Hi also ich wollte fragenob jemand Tipps hat uum eseln das laufen am halfter beizubringen?

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1 Antwort

Rennt er oder lässt er sich ziehen?

Meine Esel haben alle als "Schleich-Esel" begonnen, sprich, sie wollten nicht so recht vorwärts gehen. Vom Locken mit Leckerlis rate ich ab, die meisten Esel lernen beim Füttern aus der Hand nur das Beißen oder Knippen...

Besser ist es, sie von hinten zu treiben. D.h. Du nimmst eine leichte Gerte und läufst ungefähr auf der Höhe des Hüftknochens des Tiers statt neben seinem Kopf oder auf Schulterhöhe. Dann kannst Du mit der Gerte tippend treiben. Anfangs empfiehlt sich auch die "Dreieckshaltung", ähnlich wie beim Longieren von Pferden: Du hältst den (langen) Führstrick in der linken Hand (ausgestreckter Arm) und die Gerte in der rechten. So gehst Du neben dem Esel her mit ein wenig Abstand, so dass Eselkopf, Dein Körper und Eselhinterteil im Dreieck zueinander stehen, Auf die Art kannst Du gleichzeitig von hinten treiben und von vorne das Tempo regulieren. Und befindest Dich auch in der Position etwa auf Hüfthöhe oder auf Höhe der Mitte des Esels.

Wenn Eselchen nun gar nicht laufen will, hilft kein Schlagen mit der Gerte. Denn dann macht der Esel "zu" und arbeitet gar nicht mehr mit. Ein Pferd kann man mit "Angst machen" voran treiben. Ein Esel bleibt bei Angst stocksteif stehen.

Was also tun? Tippen mit der Gerte geht, auch die Gerte mal hinter dem Esel durch die Luft sausen lassen. Wenn das nicht hilft, hilft immer Geduld! Mit Eseln darf man nicht unter Zeitdruck arbeiten, sonst hat man verloren! Also: Wenn der Esel dort, wo Du hin willst, nicht lang laufen will, abwarten!

Der Esel darf aber nicht a) fressen b) in eine andere Richtung gehen. Stehenbleiben ist o.k., aber mit dem Kopf in der gewünschten Richtung. Und nun: Entspannen und abwarten. Nicht am Strick ziehen, das bringt nur Gegenzug und der Esel wird immer misstrauischer!

Genieß die Landschaft, genieß den Tag und lass Dich nicht von den Kommentaren der Nachbarn verrückt  machen. Antworte heiter und gelassen und mit einem Lächeln auf alle Bemerkungen wie "der ist halt störrisch, ist ja ein Esel", "musst Du eine Möhre vorneran binden!", "Sprit alle?". Eselbesitzer lernen, damit zu leben...

Ich habe bei jungen Tieren noch nie erlebt, dass sie länger als eine Viertelstunde stehenblieben. Denn dann haben sie a) die Lage sondiert und b) wird ihnen das selbst zu langweilig. Bei älteren Tieren kann das je nach schlechter Erfahrung auch länger dauern. Aber bedenke: Durch jede Minute, die Du anfangs an Geduld investierst, sparst Du im späteren Eselleben Stunden! Denn wenn der Esel Dir vertraut, geht er später für Dich durchs Feuer (naja,oder zumindest auf jeden Hänger... ;-))!

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