, was preislich und inhaltlich davon zu halten ist, die haben vereidigte Gutachter.

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Tach,

erstmal ist es richtig dass DU was beim Rollerhändler in Auftrag gegeben hast.

Wenn du was für 1 Tsd € in Auftrag gibst, musst du das auch löhnen.

Ich frage mich, was an so nem Roller für 1 Tsd € kaputt gehen soll?

Oder haben die n 100 Kg Betonklotz vom Dach geschmissen.

Das hwürde ich ehrlich gesagt als versicherung auch nicht zahlen.

So wie ich die Frage verstehe, war seitens der baufirma doch erstmal n Kostenvoranschlag verlangt.

Für sowas sind allerhöchstens 50€ angemessen, da es sich ja erstmal nur um ne Bestandsaufnahme des voraussichtlichen Schaden handelt.

Was genau hat der Rollerhändler denn gemacht?

N Kostenvoranschlag? -dürfte, wie gesagt kaum mehr als 50€ kosten

N Gutachten? - kann der Rollerhänder selbst gar nicht machen, wobei auch dann, wenn das ein vereidigter Sachverständiger z.B. vom TÜV, o. Dekra ist, dafür 1 Tsd € sehr viel zu viel ist.

Oder hat der Rollerhändler für die 1 Tsd € gleich den ganzen Roller vergoldet?

Dann kommts noch drauf an, was genau du beauftragt hast.

Richtig wäre in deinem Fall gewesen:

N Kostenvoranschlag KEIN Gutachten, um erstmal zu sehen was das ca Kosten wird.

Damit zum Verursacher, also die Baufirma.

Evtl hätte der ja gesagt "hier haste Bargeld, das was auf dem Kostenvoranschlag steht" und fertig.

Wenn nicht, hätteste den Kostenvoranschlag mit n Paar Fotos vom Roller zur Versicherung des Bauunternehmers gegeben.

Die hätten dann entweder ausgezahlt, oder n Gutachten verlangt.

Rechtlich gesehen hast du, indem du nicht Rücksprache mit der Versicherung gehalten hast, sondern eigenmächtig n "Gutachten" in Auftrag gegeben hast, gegen die so genannte Schadenminderungspflicht nach § 254 BGB verstoßen.

Ich gehe davon aus, dass der Anwalt dir das gleiche gesagt hat.

Ja du hast schon Recht, ich muss selbst über diese Kostenstellung lachen. Zu der Kostenaufzählung in der Rechnung:

199,99€ Roller Transport 360€ Gutachten 60€ Schreibkosten 120€ Fotos

plus 19%Mwst und natürlich der Rechst bis es zu den 1 Tsd € kommt sind die Inkaso kosten vom Rollerhändler.

Zum Auftrag: Ich bin hin, sagte das und das ist passiert, ich muss wissen was kaputt ist und was das kostet um es der Baufirmer zu sagen. Daraufhin kam die Anwaltsache und ein Rollerhändler der mir vergewissert hat, es sei so besser für mich. Es ist nicht mein Berufsfeld und habe keinen Plan was das beste ist, ich dachte es wird schon das richtige sein.

Der Auftrag kam übrigens von der Baufirma, nur habe ich das für die ausgeführt.

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@floeckli06

Hi,

Reparatur kosten lagen bei 500 € diese zahlt die Versicherung.

so weit so gut.

199,99€ Roller Transport 360€ Gutachten 60€ Schreibkosten 120€ Fotos

Wäre ich Sachbearbeiter bei ner Versicherung, käme ich mir leicht veräppelt vor, wenn mir jemand bei nem Schaden, der mit 500 € repariert ist, ein, wie ich meine völlig überzogenes "Gutachten" vorlegt.

Da hat die Versicherumg 100ig recht, wenn die das ablehnen. - 500€ Schaden und 750€ zur ermittlung der möglichen Kosten, stehen wirklich in keinem Verhältnis.

Für das, was die Versicherung bezahlen soll, also die 500€ Reparatur + die 750 € für ein zweifelhaftes Gutachten, hätteste dir sicherlich fast n kompletten anderen Roller kaufen können.

500€ + 750€ = 1250€

Für 1199€ kriegste n nagelneuen Piaggio ZIP

Für 1300€ gibts nagelneuen Derbi Atlantis (Derbi gehört genau wie Aprilia, u. Gilera zum Piaggio Konzern)

Peugeot V-Clic, Ludix, o. Kisbee gibts schon nagelneu für 1000€

Für 1300€ kriegste n nagelneuen Yamaha Neo's

Das was ich da aufgezählt habe ist also keinesfalls Baumarktschrott, wobei die günstigsten Piaggio und Peugeot Roller auch in Asien gefertigt werden.

Du musst dich also wirklich nicht wundern, wenn sich die Versicherung veralbert vorkommt.

