HHund bellt beim weggehen was tun?

...komplette Frage anzeigen

7 Antworten

Oha, ich habe die Kommentare hier gelesen und eine ganze Weile überlegt, ob ich mich dazu äußern sollte... Aber um des Hundes willen...

Fangen wir mal vorne an: Dein Hund ist jetzt 5 Monate alt. In diesem Alter kann JEDE Gefahr für ihn das Ende bedeuten. 

Winseln, heulen und jammern sind also natürliche Instinkte: Er wurde verlassen. Wahrscheinlich ist er todkrank und kann dem Rudel nicht mehr nutzen. Also hat das Rudel ihn verlassen; ihn ausgestoßen.

Dass er in einer "sicheren" Wohnung ist, musst du ihm erst zeigen. Wahlweise, indem du ihn den Mietvertrag lesen lässt, oder indem du es ihm sukzessive - also Schritt für Schritt - beibringst.

Wenn wir gehen sage ich das wir gleich wieder kommen und Weise ihn in sein Körbchen. Sobald er die Tür hört geht das  Tamtam los..

Dann fange deutlich früher an. Und setze nur fort, wenn der aktuelle Schritt erfolgreich ist und jederzeit reproduziert werden kann.

  • Raum verlassen
  • Raum verlassen und Tür schließen
  • Zuerst nur kurz "Tür zu - 1 - 2 - 3 - Tür auf", dann immer länger.
  • Raum verlassen, Tür schließen und schrittweise auf bis zu 30 Minuten ausdehnen. Dabei von der Tür weggehen.
  • Wohnung kurz verlassen
  • Wohnung schrittweise immer länger verlassen

Jeden Schritt mit kurzen Zeiten beginnen (einige Sekunden) und immer weiter ausdehnen. Klappt ein Schritt nicht mehr, dann gehe bis zu dem Schritt zurück, der noch wirklich sicher und zuverlässig klappt. Beginne dort erneut.

Der Trick ist, dass du idealerweise erst in den letzten Sekunden vor dem Heulen reinkommst. Je besser du das abpasst, desto größere Schritte könnt ihr machen. DOCH LASSE IHN NICHT HEULEN.

Verpasst du den Zeitpunkt, wird's hart: Dann musst du warten, bis er sich beruhigt hat. Lass ihn heulen. Kehre erst wieder zu ihm zurück, wenn er nicht mehr heult.

Machst du das nicht, belohnst du ihn fürs Heulen. Er denkt dann also "Puhhh, das war anstrengend! Hoffentlich kann ich beim nächsten Mal auch so laut und lange heulen, damit er/sie zu mir zurückfindet. Denn nur mein Heulen hat ihnen gezeigt, wo ich bin. Wäre ich still gewesen, hätte er/sie mich nie wiedergefunden."

---------------------------------

Keine herzlichen Abschieds-, Begrüßungs- oder Erfolgsrituale einführen!

Es ist für Hunde unnatürlich, sich ohne triftigen Grund zu "verabschieden" oder "zu begrüßen". 

Hunde verabschieden sich nur, wenn sie sich WIRKLICH VERABSCHIEDEN, also wenn sie vorhaben, jemanden zu verlassen, weil er zu krank oder zu schwach für das Rudel ist. Dein knappes Ritual ist also mehr als ausreichend. Bleibe dabei!

Entsprechendes gilt für eine herzliche Begrüßung. Hunde, die keine Erfahrung mit "Alles klar, er/sie kommt demnächst wieder. Das ist so ultimativ sicher, dass ich mir keine Sorgen machen muss." haben, sehen in einer herzlichen Begrüßung nicht "Hey, ich bin wieder da. Freu dich!" sondern vielmehr ein:

"Alter, hast du ein Schwein gehabt, dass wir dich wiedergefunden haben. Wir wollten schon aufgeben, nach dir zu suchen."

Du belohnst den Hund also nicht fürs geduldige Warten. Was du stattdessen erreichst, ist, dass dein Hund sich Sorgen zu machen beginnt, wenn du das nächste Mal weggehst. Es könnte ja sein, dass du ihn dann nicht mehr wiederfindest...

Ignoriere den Hund, wenn du zur Tür reinkommst. Ganz egal, was er macht. (Und anfangs wird er sich wie Bolle freuen, dass ihr euch wiedergefunden habt.) Gib ihm Zeit, von den Gefühlen runterzukommen. Erst, wenn er sich ein bisschen beruhigt hat, begrüßt du ihn kurz. KURZ(!). Keine Reden schwingen, kein ausgiebiges Freudenfest.

