Leben wir wirklich in einer Demokratie?

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Das Ergebnis basiert auf 44 Abstimmungen

Ja, auf jeden fall! 43%
Eher nicht! 29%
Gar nicht! 25%
Interessiert mich nicht! 2%

48 Antworten

Gar nicht!

Unsere Demokratie ist eine augenwischende Scheindemokratie, und es war nie geplant, daß die Bevölkerung wirklichen Einfluß hat.
(was aufgrund der Geschichte z.T. auch verständlich und nachvollziehbar ist).

Es gibt viele Mechanismen, die verhindern, daß "das Volk" Entscheidungen fällen kann.

1) Medien & Information sind Vorraussetzung, richtig zu wählen

- Es wird nicht explizit gelogen, aber nicht alles gezeigt, unwichtiges aufgebauscht, wichtiges nebenbei erzählt.
Nur ein Beispiel: Wieviel lesen wir über das Privatleben unwichtiger Promis, und wieviel über das, was TTIP für die Demokratie bedeutet?

- Es wird explizit gelogen. Da werden unliebsame Personen zu Bestien stilisiert und Stimmung gemacht. Erinnert jemand die Stories von getöteten Babies im Irak, die Stimmung machten, daß in den Krieg zu ziehen ist? Erinnert jemand, daß man den Russen mal versprochen hat, die NATO nicht gen Osten auszudehnen? Erinnert jemand, das Gaddafi eigentlich ein guter war, man ihm Lockerbee nie nachweisen konnte, er sogar Bildung und krankenversorgung vorbildlich für Afrika organisierte? Erinner jemand, daß Jelzin alles in den Westen verscherbeln wollte, und Putin das verhindern wollte?
Putin wird gerade zum Buhmann gemacht.
Dabei sind wir es im Schlepptau der USA. Und zwar seit Jahren.

- Die wenigen Hintergrundstories kommen nach Mitternacht, wenn überhaupt. Zur Hauptzeit kommen Laberveranstaltungen von Illner, Will und Maischberger, mit den immer gleichen ausgesuchten Politikern, die sich da nett präsentieren dürfen.

2) Parteien und Wahlrecht

- nur über Landeslisten kommen Leute rein. Dazu müssen sie aber erst mal in der Partei ihre Loyalität und Unterwürfigkeit beweisen. Sonst gibt es das nächste mal keinen Listenplatz mehr. Sind die dann frei, ihre Meinung zu sagen? Vertreten die dann Bürger oder ihre Partei?

- viele Abstimmungen in BT/LT sind nicht geheim. Abtrünnige Parteimitglieder müssen sich outen, und kriegen dann keinen Listenplatz mehr (bzw. sie tun es erst gar nicht).

- Parteilinie. Innerhalb der Parteien gibt es Auschussmitglieder. Die anderen (Hinterbänkler) haben keine Hintergrundinfo, müssen aber auf Parteilinie richtig mit abstimmen. Es kommt höchst selten vor, daß offen dagegen gestimmt wird.

- nicht mal die Parlamentarier kriegen die Information (TTIP, NSA-Affäre, Bankenrettung, EURO-Wertvefall usw.). Müssen aber vorgelegte Beschlüsse abnicken.

- Die Regierung setzt sich über/bricht das Grundrecht, und keiner scheint sich zu kümmern (Beispiel: D darf militärisch lediglich verteidigen (GG) - was haben wir also in Afghanistan/Irak zu suchen?)
Das ist auch der Grund, warum das K-Wort tabu ist, und man von "Verteidigung der Freiheit" spricht. Das ist Newspeak.

3) Bürgerbeteiligung

- man muss nur mal in die Schweiz schauen. Da gibt es eine weit bessere Demokratie. Da muss die Regierung umsetzen, was Bürder entschieden haben. Das wird hier dann sogar (Medien) schlecht gemacht, wenn die Bürger mal tatsächlich sagen, was sie wollen (z.B. Einwanderung). Und dann als rechts diffamiert. Aber was denn nun - nur demokratisch Entscheiden lassen wenn sicher ist, daß meine Meinung rauskommt?

- warum gibt es das hier nicht?

- warum werden wir bei wichtigen Entscheidungen (die wirklich langfristige Auswirkungen haben) nicht mal gefragt? (Bürgerentscheid zu EU / EURO / TTIP / EU-Erweiterung / NATO-Erweiterung / Stationierung von Raketen im Osten / Entsendung von Militär / Entsendung von Waffen / Exportverbot für Waffen / Krieg / Sanierung der Banken/ usw.)
Nicht einmal wurden wir gefragt.

Es gibt noch zig weitere Punkte, aber jetzt muss ich was essen...

Übrigens: warum wir es dennoch aushalten, und es dennich besser ist als woanders?
Weil es uns materiell gut geht, und man seine Meinungsfreiheit (noch) hat. Auch wenn man sozial und beruflich isoliert wird, wenn man unangenehme Meinungen äussert (um dem "dann geh doch woanders hin"-Argument zu begegnen). Und ja, ich kannte die DDR gut. Aber die Schweiz wäre eine Alternative.

