heyo, frage für die Chemiker unter euch!?

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3 Antworten

Nasschemische Analyseverfahren haben deutlich höhere Nachweisgrenzen als instrumental-analytische Verfahren. 

Was heißt das? Für einen nasschemischen Nachweis, wie du ihn machst (Nachweis mit Bariumionen, Fällung des weißen Niederschlags Bariumsulfat) brauchst du also eine Mindestkonzentration  an Sulfationen in deiner Lösung. Ohne jetzt die Werte explizit herauszusuchen: angenommen du hast eine Konzentration von 1mmol/l und dein Niederschlag fällt erst bei 1mol/l aus, dann fällt in deiner Lösung auch kein Niederschlag aus.

Ein anderes Szenario wäre, dass es ausfällt, nur siehst du es nicht

Wenn du trotzdem wissen willst, ob Sulfationen gelöst sind bzw. wie groß die Konzentration ist, dann würde man das z.B. über die Ionenchromatografie machen.

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Der Sulfatgehalt kiegt je nach Wassersorte zwischen 1,5 mg/l und 1,5 g/l. Wenn "sulfathaltig" draufsteht, sind es mindestens 200 mg/l.

Die Zusammensetzung Deines Mineralwassers findest Du per google, falls Du die Marke noch weisst.

Wenige mg/l sind je nach Verfahren in der Schule schwer oder gar nicht nachweisbar. Mit Ba gibt es evtl. nur eine leichte Trübung, mit Ca tut sich gar nichts.

Wie genau habt Ihr denn den Sulfat-Nachweis durchgeführt? Die Beschreibung gehört ohnehin in Dein Protokoll, kannst Du also weiterverwenden.

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Meistens ist in Mineralwasser auch Sulfat enthalten, ob die Menge allerdings ausreicht, um einen Niederschlag zu erkennen, ist schwer zu sagen und sicher auch vom Wasser abhängig. Ich vermute einfach mal: Es war zu wenig Sulfat drin.

Für den Nachweis braucht man auch nicht zwingend Schwefelsäure, ein lösliches Sulfatsalz (Na2SO4 zB) tut es ja auch.

Bei Mineralwasser ist ein Ansäuern sehr wichtig, da man sonst ein Niederschlag von Bariumcarbonat nicht ausschließen kann.

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