Mein Ra(d)t:

Setze dich mit der Versicherung zusammen und bespreche mit dem sachbearbeiter, weilche Kosten für die Schadenermittlung er denn für angemessen halten würde.

Ich bin nach wie vor der Meinung, dass das unter relistischer betrachtung kaum mehr als 50€ hätte kosten dürfen.

Was genau hat denn der Rollerhändler zur Reparaturkostenermittlung geleistet?

Transport OK. - für 100 - 150€ kriegste n Roller quer durch Deutschland gebracht.

http://www.fahrzeugtransport.de/index.htm

Was ist weiter notwendig zu Kostenermittlung?

Die Verkleidungsteile abschrauben und gucken, was kaputt ist.

Dann Teile aus der Liste suchen Preise dazuschreiben und ne Zeit zum reparieren aus der Erfahrung heraus schätzen. - evtl gibts sogar Vorgabezeiten.

Fotos werden mittlerweile auch von richtigen Gutachtern teilweise per Handykamera gemacht.

Zerlegen, Teile raussuchen, Fotos knipsen dauert keine Stunde.

Muss ich nun davon ausgehen, das der Rollerladen Geld machen wollte und mich belogen hat?

Davon würde ich aber mit Sicherheit ausgehen.

DU machst folgendes - vorausgesetzt du hast n dickes Fell:

Was GENAU hast DU beauftragt? Kostenermittlung oder wirklich n Gutachten.

Welchen Auftrag hast du SCHRIFTLICH erteilt? Steht auf einem schriftlichen Auftrag, dass du ein GUTACHTEN haben willst?

Wenn da NICHT Gutachten steht, also wenn du selbst per schriftlichen Auftrag, das kann auch ein Zettel beim Händler sein, KEIN Gutachten beauftragt hast, dann haste Glück.

Dann hat der Händler ohne Auftrag gehandelt.

D.h. dafür kriegt er NIX, weil er keinen konkreten Auftrag hat, z.B. in deinem Fall, ein überteuertes Gutachten zu fertigen was außer jedem Verhältnis zur Schadensumme steht.

Das ist etwa vergleichbar mit dem Sachverhalt, wenn eine Werkstatt den Reifendruck prüfen soll, dir aber dann gleich ungefragt n neuen Auspuff montiert.

Das musst du selbst dann nicht zahlen, wenn der alte Auspuff tatsächlich völlig vergammelt war.

DAS war nicht bestellt - BASTA

Deshalb bin ich weiter oben so ausführlich auf die schriftlich Auftragsvergabe eingegangen.

Wenn im von DIR erteilten Auftrag an den Händler also nicht GUTACHTEN steht, kann der händler sich die Nase putzen.

Deshalb rufst du den Sachbearbeiter der Versicherung an, und fragst FREUNDLICH, was denn bei der Schadenhöhe zur Kostenermittlung ungefähr angemessen wäre.

Dann. - das wichtigste!!

Du weist die Rechnung des Rollerhändlers zu deiner Entlastung zurück, mit der Begründung, dass du kein Gutachten beauftragt hast.

Mit dem Inkasso führst du KEINE Konversation, außer dass du denen (nachweisbar) mitteilst dass die Forderung bestritten ist.

Der Rollerhändler MUSS dich dann verklagen.

Dann soll er mal nem Richter glaubhaft verklickern, wofür er 750€ für n Gutachten benötigt, wo der Schaden nur 500€ ist.

Zudem muss er dem Richter dann auch nachweisen, ob er denn überhaupt ein vereidigter Sachverständiger ist. - Sonst darf der erst GAR kein Gutachten schreiben, sondern NUR n Kostenvoranschlag, bzw ne Wertermittlung.

Wie gesagt:

Du solltest n dickes Fell haben und dich verklagen lassen.

Ich bin mier ziemlich sicher, dass dann Ruhe ist.

Wenn der dann noch lästig wird drohste mal mit ner Betrugsanzeige. usw.

Dazu passt auch § 138 BGB und § 291 StGB. - lesen!!

Das so genannte Missverhältnis scheint in deinem Fall gegeben zu sein.

Also: Lass dich ruhig von dem verklagen.

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@Meinereiner67

Mein dickes Fell ist leider schon sehr dünn geworden. Habe mir jetzt Unterstützung von ner Freundin geholt, diese unbefangener und emotionslos diskutieren kann. Danke für deine argumente, ich werde mir diese Merken und dem Rollerhändler vorlegen, wenn es zum Gespräch kommt.

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@floeckli06

NICHT rumlabern und diskutieren.

Zurückweisen und Aussitzen, so wie ich das beschrieben habe.

Wie gesagt:

Soll der Rollerfritze doch mal einen Richter überzeugen, für was genau der 750€ haben will.

Man muss sich das mal richtig überlegen:

Der will 750€ haben, um Reparaturkosten von 500€ festzustellen.

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