---------------------------------------------------

Noch ein paar Worte zum "zugewiesenen Zimmer": Es ist durchaus richtig, den Hund auf die Zimmer zu beschränken, die er betreten darf. Doch wenn normalerweise die ganze Wohnung "sein Revier" ist, dann braucht er das auch, wenn du weg bist. Eine Beschränkung auf ein Zimmer ist in diesem Fall für ihn nur ein Zeichen, dass es so gut wie aus mit ihm ist. Er wird zum Sterben zurückgelassen.

Und auch, wenn ich mit @xttenere dieses Mal nicht in allen Punkten übereinstimme; hier bin ich wieder ganz bei ihm/ihr: Dein Hund sucht trotz deines Weggangs deine Nähe und Anzeichen dafür, dass du ihn nicht verlässt. Es ist für ihn daher durchaus beruhigend, wenn er deinen Geruch noch überall frisch und unmaskiert finden kann. Denn das ist ein Zeichen, dass du wohl doch nur kurz weggegangen bist. Kein sicheres Zeichen, aber ein gutes, ein beruhigendes Zeichen, das ihm über die schwere Zeit der Einsamkeit hinweghilft.

Denn eines darfst du nie vergessen, solange du einen Hund hast: Hunde sind Rudel-Tiere. Sie BRAUCHEN das Rudel. Permanent. Ständig. Ohne Pause. Das ist instinktiv veranlagt. Und das kannst du ihnen auch mit noch so viel Training nicht "wegtrainieren". Deshalb ist alles, was du zum Thema "allein sein" trainierst, nur eine Krücke. Das gilt für die "erwachsenen" Hunde genauso, wie für die Welpen:

Es ist und bleibt dein Buddy. Und er leidet - ER LEIDET - wirklich hart, wenn du nicht da bist. Auch dann, wenn er auf das Alleinsein trainiert wird. Denn das nimmt ihm nur einen Teil der Brutalität des Schmerzes, aber nie den ganzen Schmerz...

----------------------------------------------------

Und zum Schluss zum Thema "Arbeiten gehen müssen": Anscheinend hast du deine Arbeit erst in den letzten 3, 4 Monaten bekommen, ja?! Und vorher hattest du die Hoffnung, nicht arbeiten gehen zu müssen? Es hat dich also überrascht, dass du arbeiten gehen musst?

Wenn nicht: Wie kann man ernsthaft auf den Gedanken kommen, sich einen Hund zuzulegen, wenn man in den ersten Monaten nicht sicherstellen kann, dass das Tier einen Rudelersatz und damit die Sicherheit, auch in dieser Zeit bewacht, beschützt und nicht "zurückgelassen" zu werden, bekommt, solange man selbst arbeiten und außer Haus ist? 

Ich weiß, dass es heute üblich ist, zu sagen: "Erst mal schwanger werden, dann gucken wir mal, wie wir das mit dem Baby hinkriegen."; aber dennoch würden auch solche Leute niemals auf die Idee kommen, ihr Baby für 4, 5 Stunden am Tag unter irgendeinem Busch abzustellen, weil sie ja arbeiten gehen müssen. 

Wie kann man also so herz- und gedankenlos sein, das mit einem tierischen Kleinkind zu machen?!

Super Antwort. 🌷

1

Er läuft den ganzen Raum ab schaut aus dem Fenster und bellt und jault wie ein Wolf.

weil der Hund unter Trennungsangst leidet und dabei Angst und Stress steht! 

Du solltest Dich mal intensiv mit Hundehaltung und Erziehung beschäftigen. Es gibt sehr viele gute Bücher über diese Themen zu lesen.

meine Hunde dürfen das ganze Haus bewohnen, wenn ich mal weg muss... nicht nur ein Zimmer.

Ausserdem ist Dein Hund mit 5 Monaten noch sehr jung, um ihn alleine zu lassen. So etwas muss man nämlich ganz langsam und vorsichtig aufbauen.

Du kannst nicht einfach so aus dem Haus, und den Hund in ein Zimmer einsperren und gut ist. Dieses Training des Alleine seins dauert 2 - 3 Monate....nicht nur Stunden oder Tage....dann versteht der Hund auch, was abgeht

Hab gelesen das ein Zimmer viel stress freier für den Hund sein soll

0
@Ponteder3

so ein Quatsch!

ein Hund soll sich seinen Ort, für die Zeit wo er alleine ist, selbst aussuchen dürfen.

Meine liegen in der Zeit da, wo mein Geruch am stärksten ist....au meinem Bett

2

Meiner hockt dann vor der Tür und rennt in jedes Zimmer habs ja schon mal gefilmt 

0

Was möchtest Du wissen?