Hi ich wollte die Frage nie stellen und habe mich jetzt doch dazu entschlossen es zu tun. Sind Unfallorte wo Menschen um das Leben gekommen sind mystische Orte?

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8 Antworten

Erst mal sind das Orte wie tausend andere auch. Für den Menschen, der dort eine Tragödie zu beklagen hat und sich immer daran erinnert, wenn er hinkommt, oder vorüberfährt, bedeutet der Ort Kummer, Leid und auch Wut, Unverständnis und Konfrontation mit diesem Geschehen.

Um andere an den plötzlichen Tod zu mahnen und Mitgefühl zu wecken für den Menschen, der dort umgekommen ist, stellt der Hinterbliebene Kerzen auf.

Ich denke, das hat seine Zeit, ist nur für den zurückgebliebenen wichtig. Längst haben wir uns an solche gekennzeichneten Stellen gewöhnt und halten zwar kurz inne, aber es hat nicht mehr diese schockierende, bestürzende Wirkung, die es anfänglich hatte.

Die Seele entweicht aus dem Körper und Christen glauben an das ewige Leben. Nichts bleibt an so einem Ort zurück.

Für Trauer und würdige Begegnungen sind Friedhöfe da, und die verschiedenen Bestattungsformen wie etwa im Friedwald können das Loslassen erleichtern.

Trauer und Verarbeitung braucht seine Zeit, egal, wo sie stattfindet.

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Nein. Es sind einfach Orte der Erinnerung. Daher bedeuten sie nur etwas für die Menschen, die auch wirklich eine Erinnerung damit verbinden, zB eben für Angehörige von Unfallopfern.

Man geht dort hin, um sich zu erinnern, das Unfassbare vor Augen zu führen: "hier ist es geschehen" und vielleicht um etwas gut zu machen: "ich war nicht dabei, als es geschah, aber jetzt bin ich hier."

Daran ist nichts mystisches. Das ist psychologisch völlig nachvollziehbar.

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Der Ort an dem ein Mensch ums Leben gekommen ist, ist ein besonderer, weil es sich vermutlich nicht um einen "normalen Abschied" gehandelt hat.

Somit halte ich es durchaus für möglich, dass sich der Geist gerade an der Stelle zeigen wird  - vielleicht um schlimme neue Unfälle zu verhindern. Kommt halt drauf an, was passiert ist.

Es soll z.B. mal nach einem Flugzeugabsturz dazu gekommen sein, dass der zu Tode gekommene Kapitän sich als Geist  auf Flügen als Helfer in den Flugzeugen befunden hat. und zwar in denen in dem im Flugzeug  vom Absturzflieger geborgene wieder verbaute Ersatzteile befunden haben.

Da gibt es sogar einen Film drüber ......

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Kommentar von reinermich
18.09.2016, 12:06

Interessant, kannst du den Geist beschreiben :-/

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In der neurolinguistischen Programmierung spricht man hierbei von Ankern. Man verbindet mit etwas (Geruch, Laut oder eben auch einem Ort) eine Erinnerung und damit verbunden ein bestimmtes Gefühl, auf dass sich der Körper immer wieder einstellt.

Daher macht auch der Friedhof Sinn. Es ist ein Ort, der einen das eigene Mindset genau auf das Andenken an eine Person richtet.

Menschen, die (z.B. aufgrund von Unwissenheit) nichts mit dem Ort verbinden, werden ihn auch ganz normal wahrnehmen.

Menschen, die dort einen Anker haben, werden ihn immer als einen besonderen, magischen Ort ansehen.

Jeder Mensch hat ein paar solche Orte in seinem Leben. Diese können aber genauso mit schönen Erinnerungen beladen sein als mit schlechten.

Das sind keine esoterischen Glaubensansätze sondern einfach ganz normale unterbewusste Wahrnehmungsprozesse aus dem Kleinhirn. Deswegen will ich das Wort "Mystik" hier auch wirklich nicht in den Mund nehmen.

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Ja, versteh ich nicht! Nie im Leben wär ich auf die Idee gekommen für meinen Papa ein Kreuz neben der Straße aufzustellen. Er hat ein Grab auf unserem Friedhof. Mit Bild, Text, Blumen... was halt so üblich ist hierzulande.

An der Straßenstelle, wo er den Unfall hatte, konnte ich jahrelang nur mit Bauchweh vorbeifahren. Dort soll ich eine Gedenkstätte einrichten???

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Ich finde, jeder Ort, der an einen oder den Tod erinnert, ist ein mystischer Ort. Der Tod ist doch das Thema der Mystik schlechthin.

Für mich sind diese Straßen-Gedenkkreuze ein Ort zum Innehalten - wie zum Beispiel auch die "Stolpersteine" vor manchen Häusern. Und ich bleibe an solchen Orten manchmal einen Moment stehen und gedenke der Verstorbenen, auch wenn ich sie nicht kannte.

Selbst kenne ich niemanden, dessen mit so einer Straßen-Gedenkstätte gedacht wird - aber natürlich kenne ich eine Reihe von Leuten, die im Straßenverkehr ums Leben gekommen sind, und so liegt mir das Thema natürlich nahe.

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Manche sagen sich die Seele ist dann dort. Das gibt Ihnen ein Gefühl der Nähe von dieser Person. Gibt bestimmt noch mehr Gründe aber die weis ich net.

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Unfallorte die uns anzeigen , das dort jemand ums Leben gekommen ist, sollen uns mahnen und  sind eine Gedenk-stätte, die Aufmerksamkeit und Bewusstmachung erzeugen soll...

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