Ist übrigens bezeichnend, daß >50% denken, wie leben in einer schlechten, oder keinen Demokratie.
Das sollten die Politiker mal lesen...

noch ein Nachtrag:
es gibt nicht nur die zwei Formen "Demokratie" und "Diktatur", und letzteres ist auch nicht das Gegenteil von Demokratie.
Die Sache ist mehrdimensional, und außerdem funktionieren einige Kontrollmechanismen und die Gewaltenteilung hier (noch) halbwegs, keinesfalls aber perfekt.

Es gibt noch jede Menge andere Möglichkeiten.

Was wir bis vor Kurzem hatten war eine Parteiendiktatur,
und was wir aktuell haben ist eine "Muttokratie" oder "Mamakratie".
:-D

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Danke, für deine ausführliche Antwort! =)

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Nur kurz, auch ich muss jetzt was essen. Du hast recht. Leider!

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Eher nicht!

Zu meinem Vorwurf, dass es in Deutschland viele Wahlfälschungen gibt, hat mich ein User um Links gebeten. Das will ich hiermit tun, ohne Anspruch auf Vollständigekeit der im Internet auffindbaren Berichte zu erheben. Es sollte wohl auch für jeden selbstverständlich sein, dass die meisten Wahlfälschungen nicht so plump ablaufen, dass sie aufgedeckt werden, nicht jede aufgedeckte Wahlfälschung es zu einem Bericht im Internet bringt und nicht jeder Bericht noch nach Jahren auffindbar ist.

"Wahlfälschung Rostock" wird zensiert

https://de.wikipedia.org/wiki/Wahlfälschungsskandal_von_Dachau

>Der Wahlfälschungsskandal von Dachau im Jahre 2002 ist der größte bekannt gewordene Fall an Wahlfälschung in der Bundesrepublik Deutschland. Bei den Kommunal- und Oberbürgermeisterwahlen wurden Stimmzettel in großer Anzahl zugunsten einiger Kandidaten der CSU manipuliert.

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/wahlfaelschung-staatsanwalt-ermittelt-gegen-stimmen-haendler-a-214038.html

>Frankfurt/Main - Wer Stimmen nicht klammheimlich unter Chiffre-Anzeigen oder in Chat-Foren, sondern gleich im Paket einkaufen will, kommt zu Cashvote.com.

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/wahlskandal-in-bayern-abstimmung-in-geiselhoering-ungueltig-a-992484.html

>Im niederbayerischen Geiselhöring hat die CSU die Kommunalwahl gewonnen. Dann fiel auf: Etliche Stimmzettel wurden mit derselben Handschrift ausgefüllt. Eine christsoziale Großbäuerin steht unter Fälschungsverdacht.

http://www.rheinpfalz.de/nachrichten/titelseite/artikel/staatsanwalt-ermittelt-wahlfaelschung/

>Dem CDU-Kandidaten wurden 110 Stimmen seines Konkurrenten zugerechnet.

http://www.theintelligence.de/index.php/politik/14128-wahlfaelschung-in-deutschland-es-gibt-sie.html

>Ein junger Mann aus Detmold wollte sein Wahllokal etwas genauer unter die Lupe nehmen und ging – ausgerüstet mit einem aus dem Internet geladenen Formular – in den Ortsteil Privitsheide. Dort trug er die Auszählungsergebnisse ein. Und kam zu einem interessanten Schluss.
In Detmold bekam nach den Aufzeichnungen des junge Mannes die SPD mit 241 Stimmen insgesamt 149 Stimmen mehr als ihr zugestanden hätte.

https://de.wikipedia.org/wiki/Bürgerschaftswahl_in_Bremen_2007

>Die Wählervereinigung Bürger in Wut kam in Bremerhaven zunächst auf 4,998 Prozent der Stimmen. … Die Wahlwiederholung wurde für den 6. Juli 2008 angesetzt,[13] die BIW erreichten in dem betroffenen Stimmbezirk 27,6 % der abgegebenen gültigen Stimmen, kamen nun im gesamten Wahlbereich Bremerhaven auf 5,29 % und zogen in die Bürgerschaft ein.[14]

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/bremen-ergebnis-der-buergerschaftswahlen-muss-korrigiert-werden-a-1069034.html

>Das Ergebnis der Bremer Bürgerschaftswahl muss rund sieben Monate nach der Stimmabgabe geändert werden. Das Wahlprüfungsgericht hat am Montag einem Einspruch der Alternative für Deutschland (AfD)stattgegeben - und der Partei einen zusätzlichen Sitz in der Bürgerschaft zugesprochen.

http://www.welt.de/politik/deutschland/article150236737/Schueler-zaehlten-falsch-nun-ein-Sitz-mehr-fuer-die-AfD.html

