Hi, mein Hund hat sich mit ein anderen Hund gebissen und die andere Hundebesitzerin hat keine Hunde Haftpflichtversicherung was mach ich jetzt oder sie?

13 Antworten

Mein Hund hat auch schonmal einen anderen verletzt, man kann es auch "gebissen" nennen, aber es geschah nicht in Beißabsicht. Sie hat mit dem anderen Hund "geschimpft", ist dabei mit dem Fangzahn in seiner Haut hängengeblieben, und er ist weitergerannt.

Für mich war es absolut selbstverständlich, daß ich die Tierarztkosten für den anderen Hund übernehmen. Es war im Ausland, und wir sind gleich beide mit dem Hund zum TA gefahren und haben ihn Klammern lassen. Ich habe dann direkt die Rechnung dort bezahlt und auch fürs Klammern rausmachen in Deutschland.

Erst viel später ist mir eingefallen, daß ich das ja auch hätte über die Versicherung laufen lassen können. An sowas dachte ich gar nicht, weil ich die Hundehalterhaftplicht seit 15 Jahren noch nie in Anspruch nehmen mußte. Hab den Schaden dann nachgemeldet, und sie haben mir das Geld erstattet.

Aber selbst wenn nicht - mein Hund hat den anderen verletzt. Dadurch ist dem anderen Hundehalter ein Schaden entstanden, für den ich aufzukommen habe.

Die Frage, ob der andere dabei eine Versicherung hat oder nicht, stellt sich für mich in so einem Fall gar nicht.

Ich würde den Ball flach halten, weil Du reichlich schlechte Karten hast. Je nach Bundesland kannst Du in dieser Konstellation mit einer Anzeige und entsprechenden Auflagen vom Ordnungsamt rechnen.

Egal, ob ein anderer Hund bellt, prollt oder Handstand macht- Du hast dafür zu sorgen, dass Dein Hund keinen anderen verletzt! Beide Hunde waren angeleint und es darf schlichtweg nicht passieren, dass Du Deinen Hund in dieser Situation nicht unter Kontrolle hast.

Dein Hund hat einen Schaden verursacht, entsprechend hat die andere Halterin auch einen Anspruch gegen Dich und nicht umgekehrt. Dass der andere Hund "provoziert" hat, kann lediglich dazu führen, dass die Kosten nur anteilig übernommen werden. Ob das in der hier genannten Situation zum Tragen kommt, halte ich allerdings für fraglich.

Jeder bezahlt den Schaden des anderen. Oder man einigt sich auf halbe-halbe,aus Gründen ger gegenseitigen Tierhalter-Loaylität. Wenn dein Hund den anderen verletzt hat, haftest du für den Schaden, d.h. f ür die Tierarztkosten. Jeder haftet für den Schaden, den sein Hund angerichtet hat. Google mal: Gefährdungshaftung. Für dich bedeutet das, daß du den Vorfall deiner Halterhaftpflicht meldest, dort wird man dir sagen, wie es weitergeht.

Wenn du keine Kündigung der Versicherung riskieren willst, kannst du natürlich auch aus eigener Tasche zahlen.

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