Hierarchie in der Schule vorhanden?

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2 Antworten

Hallo!

Ich (Jahrgang 1990) habe meine Kindheit/Schulzeit nur insofern als "hierarchisch" in Erinnerung, dass Erwachsene starke Achtung genossen, vor allem im Bereich Großeltern (ich wuchs bei meinem Opa auf)/Eltern/Onkels und Tanten oder auch Lehrer/Erwachsene allgemein auch auf der Straße. 

Mein Opa hat mich insofern erzogen, dass man Erwachsene generell grüßt, wie man "guten Morgen/guten Tag/guten Abend" korrekt einsetzt (Zeiten), dass man zwar ein Nein akzeptieren sollte aber das nicht heißt, sich als Kind /Jugendlicher alles bieten zu lassen also auch mal hinterfrägt.. das war schon eine Art Hierarchiedenken, weil Erwachsene klar über uns Kindern standen & wir sie entsprechend achteten, aber es war nicht irgendwie besonders streng gegliedert. Ungeschriebene Gesetze die man nicht brechen durfte gab es keine, zumindest für mich nicht ---------> mein Opa gab sich seeeeeehr viel Mühe mir echt alles zu erklären, was er für wichtig hielt & ich würde heute sagen, dass es fruchtbar war :)

In der Schule war Hierarchiedenken nicht vorhanden.. außer dass man als Grundschüler bzw. in der Unterstufe-Realschule "die Großen" geachtet hat bzw. ihnen mit Respekt begegnete, sicherlich auch weil man vor ihnen Angst hatte.. in meiner Realschul-Klasse gab's noch die Clique der "coolen Stars", die sich zwar für besser & cooler hielten aber im Prinzip nix auszurichten hatten bzw. den Ton in der Klasse nicht angaben. Wirklich geachtet wurde höchstens der Klassensprecher, aber auch nur wenn er News aus der SMV Sitzung bekanntgab. In anderen Klassen war dieses "Hierarchiendenken" sicherlich ausgeprägter & ich denke auch, dass es das gibt, aber ich habe es nie bewusst erlebt. 

Ich war an der Berufsschule 3 Jahre lang Klassensprecher & ein Jahr lang auch stellvertretender Stufensprecher, da wurde ich in der Klasse bzw. auch an der Schule schon sehr "geachtet", war überall recht bekannt & wurde von unserem Lehrer sogar mal als "Bürgermeister der Klasse" bezeichnet.. aber ich habe NIE Wert drauf gelegt, irgendwie über den anderen zu stehen. 

Ob Mobbing was damit zu tun hat, kann ich nicht direkt sagen. Aber es gibt Leute, die sich "stark" fühlen oder denken "Herrscher" zu sein, indem sie andere, die ihrer Ansicht nach schwächer/weniger wertig usw. sind, eben mobben. Aber andererseits gelten Mobber oft als besonders schwache Typen, die sich wichtigmachen müssen, damit sie zu ihrer Freude kommen.

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Nein, du bist nicht der einzige der das bemerkt, aber zumind. was die Erfahrung betrifft, einer der wenigen. Ich erlebe das tagtäglich, es sind die kleinen Details, die sich da bemerkbar machen. Beispielsweise haben wir eine gemeinsame Gruppe bei der man Beiträge liefern kann.. die Schüler, die weniger attraktiv und charismatisch sind, sind dort teilweise nicht mal vertreten. Und wenn, dann darf dieser sich kaum melden. Versucht z.B eine weniger anerkannte Person einen Witz zu reißen, dann kommen nur Aussagen wie: "Ach halts Maul" .. würde nach ihnen ein gesellschaftlich hohes Tier dieselbe Aussage treffen würde er auf Begeisterung stoßen. Das war und ist (leider) schon immer so. Wie auch in jedem x-beliebigen Film der sich um Schule dreht, gibt es die beliebten und die weniger beliebten.. Wobei mir in "echt" immer wieder auffällt, dass diese hohen Menschen alle ein gewisses Muster haben.. extrovertiert, auffällig, ähnliche Kleidung, falsch und sehr nach Party, Alkohol ausgelegt. Während die anderen eher so die ruhigen, stillen sind.. Es ist nun mal ein Phänomen das unter den Jugendlichen auftritt..

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