>Das Verwaltungsgericht Bremen stellt massive Manipulationen der Landtagswahl vom 10. Mai durch ehrenamtliche Helfer fest. Die AfD erhält jetzt einen Sitz mehr. Die SPD verliert einen.

http://rupp.de/briefwahl_einspruch/briefwahl_wahlbetrug.html

Hinweis von mir: eine Sammlung

https://de-de.facebook.com/Anonymous.Kollektiv/posts/755698237809972:0

>Studie beweist: Wahlfälschung in Deutschland keine Ausnahme, sondern die Regel!

http://www.sueddeutsche.de/wissen/wahlfaelschung-wie-man-signale-des-betrugs-erkennt-1.1479069

Hinweis von mir: Der Autor der Studie hat sein Verfahren auch auf deutsche Wahlen angewandt, aber er wollte sein Ergebnis bzgl. Deutschland nicht veröffentlichen

Danke für Deine Ausführliche Antwort!! :)

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Gar nicht!

Eine Diktatur kommt immer schleichend.Nicht sofort sind die Rechte sichtbar eingeschränkt.Es ist subtiler.Eine Kanzlerin die mit subjektiven Dingen in aller Welt Politik macht,das geltende Recht,von Finanzlage,über Sicherheit,Zuständigkeiten und parlamentarischer Diskussion und Beschlüssen,entweder gar nicht oder im Nachhinein ignoriert bzw,nachholt ist eine Diktatorin.Wer das nicht wahrhaben will,leugnet oder Erklärungsmuster sucht,verschließt die Augen und trägt zur Installation der Diktatur bei.LG

Gar nicht!

Sieh dir z.B. mal an, was in Deutschland an Rechtsbeugung los ist. Da bekommt in systemrelevanten Verfahren in der Regel der Richter vor dem Prozess mitgeteilt (vom Präsidenten oder seinem Vize), wie das Verfahren ausgehen soll. Und wenn danach Rechtsbeugung erwiesen ist, so darf man das Gericht noch nicht einmal verklagen, sondern muss den Einzelrichter bzw. Senat verklagen, der das Urteil ausgesprochen hat. Und wo muss man den Richter verklagen? An demselben Gericht das ihm zuvor die Anordnung zur Rechtsbeugung erteilt hat. Da ein und dasselbe Gericht das die Rechtsbeugung begangen hat, darüber entscheidet ob es Rechtsbeugung begangen hat, sind in der BRD noch nicht einmal die primitivsten Grundsätze der Gewaltenteilung gegeben. 

Und dann natürlich immer wieder die Wahlfälschungen. Hier geht es zu wie in einer Bananenrepublik. Nur ein Beispiel von vielen

http://www.welt.de/politik/deutschland/article150236737/Schueler-zaehlten-falsch-nun-ein-Sitz-mehr-fuer-die-AfD.html

Und die Pressezensur wird auch immer schlimmer. Wer anderer Meinung ist möge mir bitte einmal ein regierungskritisches Massenmedium nennen, egal ob Fernsehsender, Radiosender, Zeitschrift ...

Und dann natürlich die Vernichtung der im Grundgesetz garantierten Rechte auf das Postgeheimnis und Fernmeldegeheimnis. Seit die Regierung bei mir rumschnüffelt, ist mein Rechner echt langsam geworden.

https://de.wikipedia.org/wiki/Fernmeldegeheimnis

O.k. ist besser als von Islamisten ermordet zu werden, aber ich bin kein Islamist und stehe bei niemandem in Verdacht einer zu sein - also was soll diese Überwachung?! Ach so, ich habe mal geschrieben wie lächerlich der Vergewaltigungsvorwurf gegen Julian Assange ist, ja dann natürlich ...

Aber zugegeben, in der Türkei oder in Saudi-Arabien hätte ich mich nicht getraut das so zu schreiben.

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@ThorbenHailer

ja, daß es anderswo saumässig ist, bedeutet doch nicht, daß es hier nicht dennoch noch ein bisschen besser geht. Man muss sich ja nicht mit den Schmuddelkindern in Sachen Demokratie vergleichen, wenn man noch ein bisschen an sich arbeiten sollte...

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@sarahj

ja, daß es anderswo saumässig ist, bedeutet doch nicht, daß es hier nicht dennoch noch ein bisschen besser geht.

hatte er auch nicht bestritten.

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@sarahj

Ich habe den Eindruck dass einige nur ihren Kommentar hinterlassen, um so vom Wesentlichen abzulenken. 

Rechtsbeugung, keine Gewaltenteilung, Wahlfälschungen, keine regierungskritischen Medien, Missachtung der grundgesetzlich garantierten Rechte auf Brief- , Post- und Fernmeldegeheimnis, das waren meine Vorwürfe.

