Hi, ich habe mich gefragt, ob das Verwenden von Namen, anstelle der Bezeichnung der Person auf größeres Vertrauen zu einem schließen lässt?

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1 Antwort

Hallo Mearl1995,

es ist in leider nicht so, dass die Verwendung von Rufnamen im Gespräch von einem grösseren Vertrauen gegenüber dem Gesprächspartner zeugen.

Wenn Menschen, die einen grossen Teil des Tages mit einander verbringen, über ihre Familien reden(nicht in allen Kulturen wird das überhaut getan. Ein No-go in Japan e.g.), dann heisst das lediglich, dass der Gesprächspartner nun zumindest in den Kreis der "Informationsberechtigten" aufgenommen wurde.

Wenn dein Kollege und Gegenüber also anfangs von "Meine Frau, meine Tochter, mein....XY" sprach und nun deren Vornamen einfliessen lässt, bedeutet das nur, dass er davon ausgeht, dass du seine Familienkonstellation inzwischen gelernt hast.
Ausserdem ist es für ihn einfacher, die Personen beim gewohnten Namen, anstatt beim "Titel" zu nennen. Aber egal wie eng man seit jahrzehnten schon zusammen ein Büro teilt: Kommt die Unterhaltung auf die Schwiegereltern, ist und bleibt es "meine Schwiegermutter/-Vater" und niemals "Thea und Rudolf".

Wenn dein Kollege näheres Vertrauen in dich, oder vice versa du in ihn gefunden haben solltest, dann merkt man es oft daran, dass es nun heisst: "Deine Frau hat eben angerufen, als du nicht am Platz warst. Bitte ruf "..name" mal zurück."  In diesem Fall ist aus den beidseitigen "Informationsberechtigten" ein "Verbandsmitglied" mit  tieferem Wissen geworden.

In der Regel sollte man aber immer bei Gesprächen unter Kollegen/Kunden/Vorgesetzten von "meine Frau/Mann/Kind" sprechen, auch um unliebsamen Überraschungen keinen Angriffspunkt zu bieten.

Ich hoffe, ich konnte dir helfen
di Colonna

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