Hi, was will jemand damit bezwecken wenn er fortlaufend Wortklauberei betreibt, will er fehlendes Wissen vortäuschen?

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4 Antworten

Ich will ja nicht meckern - aber es heißt "klauben" (Wortklauberei)

*duck und weg*

Mh. Es kommt auf die Situation an. Ich selbst lege auch Wert auf die richtigen Worte.
Aber ich unterscheide zwischen

* es hat eine andere Bedeutung (mich hat zb jemand als "Heuchler" bezeichnet. Das hat mich gekränkt. Nach Wiki konnte ich beweisen, dass Person sich getäuscht hat)
* man meint etwas anderes (zb wenn jemand behauptet, man würde auf schnelle Autos stehen, man aber nur meint, das man gern zügig unterwegs ist)
* ob ich mit Worten spiele (a la Willi Astor)
* ob ich auch Worte hinterfrage (bin ich gleichgültig in Form von "ist mir egal" oder ist das andere "gleich{wertig} gültig - was der ursprüngliche Sinn ist) (möchte ich mit jemanden zusammen fahren (*krach*) oder doch nur miteinander?
Interessant ist auch der Fall "das nächste Wochenende". da "das nächste" genauso bedeutet wie "kommendes", "dieses, was folgt", ist in 2 Tagen "das nächste Wochenende" (heute ist Donnerstag) und nicht erst am 18./19. Denn bei anderen Dingen meint man es doch auch so. Sagen wir, dass sich 2 Leute treffen wollen. Geplant ist bereits der 13.2. Und der 17.2. Wenn jetzt einer sagt "bring beim nächsten mal bitte das Buch mit" dann meint er doch auch den 13. (der direkt folgende Termin) und nicht das (über)nächste mal. Außer dieser erste Termin IST gerade (oder das Wochenende IST bereits).

Interessant wird es auch, wenn man hört wie Leute "zu Fuß gehen" (ja wie denn sonst im Normalfall) oder 3 Wochen in den Urlaub fliegen (möchte den Ort kennen, der soweit weg ist dass man dahin 3 Wochen Flug benötigt ;-)) oder wenn man gefragt wird "wart ihr in den USA oder in Amerika?" (äh ja...) und das leidliche Thema "das gleiche / das selbe" oder "umsonst/kostenlos" (meine Schulbildung war zumindest kostenlos ;-)

Also... Man kann das nicht pauschal sagen. Da muss man das Wort und die Hintergründe auseinander nehmen. (manche sagen dazu "Wortklauberei" :-))

Gruß

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Kommentar von Centario
09.02.2017, 11:58

Ja, das war es doch

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Kommentar von Garfield0001
09.02.2017, 12:00

Was war was?

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Es gibt Menschen, die darunter leiden, wenn etwas nicht perfekt ist. Darunter leiden sie wahrscheinlich selber mehr als ihre Umwelt.

Mir geht es oft auch so, ich kann einfach die Verwechslung von "scheinbar" und "anscheinend" nicht ertragen oder "obwohl" und "trotzdem" und es geht mir wie ein Schlag in den Magen, wenn Sportreporter von Pehnáhlti-Schießen reden. Quatschen die das nur nach oder wissen sie nicht, dass "Strafe" auf englisch "penalty" heißt mit Betonung auf der ersten Silbe.

Wahrscheinlich schreiben die dann auch, dass sie abends in "Donn Dschowanni" warn. Oder bei einem Fuhtboll-Spiel"


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Kommentar von Centario
10.02.2017, 19:58

Deine Antwort könnte viele Interessieren wenn sie hier reinschauen würden. :-)

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Es gibt solche und solche.

Manche betreiben Wortklauberei tatsächlich, um über fehlende Argumente hinwegzutäuschen.

Andere sind schlichtweg genau und detailorientiert. Da falle ich z.B. drunter - wenn jemand in einer Diskussion ein schwammiges Argument vorbringt ("Der ganze Death Metal geht den Bach runter." z.B.), werde ich immer erst darauf beharren, 1. (im Falle meines Beispiels) sicher zu gehen, dass der Mensch mit "Death Metal" nicht nur das meint, was er dabei denkt, sondern alles, das nach Definition so bezeichnet werden kann und 2. strikt darauf beharren, dass "der ganze" eine Generalisierung und daher exaggeriert ist. Abseits davon, dass das eine geschmacksbehaftete Aussage wäre und damit ohnehin zu wertend, um als Argument zu dienen.

Worauf ich hinaus will, ist - nicht jeder, der auf die Definition der Dinge (Wale sind keine Fische!^^) achtet, ist bloß ein Täuscher - manche wissen einfach sehr genau, was für Unstimmigkeiten aus missverständlichen Formulierungen erwachsen können.

In der gesamten Philosophie geht's oft um Wortklauberei - schlichtweg, weil man nur auf klar definierten Basen diskutieren kann.
Wenn man sich nicht mal darüber einig ist, ob man von "Wollen" oder "müssen" spricht, kann man keinerlei These dazu aufstellen, was der Unterschied zwischen "Pflicht", "Wunsch" und "Recht" ist.

Sprich: Ungenauigkeiten im Ausdruck gehen nur so lange gut, so lange man Warmwasserdiskussionen führt - soll's ans Eingemachte gehen, sind die Leute sich ihres Wortschatzes besser bewusst.

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Vielleicht hat er einfach nicht die Hoffnung aufgegeben, dass du auch einmal darüber nachdenkst, was du erzählst.
Ich korrigiere meine Frau auch gern und oft, wenn sie z.B. ein Wort nutzt, dass nicht alltäglich ist und es falsch anwendet.
Sie weiß, dass sie sich bei mir damit nicht blamiert und ich ihr sagen werde, wenn es falsch ist.
So kommt sie zu einer vernünftigen Sprache, bei der sie nicht fürchten muss sich vor anderen zu blamieren und ich darf mein Wissen weitergeben =)

Bestes Beispiel "dasselbe und das gleiche".

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Kommentar von Centario
09.02.2017, 13:32

Was meinst du zu hoffen und harren ............

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