Was mir auch immer wieder sauer aufstößt, dass ist die Behandlung grober Fahrlässigkeit, wenn sich Behördenmitarbeiter strafbar gemacht haben. Das wird in Deutschland IMMER durch die Staatsanwaltschaft vertuscht. Z.B. das Unglück auf der Loveparade in Duisburg. Da wurde VORHER von der Gewerkschaft der Polizei gewarnt dahin zu fahren. Weil die Fachleute der Polizei gesagt hatten, dass das so nicht machbar sei, wurden sie von den Behörden vor der Veranstaltung gegen private "Fachleute" ausgetauscht - die Polizei schlicht entlassen!!! Verurteilt worden ist dafür KEINER!!!

Oder z.B. die große Brandkatastrophe am Düsseldorfer Flughafen. Auch da ist NIE einer für verurteilt worden. 

Das andere Extrem für solche Schlampereien ist China. Dort steht auf grober Fahrlässigkeit mit mehreren Todesopfern die Todesstrafe. Das finde ich auch nicht gut, aber ALLES vertuschen und abwiegeln, wie es in Deutschland gemacht wird, ist fast genauso schlimm.

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@FreundGottes

Menschen sind wie Menschen und versuchen hier und da etwas zu vertuschen, egal ob sie in einer Demokratie leben oder nicht. Jedoch ist es ein Zeichen unserer Demokratie, dasz früher oder später Vertuschungsversuche ans Licht kommen, damit Du Dich über diese auslassen kannst. Würdest Du tatsächlich in einer Diktatur leben, es würde kein Vertuschungsversuch ans Licht kommen, über den Du Dich auslassen könntest. 

Es ist vielmehr ein Beleg unsererDemokratie, dasz man Kenntnis von versuchten Vertuschungen erlangt. In Nord-Korea würdest Du als Aufdecker, eher in der Abdeckerei landen. 

Grusz Abahatchi

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@Abahatchi

Menschen sind wie Menschen und versuchen hier und da etwas zu vertuschen,

Täter und Verantwortliche versuchen das oft, aber die Justiz ergreift nur in seltenen Ausnahmefällen für die Täter Partei. Deutschland ist so ein seltener Ausnahmefall, in der Volksrepublik China, den USA, Nord- oder Südkorea würden die  Täter von der Justiz verfolgt.

In Nord-Korea würdest Du als Aufdecker, eher in der Abdeckerei landen.

Wenn du meinst, dass wir uns die als Vorbild nehmen sollen, dann wandere doch dorthin aus. Dann hättest du nicht mehr so viel Last mit den ganzen Truthern.

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Ja, auf jeden fall!

Solange regelmäßig Wahlen stattfinden und die Legislative (also Bundestag, Landtag, Kommunale Parlamente) entsprechend den Mehrheitsverhältnissen zusammen gesetzt werden, und auch feststeht, daß nach einer bestimmten Zeit Neuwahlen stattfinden, bei denen auch wieder grundsätzlich alle Parteien antreten können, ist es ganz klar eine Demokratie. Es ist leider so, daß die Mehrheit der Abgeordneten reicht, um die Gesetzgebung zu tätigen, auch wenn sie mal entgegen der Meinung der Bevölkerung steht. Und auf Bundesebene gibt es auch keine Möglichkeit, durch ein Volksbegehren einen Volksentscheid zu erzwingen, der dann bindet wäre. Bei manchen Sachen würde ich mir das wünschen, da man nur so Sachen wie TTIP verhindern kann. An anderer Stelle bin ich aber auch froh, daß es nicht so ist, weil ich oft den Eindruck habe, daß sich die Bevölkerung nicht ausreichend mit einem Thema befaßt und dann nicht wirklich fundierte Mehrheiten zustande kommen, die Chaos anrichten.

Es ist auch nicht möglich, wegen jeder Kleinigkeit eine Volksabstimmung durchzuführen. Deshalb ist es gut, daß man Vertreter hat, die das für einen übernehmen. Und mit den Wahlen kann man beeinflussen, welche Vertreter das sind. Da sollte man den wählen, der am ehesten die Interessen von einem Vertritt (oder den man als geringstes Übel ansieht). Und wenn ich sehe, wie gering die Wahlbeteiligung häufig ist, habe ich auch das Gefühl, daß die Masse der Bevölkerung gar nciht so sehr an einer demokratischen Staatsform interessiert ist.

"Es ist auch nicht möglich, wegen jeder Kleinigkeit eine Volksabstimmung durchzuführen"
In der Schweiz scheint es doch gut zu funktionieren. Oder können die Deutschen Bürokratie plötzlich nicht mehr ?!
Es erfordert aber Information. Wie kann ich mich zu TTIP äußern, wenn noch nicht mal die Parlamentarier die Verträge zu lesen kriegen. Das ist doch ein Skandal - zynisch offen gezeigte Antidemokratie nach dem Motto: schaut her, wir können Verträge abschliessen, und ihr könnt nichts dagegen tun. Wir können euer Land verkaufen und ihr seit die Dummen.

"Und wenn ich sehe, wie gering die Wahlbeteiligung [..] gar nciht so sehr an einer demokratischen Staatsform interessiert ist"
Könnte es auch Resignation sein? Ich glaube nicht, daß die Menschen Politikverdrossen sind - das Wort Politikerverdrossen hört man in den Medien selten, das würde es aber vielleicht besser treffen.

