Higgs-Feld und Wellenzustand?

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo Mumumumumu412,

die Quantenfluktuationen sind keine direkte Wechselwirkung, und Gravitation ist sehr schwach. In jedem Fall sind sie kein Anlass, der einen Eigenwert produzieren würde.

Zur Erklärung: Quantik als lineare Algebra

Die Wellenfunktion ist ein abstrakter Vektor, der den Zustand des Teilchens beschreibt. Üblicherweise normiert man seine „Länge“ auf 1.

Eine physikalische Größe wird durch einen Operator beschrieben, die Verallgemeinerung einer Matrix. Matrizen sind Darstellungen linearer Abbildungen von einem Vektor auf einen anderen, Drehungen zum Beispiel.

Sie besitzen Eigenvektoren, die ihre Richtung beibehalten, also zum Ausgangsvektor proportional sind. Der Proportionalitätsfaktor heißt Eigenwert der Matrix. Bei Drehungen sind zum Beispiel Vektoren parallel oder antiparallel zur Drehachse Eigenvektoren zum Eigenwert 1.

Der quantenmechanische Zustandsvektor lässt sich in Eigenzuständen des fraglichen Operators entwickeln, und die Betragsquadrate der Koeffizienten stellen die Wahrscheinlichkeiten dar, den entsprechenden Eigenwert zu messen.

Oft ist diese Entwicklung ein Integral, denn manche Operatoren haben ein ganzes Kontinuum von Eigenzuständen, z.B. der Orts- oder auch der Impulsoperator. Die Entwicklung einer Ortswellenfunktion in Impulseigenzustände oder umgekehrt ist nichts anderes als eine FOURIER- Transformation.

Ein Video, das dies erklärt, findet sich hier:

https://youtu.be/ctXDXABJRtg

Die „Wahrscheinlichkeitswelle"…

...ist übrigens keinesfalls ein unbestimmter Zustand oder etwas, das lediglich „Aufenthaltswahrscheinlichkeiten“ für das „eigentliche Teilchen“ festlegt, sondern selbst, etwa als Elektronen- Orbital, ein durchaus bestimmter Zustand, nur nicht hinsichtlich des Ortes, sondern der Energie und des Drehimpulses hinsichtlich einer bestimmten räumlichen Achse. Und das ist in einem elektrischen Feld, also durchaus mit Wechselwirkung.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung
 - (Schule, Physik, Chemie)

Danke für den Stern!

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diese arten von wechselwirkungen, z.B. gravitativ, sind viel zu schwach um die kohärenz messbar zu stören.

viele größenordnungen zu schwach.

Wechselwirkung ist Wechselwirkung

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@Mumumumumu412

Nicht jede Wechselwirkung lässt die Wellenfunktion zu einer Art Ortseigenfunktion (spitzer Peak an einer bestimmten Stelle) kollabieren; das tut nur eine Ortsmessung, und dies auch nicht für lange.

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Außerdem ist die Wechselwirkung ein polares Phänomen kein depolares Phänomen

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@Mumumumumu412
Wechselwirkung ist Wechselwirkung

aber nicht jede wechselwirkung ist gleich stark und führt zur kompletten dekohärenz.

Außerdem ist die Wechselwirkung ein polares Phänomen kein depolares Phänomen

ich habe keine ahnung was ein "(de)polares phänomen" sein soll. das ist kein physikalischer begriff.

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Was ich damit sagen will das es entweder eine Wellenfunktion gibt oder nicht. Es gibt keine Mischung zwischen Nicht-Wellenfunktion und einer Wellenfunktion sondern es gibt immer nur eins von beiden, genauso wie es entweder eine Wechselwirkung gibt oder gar keine, sobald es eine Wechselwirkung gibt sei sie noch so schwach gibt es keine Wellenfunktion!

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@Mumumumumu412
Was ich damit sagen will das es entweder eine Wellenfunktion gibt oder nicht. 

es gibt immer eine wellenfunktion, auch bei dekohärenz. was ist eine "nicht-wellenfunktion"? was soll es bedeuten dass es nach einer wechselwirkung "keine wellenfunktion gibt"? du scheinst nicht zu wissen was eine wellenfunktion ist.

ich glaube, bevor du über Higg-feld und ähnliches nachdenkst, solltest du dir erstmal die absoluten grundlagen der quantenmechanik aneignen.

auch dekohärenz ist ein kontinuierlicher effekt. eine schwache wechselwirkung mit der umgebung wird das interferenzmuster nicht zum verschwinden bringen (vielleicht nur ein bisschen mehr auswaschen). je sicherer die "welcher-weg-information" gewonnnen werden kann, desto verschwommener wird das interferenzmuster bis es irgendwann gar nicht mehr erkennbar ist.

siehe auch hier:

https://arxiv.org/pdf/1911.06282.pdf

abschnitt 2.1 (vor allem ab gleichung (4) )

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@Mumumumumu412

Es gibt immer eine Wellenfunktion, ganz egal, wie stark die Wechselwirkung ist. Messung macht nicht die Wellenfunktion platt und kitzelt das murmelförmige Teilchen heraus, das es nämlich nicht gibt, sondern sie misst einen der möglichen Ortseigenwerte (und dies auch nur mit endlicher Genauigkeit) und holt aus der Wellenfunktion einen Orts-Peak heraus.

Der ist aber auch eine Wellenfunktion, nämlich eine Überlagerung von vielen Zuständen mit ganz unterschiedlichen Impulsen und damit Geschwindigkeiten. Deshalb läuft diese auch schnell wieder auseinander.

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depolar und polar sind keine physikalischen Begriffe sondern ganz normale Adjektive und diese müssen auch keine physikalischen Begriffe sein um etwas näher zu erläutern!

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Entweder ein Teilchen befindet sich im Wellenzustand oder nicht, das kannst du überall recherchieren!

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@Mumumumumu412

ich weiß nicht wo du recherchiert hast, aber ich würde dir dringen andere quellen empfehlen. lerne die grundlagen der quantenmechanik, dann wirst du sehen dass deine aussagen keinen sinn machen.

(siehe z.b. den artikel zur dekohärenz den ich dir verlinkt habe)

PS: "welle-teilchen-dualismus", in der form wie du dich darauf zu beziehen zu scheinst, ist ein seit fast hundert jahren (seit der entwicklung der modernen quantenmechanik alla Schrödinger, Dirac, usw. ) veraltertes konzept.

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@Mumumumumu412

Das Teilchen befindet sich nicht im Wellenzustand oder nicht, sondern z.B. entweder in einem Ortseigenzustand oder nicht, und auch der ist eine Überlagerung, nämlich von Impulseigenzuständen.

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@SlowPhil

da der ortsoperator ein rein kontinuierliches spektrum hat, befindet es sich auch nie in einem ortseigenzustand.

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@Reggid

Genau genommen nicht. Allerdings in einer Überlagerung von Orts-Eigenzuständen, deren Eigenwerte dicht beieinander liegen.

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Ich recherchiere richtig du nicht!

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@Mumumumumu412

na wenn du meinst...

dann lernst du eben keine quantenmechanik wenn du die antworten eh nicht hören willst (aber warum fragst du dann überhaupt?). es wird dich niemand dazu zwingen.

falls du deine einstellung dazu einmal ändern solltest: es gibt zahllose skripte zu vorlesungen zur einführung in die quantenmechanik gratis im netz.

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Es mag sein das deine Quellen richtig sind aber deine Interpretation ist vollkommen falsch

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