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@sarahj
In der Schweiz scheint es doch gut zu funktionieren.

Im Kanton Aargau ist per Volksabstimmung 2014 Hochdeutsch aus den Kindergärten verbannt worden, es darf aussschließlich Mundart gesprochen werden. An den Schulen im Kanton ist Hochdeutsch Pflicht. Clever, was?

Die Schweizer haben sich auch 2001 gegen einen EU-Beitritt entschieden. Was bedeutet das für ein Land das von der EU umgeben ist? Um nicht isoliert zu sein, macht die Schweiz alles mit, was in der EU beschlossen wird ohne an der Gesetzgebung beteiligt zu sein. Clever, was?

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Ja, auf jeden fall!

Sag mal Menschen die echte Repressionen und diktatorische Methoden erlebt haben, dass Du Deutschland für undemokratisch hältst... unser System hat sicher viele Schwächen aber zu sagen es sei nicht grundsätzlich demokratisch ist echt Blödsinn!

Eher nicht!

Die Juristen in der Regierung drehen die Gesetze so, dass die Abgeordneten im Parlament davon nichts verstehen und sie deshalb alle durchwinken.

So kam es, dass die Cumex-Banking- oder auch Dividendenstripping-Geschäfte genannt, die Reichen immer reicher machten auf Kosten der normalen Steuerbürger. Ein Milliardengeschäft für Maschmeier und Co. seit 2002 unter den Finanzministern Eichel und Steinbrück, jetzt Schäuble, die alle  untätig zusahen.

Ja, auf jeden fall!

Also jeder der sich hier beschwert hat, war wohl noch nicht in den Teilen der Welt, die wirklich keine Demokratie haben. Nur weil euer Bild von Demokratie im Idealfall nicht auf Deutschland zutreffend ist, ist es anmaßend zu behaupten, wir hätten keine. Genau so wie zu sagen, Scientology ist eine Religion. Das sind beides gleich dämliche Aussagen.

Eher nicht!

die unzähligen Rechtsbrüche dieser Regierung (unkontrollierte Masseneinwanderung, forcierte Islamisierung, TTIP Geheimverhandlungen, Bargeld-Abschaffungspläne usw) - zB Gutachten de Fabio und Klagen von Prof.Schachtschneider - ohne parlamentarische Gegenwehr deuten darauf hin, dass die Analysen von

Roth, Jürgen "Der stille Putsch. Wie eine geheime Elite aus Wirtschaft und Politik sich Europa und unser Land unter den Nagel reissen" Heyne TB 2013

längst keine Verschwörungstheorie mehr, sondern längst knallharte Verschwörungspraxis enthüllen.

Eher nicht!

Kommt darauf an, wie man Demokratie interpretiert. In meinen Augen ist das hier eher eine Scheindemokratie, in der die Bürger an der Nase herumgeführt werden. Die Wahlen sind doch nur eine Farce.

Ich bin gerade dabei, ein Buch zum Thema fertig zu schreiben, was die Ursachen dafür sind - mit Vorschlägen, wie das anders laufen könnte...


Eher nicht!

Bürger haben wenig bis nichts zu sagen. Wir haben weder eine Herrschaft durch das Volk noch für das Volk. Die Bundesrepublik wird von etwa 2% aller Mitglieder der Parteien regiert, die vor allem die Wirtschaft bedient und natürlich sich selbst. 

Falls Dir Deutschland nicht demokratisch genug erscheint, dann suche Mitstreiter, die es auch so sehen, gründet die Partei 100%Demokratie, verkündet Eure Ideen und stellt Euch zur Wahl. 

Falls Euch dann keiner wählen will, ist dies nicht einer mangelnden Demokratie in der BRD geschuldet, sondern eben weil wir Demokratie haben und Euch nicht jeder wählen will oder musz.

Grusz Abahatchi

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Sie würden nicht zulassen dass so eine Partei gewinnt.

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@GuidoFawk

Sie würden nicht zulassen dass so eine Partei gewinnt.

Ich denke, Du verwechselst hier gerade etwas. In der Frage oben geht es um Deutschland und nicht um Russland, wo potentielle Wahlgegner des Herrn Putin mit Klagen überschüttet werden und sich in den Medien nicht präsentieren dürfen. 

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Eher nicht!

Nicht ganz wir wählen die Leute von denen wir denken dass sie die richtigen Entscheidungen treffen aber sie entscheiden dann aber oft über den Köpfen der Bürger. TTIP ist ein gutes Beispiel dass die Leute die wir wählen über uns entscheiden
LG

Thx, könntes du noch abstimmen? Habe erst 2...

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wir wählen die Leute von denen wir denken dass sie die richtigen Entscheidungen treffen aber sie entscheiden dann aber oft über den Köpfen der Bürger.

Also, schliesze von Dir bitte nicht auf mich! Ich wählte logischer Weise erst nach dem 3. Reich immer jene, die auch meine Interessen vertraten. Vermutlich waren und sind es nicht Deine Interessen aber meine. 

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Ja, auf jeden fall!

Da wirst du hier nicht wirklich representative und belastbare Ergebnisse erhalten, vor allem bei nur eine Fragestellung und solch einer Bewertungsskala... 

Selbstverständlich leben wir in einer Demokratie. Wir können wählen, uns selbst aufstellen lassen, man hat die Möglichkeit zu Petitionen und Bürgerentscheiden, man kann die Wissenschaft einsetzen und die Medien dürfen über alles berichten... Die, die sich hier in Deutschland beschweren, die sind fernab aller Realität und haben keinen blassen Schimmer, wie es in anderen Ländern zu sich geht, geschweige denn, wie Demokratie überhaupt definiert ist bzw. funktioniert!

Die Medien dürfen nicht über alles berichten . Zb wie böse Amerika ist.

5
@GuidoFawk

@ GuidoFawk, mir ist nicht klar, in wie weit Du mit der Bedienung eines Fernsehgerätes vertraut bist, jedoch kann man für gewöhnlich nicht nur ein Programm sehen, sondern man kann, soweit es nicht Geräte von vor 1940 sind, durchaus auch umschalten. 

Das mit dem Umschalten war schon an Fernsehgeräten möglich, die noch wie Tische, kleine Beinchen hatten und eine eher Rund Bildröhre und 2 Minuten nach dem Anschalten brauchten ehe die Röhren warm waren und man etwas sehen konnte. 

Nun, GuidoFawk, wenn man das mit dem Umschalten herausbekommen hat, dann wirst auch Du überrascht sein, wie viele Medien alleine im Fernsehen über die "böse" USA berichten. Amerika selbst kann nicht böse sein, denn es ist ein Kontinent. 

Wer allerdings auch lesen kann, hat noch mehr Vorteile, denn es gibt etwas, das nennt sich Zeitung. Auch in Zeitungen, die politisch kein Blatt vor den Mund nehmen, kannst Du sehr viel Kritik an der Politik der USA zu Kenntnis nehmen. 

Natürlich vorausgesetzt, man weis wie man am Fernseher umschaltet oder was eine Zeitung ist. 

Grusz Abahatchi

6

Ich würde so was wie "teils-teils" antworten.

Das System, das wir zurzeit in Deutschland haben, ist definitiv deutlich demokratischer als alles, was es davor gab (von irgendwelchen schwer rekonstruierbaren Stammesgesellschaften vielleicht mal abgesehen).

Aber von einer wirklichen Volksherrschaft sind wir immer noch sehr weit entfernt.

Eher nicht!

Wer legt überhaupt fest, wer eine Demokratie hat und wer nicht? Nach welchem Maßstab wird dafür geschaut, was demokratisch ist? Wenn ich es festlegen würde, dann hätte niemand auf dieser Welt eine Demokratie.

In Deutschland herrscht auch bei manchen Sachen eine Diktatur, wird aber trotzdem als Demokratisch angesehen.

Meine Worte. Es gibt keine Demokratie. Das ist Augenwischerei. Nicht mal in der Schweiz. Dort dürfen die Bürger zwar etwas mehr mitbestimmen wie in der restlichen Welt, aber auch dies ist Augenwischerei light. In einer Demokratie wie das Wort schon sagt muss  jedes Gesetz, jede Entscheidung durch den Bürger bestätigt werden.

3
Eher nicht!

Wir haben das Recht den Bundestag zu Wählen, aber die Hohen Sachen die uns alle Betreffen z.B. der Kanzler oder Euro-Rettungspaketet da haben wir nichts mit zu reden...

Das ist ja wie bei den Schweizern! Die müssen alles, was in der EU beschlossen wird, mitmachen, obwohl sie nichts mitbestimmen können.

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Ja, auf jeden fall!

Ja, Deutschland ist eine repräsentative Demokratie. Das bedeutet, dass Sachentscheidungen nicht unmittelbar durch das Volk selbst, sondern durch Abgeordnete getroffen werden, die zuvor gewählt wurden. Die repräsentative Demokratie gibt es übrigens in allen europäischen Staaten - einschließlich der Schweiz.

Die Schweiz hat Volksentscheide bei wichtigen Fragen auf Bundesebene.Das kann sich unserer Staat nicht erlauben denn das " Volk ist nicht reif genug für Entscheidungen auf Bundesebene ".....Klar dann hätten wir sicher den Teuro nicht und in die Flüchtlingskriese .

2
Gar nicht!

„Wenn Wahlen was ändern würden, wären sie
verboten.“

Emma Goldman

Also, bisher hat jede Wahl zu mindest für mich genau das geändert was ich haben wollte. 

Trotzdem sind Wahlen nach wie vor erlaubt. 

5

Emma hatte recht !

5

Die Wahlen haben gar nichts geändert und das ist es was du willst.

5
Ja, auf jeden fall!

Hallo! Ja - auch wenn nicht alles Stimmt.

Ich wünsche Dir alles Gute.

Ja, auf jeden fall!

Erst wer die Weimarer Republik erlebte und danach das 3. Reich, der ist sich durchaus im Klaren, dasz wir eine der besten Demokratien überhaupt haben. Wem dieses Land nicht demokratisch genug ist, kann sich ja mit seinen Ideen zu Wahl stellen. Dann wird das Volk entscheiden, ob sie diese Ideen wählt oder nicht. 

Jeder der hier seine Meinung sagt, jeder Nazi, der auf Demonstrationen marschiert, jeder der bei Pegida sein Transparent hoch hält, jeder der auf der Jacke einen Aufnäher "Kernkraft nein danke" trägt, kann dies nur, weil wir eine Demokratie sind, denn dies bedeutet DEMO. Viele verwechseln Demokratie mit perfekter Gerechtigkeit. Wer nicht weis, was Demokratie bedeutet, der sollte sich einmal fragen, warum jung unbekannte Bands ein DEMO an Plattenfirmen schicken. 

Wer die BRD nicht als Demokratie versteht, der hat 0 Ahnung was DEMO und somit Demokratie bedeutet. 

Grusz Abahatchi

Na schön, dann frage ich dich, was dir deine Demokratie bringt, wenn es den Bundestag n Sch*** interessiert, wir dürfen unsere Meinung sagen, und jetzt? Ändern tut es auch nichts! Trotzdem Danke für deine ausführliche Meinungsäußerung! 

5
@SuliDa

Na schön, dann frage ich dich, was dir deine Demokratie bringt, wenn es den Bundestag n Sch*** interessiert,

Demokratie bedeutet ja nicht, dasz man nur Menschen wählen darf, die gerade schon regieren. Demokratie bedeutet auch, dasz Du die Leute im Bundestag, die Deiner Meinung nach die Demokratie nicht interessiert, einfach nicht wählst. Wenn Du aber auch sonst keinen wählen möchtest, Du darfst Dich natürlich auch zu Wahl stellen. Mache doch einfach ein Programm, was Du alles besser machen würdest, wenn Du im Bundestag wärest. 

Mal schauen, ob auch der Rest der Wähler Dich so toll findet. 

Meckern über andere kann jeder, aber etwas selbst in die Hand nehmen, da hört dann die Eigeninitiative.

2
@Abahatchi

das ist ein stinkender Hering, und Du weisst das. Von jedem zu verlangen, er solle doch selbst in die Politik gehen ist ein ziemlich frecher Winkelzug. Schließlich müssen wir in erster Linie mal unserer Familien ernähren, und verlangen lediglich, daß wir über Dinge die de-Fakto unsere Grundordnung aushebeln wenigstens in einer Volksabstimmung gefragt werden. Wenn durch TTIP das Parlament und damit das Volk seine Rechte an US-amerikanischer Konzerne und Schiedsgerichte abgibt möchte ich dazu gefragt werden (wobei sie es streng genommen nicht mal machen dürften). Wenn die EU erweitert wird, will dazu gefragt werden. Wenn die EU-Regeln ständig gebrochen werden, und Milliarden in Bankenrettung gepumpt wird (was sie laut Gesetz nicht hätten machen dürfen) will ich gefragt werden. Wenn die EZB Geld druckt, und damit unsere Ersparnisse ständig an Wert verlieren, will ich gefragt werden.
Wir werden zu nichts gefragt. Darum geht es.
(Mal abgesehen, daß es das - bewusst so installierte - Wahlrecht nicht leicht macht, einen Abgeordneten reinzubringen, dem man Vertrauen kann...)

5
@sarahj

Von jedem zu verlangen, er solle doch selbst in die Politik gehen ist ein ziemlich frecher Winkelzug.

An welcher Stelle in meinem Kommentar hatte ich es von "jedem verlangt"?

Wenn durch TTIP das Parlament und damit das Volk seine Rechte an US-amerikanischer Konzerne und Schiedsgerichte abgibt möchte ich dazu gefragt werden (wobei sie es streng genommen nicht mal machen dürften).

Nun, dies mag ja richtig sein, doch hatte ich an irgend einer Stelle bestritten, dasz dem nicht so sein sollte? Auch in einer Demokratie und darauf wollte ich hinaus, gibt es Menschen die gegen Recht verstoszen und wenn dies der Fall sein sollte, dann ist es ja gerade der Vorteil eines Rechtsstaates, dasz man dann den Rechtsweg gehen kann. Nur weil Steuerhinterziehung in Deutschland verboten ist, bedeutet dies ja nicht automatisch, dasz es keine Steuerhinterziehung gibt. 

Sollte in einer Demokratie, ein Parlament, ein Minister, eine Regierung gegen etwas verstoszen, dann kann man Rechtsmittel einlegen, so man es auch machen kann, wenn jemand einen beklaut.

Wenn die EU-Regeln ständig gebrochen werden, und Milliarden in Bankenrettung gepumpt wird (was sie laut Gesetz nicht hätten machen dürfen) will ich gefragt werden.

Wenn Du meinst, oder Deine Gleichgesinnten, hier geschehe Unrecht, dann gehe bitte den Rechtsweg. Bist Du schon den Rechtsweg gegangen? Kannst Du mal die Klageschrift hier verlinken?

Es ist eben auch Teil der Demokratie, dasz sie nicht nur Demokratie ist, wenn alles nur nach Deiner Nase läuft. Das wäre ja ein völlig falsches Demokratieverständnis. Auch ich habe manchmal mit der Mehrheitsentscheidung anderer zu leben, auch wenn ich persönlich anderer Meinung bin. 

Ich will damit nicht sagen, dasz man Deutschland nicht noch Bürgernaher demokratisch machen kann. Das mag durchaus sein, nur Deutschland nicht als Demokratie zu bezeichnen, der hat noch nie in einer Diktatur gelebt.

Wir werden zu nichts gefragt.

eigentlich schon, denn jede Partei hat ein Parteiprogramm und politische Ansichten. Wenn ich mich mal mit jemanden Unterhalte, warum er welche Partei wählt oder nicht wählt oder bei Kommunalwahlen die oder den, dann haben sie oft keine Kenntnis, was sie tatsächlich für Ziele verfolgen. Kommunale Politiker, stellen sich vor Wahlen den Bürgern zur Rede. Jeder kann kommen und Fragen, wie er was ändern will. Was meinst Du, wie viele Kommen und wissen wollen, wie dieser kommunale Politiker wirklich tickt. Auch die Stände auf in den Fuszgängerzonen sind eher leer. Kaum einer will sich mit dem Politiker unterhalten. 

Zur Wahl wählen sie dann aber einen dieser Politiker und regen sich danach auf, dasz sie ja machen was sie wollen. 

Nein, eben nicht, Ihr wählt diese Leute ohne zu wissen was sie wie machen wollen. 

4

Demonstration (von lat.: demonstrare, zeigen, hinweisen, nachweisen, Kurzform: Demo)

Demokratie (nach altgriechisch δημοκρατία, Herrschaft des Staatsvolks, Kompositum aus δῆμος, dēmos, Staatsvolk und -kratie, κρατία, kratíaHerrschaft)

Ist zwar toll, dass du bemerkt hast, dass beide Begriffe die Buchstaben "DEMO" enthalten - das ist aber auch die einzige Gemeinsamkeit!

3
@DODOsBACK

schön, und Du könntet nun noch weiter den Ursprung der Wörter aus dem griechischen und dem lateinischen nachgehen. Wenn Dir jemand zeigt, wo es lang geht, dann zeigt er Dir es auch, selbst als Diktator. 

Mir ist auch bekannt, dasz Griechen gerne behauten, sie hätten dem Rest der Welt mindestens 1000 Wörter geliefert, wenn man aber dann mal genauer schaut, wo die meisten griechischen Wörter ihren Ursprung haben. 

0
@DODOsBACK

So, ich hatte mal geschaut, wo Du Deine UrsprungsThese her hast. Natürlich Wikipedia und dort wo Wikipedia endet, da hat also der Ursprung sein Ende zu haben? In den Anfängen der griechischen Demokratie, worauf Du Dich ja beziehst, gab es kleine Siedlungen, in denen Menschen ihre Zugehörigkeit zeigen konnten und auch als Gemeinschaft aufzeigen konnten, was sie wie machen wollten. Es sind Menschen, die eben sich "zeigen". Natürlich werden Wörter dann auch aus einem anderen Aspekt verstanden, doch genau genommen erst als Demokratie, also, als diese sich "zeigenden Gemeinschaften" auch als Gewaltengemeinschaft verstanden. So kam es dann eben vom "sich als Gemeinschaftszugehörigkeit" zeigen auch im Wort Demokratie zur Selbstverwaltung. 

Sagen wir so, geht man nur im Ursprung der Wörter so weit zurück wie Wikipedia, dann waren die Wörter Demonstration und Demokratie schon deutlich verschieden im Verständnis. Da gebe ich Dir natürlich recht.

Nur war dies ja nicht mein Anliegen, dort zu beginnen, wo es noch keinen gemeinsamen Ursprung gab. Jedoch möchte ich Dir zustimmen, dasz ich es hätte dann eben schon in meinem ersten Kommentar besser erklären müssen. 

Es ist durchaus möglich, das es Wörter gibt, die absolut gleich sind, aber einen völlig unterschiedlichen Ursprung haben. Viele werden heute jemanden einen guten "Rutsch" wünschen. Doch der "Rutsch" den man zu Silvester wünscht, hat nichts mit dem Rutschen im Deutschen zu tun. 

Und in diesem Fall auch nichts, egal wie weit man in der Geschichte zurück geht. 

Grusz Abahatchi, guten Rutsch.

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